SC Hassia Dieburg verliert 0:4 in Ginsheim / Nun folgen vier Heimspiel in Serie

Auswärts klappt zurzeit wenig

Ginsheim/Dieburg ‐ „Die Mannschaft hat heute die wohl schlechteste Leistung dieser Saison gezeigt“, meinte Hassia-Sprecher Hans-Joachim Enders zu den 90 Minuten des SC Hassia am Sonntag in Ginsheim. Von Jens Dörr

„Um nicht abzurutschen, müssen wir uns in den kommenden Heimspielen mächtig steigern“, so Enders weiter. Durch die 0:4-Schlappe, die die höchste Niederlage dieser Spielzeit markiert, verloren die Dieburger den Anschluss an die Spitzenplätze und befinden sich aktuell im Niemandsland der Tabelle. Schnell kann in der ausgeglichenen Gruppenliga, in der jeder jeden schlagen kann, aber auch das Wort „Abstiegsgefahr“ eine Bedeutung für die Dieburger bekommen.

Allerdings hat der Aufsteiger nun vier Heimspiele in Serie, da das Auswärtsspiel am 1. November bei Viktoria Aschaffenburg II nach Dieburg verlegt wurde – in Bayern darf an diesem Tag nicht gespielt werden. Dafür reisen die Hassianer in der Rückrunde nach Unterfranken. So ergeben sich die vier Partien am Wolfgangshäuschen in den nächsten Wochen – die Chance, sich bis zur Winterpause ein Polster zu verschaffen und entspannt und ohne Abstiegsnöte in die Rückrunde gehen zu können.

Das klappt aber nur, wenn sich die Leistung aus Ginsheim nicht wiederholt: Zwar begannen die Dieburger gut und hatten durch Fatih Yakut in den ersten zehn Minuten zwei Chancen, dann bedeutete ein Torwart-Fehler aber die Hausherren-Führung: Eine harmlose Flanke ließ Schlussmann Sascha Krichbaum fallen, Ginsheims Bgierla schob zum 1:0 ein (20. Spielminute). Im Anschluss bekamen die Dieburger das Geschehen nicht mehr in den Griff, liefen ihren Gegenspielern im Mittelfeld meist hinterher. Dennoch blieb es bis zur Pause beim knappen Rückstand.

Als nach der Halbzeitansprache der Trainer alle auf Besserung hofften, schockte das schnelle 2:0 die Gäste – gegen Kureks Schuss war Krichbaum machtlos (49.). Trotz der Einwechslung von Fuat Aydemir, der erstmals nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder das Hassia-Trikot überstreifte, wurde es im Anschluss nicht mehr besser. Zu viele hohe Bälle auf die Angreifer, zu wenig durchdachtes Spiel im Mittelfeld.

Hiyamlioglu erzielte für Ginsheim aus klarer Abseitsposition das 3:0 – das Spiel war gelaufen. Gegen Ende der Partie besserte sich auch dank Aydemir das Spiel der Gäste etwas, Stanislav Hubinsky und Engin Can verpassten aber den Ehrentreffer. Gegen eine aufgerückte Hassia-Mannschaft traf Ginsheim vielmehr sogar noch zum 4:0. Bedeutungslos blieb die Gelb-Rote Karte gegen Maurice Fleck in der Schlussminute – der Abwehrspieler darf in der nächsten Partie wieder auflaufen.

Die Aufstellung des SC Hassia Dieburg: Sascha Krichbaum – Erdogan Boz, Maurice Fleck, Daniel Christ, Toni Nietschmann – Fatih Yakut, Manfredo Vendola, Alex Gerlitz, Pierre Kampka – Torsten Schnitzer, Stanislav Hubinsky (Fuat Aydemir, Engin Can, Timo Rödler).

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