VERBANDSLIGA Turnerschaft erwartet Germania zum Ober-Rodener Derby

Austausch fällt diese Woche aus

Das Ober-Rodener Derby ist meist heiß umkämpft: Hier ist Mario Gotta von der TS (Mitte) im Duell mit Sebastian Marweg, David Stemann (rechts) schaut zu. In der vergangenen Verbandsligasaison gewann die Germania beide Duelle jeweils mit 1:0. Foto: eyßen

Offenbach – Derbyzeit in der Fußball-Verbandsliga Süd. Ausgerechnet im Ober-Rodener Stadtduell bei der Turnerschaft will der FC Germania wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Während Spitzenreiter Erlensee bei Rot-Weiß Darmstadt vor einer hohen Hürde steht, kann Verfolger SC 1960 Hanau mit einem Sieg gegen die SG Unter-Abtsteinach wieder zum Klassenprimus aufschließen. Der JSK Rodgau und Viktoria Urberach hoffen auf wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, die spielfreie Spvgg. 03 Neu-Isenburg leckt nach 0:11 Toren aus den vergangenen drei Partien und nur einem Punkt aus fünf Begegnungen ihre Wunden.

TS Ober-Roden - Germania Ober-Roden (So., 15 Uhr). Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien und dem Verlust der Tabellenführung sagt Germania-Trainer Fabian Bäcker: „Aktuell gibt es für uns keinen besseren Zeitpunkt, ein Derby zu spielen. Das ist in Rödermark das Derby überhaupt. Wir haben die jüngsten Begegnungen nicht so glücklich gestaltet. In einem Derby gelten andere Gesetzmäßigkeiten, da ist es egal, was in der vergangenen Woche war. Uns bietet dieses Derby die große Chance, wieder in die Spur zu finden.“

Ähnlich denkt TS-Trainer Bastian Neumann: „Das ist das größte Verbandsliga-Derby, weil es innerorts stattfindet. Das sind immer heiße Tänze, das haben wir im vergangenen Jahr erfahren. da waren wir nicht sehr erfolgreich, das wollen wir dieses Mal ändern und uns in der Tabelle hinter die Germania klemmen. Befindlichkeiten spielen da keine Rolle. Die Germania hatte zuletzt eine Durststrecke, wir hatten immer wieder gute Spiele mit sehr guten Ergebnissen, aber das spielt dieses Mal keine Rolle. Wichtig ist, dass wir uns auf das Spiel konzentrieren, die Hitze aufsaugen und für sich zu gewinnen, um am Ende erfolgreich zu sein.“

Beide Trainer kennen sich gut, „wir tauschen uns regelmäßig aus. In dieser Woche natürlich nicht“, lacht Bäcker. „Die Turnerschaft hat eine gute Mannschaft und auch nur vier Punkte weniger als wir auf der Habenseite. Das wird sicherlich ein heißes und hitziges Ding. Wir wollen in die Spur zurück und drei Punkte holen.“

JSK Rodgau - SV Unter-Flockenbach (So., 15 Uhr). Unter-Flockenbach fegte zuletzt den SV der Bosnier mit 13:2 vom Platz. „Das bewerte ich aber nicht über“ sagt JSK-Trainer Andreas Humbert, „wir sind gut vorbereitet, ich sehe uns auf Augenhöhe. Wir haben wieder die Chance, zu gewinnen, müssen sie aber auch mal wieder nutzen.“ Zuletzt gelang das den Jügesheimern, die auf Dominik Fischer (Bänderriss) und Till Fakic (trainiert nach Verletzungspause zumindest wieder) verzichten müssen. Ralf Cölsch (nach Rotsperre) ist wieder dabei, Petrit Hulaj ist angeschlagen.

SV der Bosnier - Viktoria Urberach (So., 15 Uhr). Vier Punkte holten die Urberacher aus den beiden Kellerduellen vor eigenem Publikum gegen Ginsheim (4:1) und die Speuzer aus Frankfurt (2:2). Im Gallusviertel sollen nun drei weitere folgen. Viktoria-Trainer Jens Wöll erwartet einen Gegner, der „nach der jüngsten hohen Niederlage mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch antritt. dennoch müssen wir gewinnen und dafür werden wir alles tun.“ Neben dem Langzeitverletzten Jörn Kohl (Muskelverletzung) fällt aus beruflichen Gründen auch Sinisa Alempic aus. Patryk Czerwinski soll nach seinem Handbruch weiter Spielzeit sammeln. „Nach so einer Verletzung ist es nicht einfach, in die Zweikämpfe zu gehen“, weiß Trainer Wöll.

SC 1960 Hanau - SG Unter-Abtsteinach (So., 15.45 Uhr). Hanau holte aus den vergangenen vier Punktspielen zehn Punkte, warf zudem den Stadtrivalen und Hessenligisten FC 93 aus dem Kreispokal. Nach zwei Englischen Wochen kam die jüngste Pause genau richtig, bei Rot-Weiss Frankfurt reichte es anschließend aber nur zu einem 2:2. Zwar übernahmen die Hanauer damit für einige Stunden die Tabellenführung, mussten Erlensee aber wieder vorbeiziehen lassen. Bei drei Punkten Rückstand auf die 06er sind drei Punkte gegen Unter-Abtsteinach fast schon Pflicht. Doch Vorsicht ist geboten. Die Bergsträßer verfügen über eine Reihe guter Fußballer aus dem Baden-Württemberger Raum, die auch schon höherklassig gespielt haben. Dennoch sind die Hanauer mit ihrem stark besetzten Kader auch am Sonntag der Favorit.  leo

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