Aufstiegsgaranten mit jeweils 46 Treffern

C-Liga Mitte: Ruggeri und Calabrese teilen sich Torjägerkanone

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Antonio Calabrese

Offenbach - „Ich will in jedem Spiel ein Tor machen. “ Diesen Worten ließ Alessandro Ruggeri in der vergangenen Saison Taten folgen. Freundschafts-, Pokal- und Ligaspiele eingerechnet, gelang dem Stürmer von Italsud Offenbach 19 Mal in Folge mindestens ein Tor. Von Jörn Polzin 

Alessandro Ruggeri

Beim 19:1 bei Sparta Bürgel II ragte der 19-Jährige mit zehn Treffern heraus. Auch in der C-Liga Mitte eine beachtliche Ausbeute. Nicht verwunderlich also, dass ihn Italsud-Vorsitzender Carmelo Manoti als „Messi oder Maradona der C-Klasse“ bezeichnet. Ruggeri besitze alles, was ein Torjäger braucht: „Alessandro ist schnell, dribbelstark und hat einen Bombenschuss.“ Seine fußballerischen Fähigkeiten eignete er sich auf dem Schulhof an. „Vereine waren nicht so meine Sache“, sagt der 1.92-Meter-Mann. Mit 17 Jahren wechselte Ruggeri in den Herrenbereich, erzielte in seiner ersten Saison 30 Tore für Squadra Azzurra Offenbach II. Diesmal waren es 46 und hätten noch mehr sein können. Nach einer Prügelei im Spiel in Bürgel musste Ruggeri neunmal zuschauen. Er nahm an an einem Konfliktlösungsseminar teil, das ihm geholfen habe.

Im Saisonendspurt machte der Angreifer mit seinen Treffern den Aufstieg perfekt. Statt in der B-Liga läuft der Italiener in der neuen Saison für Kreisoberliga--Aufsteiger Fortuna Offenbach auf. „Ich möchte mit Fußballspielen Geld verdienen“, so Ruggeri.

Antonio Calabrese

Bei der Fortuna trifft er auf Antonio Calabrese, mit dem er sich in der vergangenen Runde ein spannendes Duell um die Torjägerkanone lieferte. Beide lagen am Ende mit 46 Treffern gleichauf. „Die Saison ist überragend gelaufen. Es kommt ja nicht oft vor, dass man die Meisterschaft gewinnt und gleichzeitig Torschützenkönig wird“, sagt Calabrese. „Ich muss aber ehrlich sagen, dass es Alessandro Ruggeri mehr verdient hätte.“ Seine 46 Tore will er nicht zu hoch hängen. „Ohne die Jungs hätte ich niemals so oft getroffen. Wir sind als Mannschaft ein richtiges Team geworden.“

Der Zusammenhalt und Spaß in der Truppe ist für Calabrese der Schlüssel für den Erfolg, den die Fortuna am letzten Spieltag perfekt machte. Seinen Außenbandriss am Knie kann er angesichts des Happy Ends verschmerzen – und wird auch in der neuen Saison der Fortuna-Reserve treu bleiben. „Ich hatte zwar das eine oder andere Angebot, aber diese tolle Mannschaft ist der Grund, warum ich den Verein nicht verlassen werde“, sagt der 28-Jährige.

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Zur Freude seines Trainers Giovanni Santagada, der seinem Schützling auch eine gute Rolle in der ersten Mannschaft zutrauen würde. „Seit er vor drei Jahren zu uns kam, hat Antonio seine Qualitäten immer wieder gezeigt. Er ist sogar noch stärker geworden“, lobt Santagada. Calabrese sei ein kompletter Stürmer: „Mit Kopf, mit Fuß, Abstauber – bei seinen Toren ist eigentlich alles dabei.“ Der Torjäger zieht jedoch weiter die B-Klasse vor. Was auch daran liegt, dass er nur einmal pro Woche trainieren kann. Aktuell ist nach seiner Verletzung erstmal Reha angesagt. „Mein Ziel ist es, wieder hundertprozentig fit zu werden.“ Und wer weiß: Vielleicht gibt es bei der Fortuna ja doch mal das treffsichere Sturmduo Ruggeri/Calabrese.

Quelle: op-online.de

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