Das Sportjahr 2009 verlief für die meisten Zimmerner Vereine recht erfolgreich. Viele Titel in den Randsportarten gingen nach Groß-Zimmern

AV-Ringer Oberliga- Meister

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VonHans PeterWejwodaD

en größten Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte feierten die Ringer des AV Vorwärts 05 Groß-Zimmern kurz vor Weihnachten mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Oberliga Hessen. Zwar ging die Staffel um Ringertrainer Drazen Dodoz, im August mit der Zielsetzung in die neue Saison, vorne mitzuringen, an den Titelgewinn glaubte zunächst jedoch niemand. Der Start in die Saison verlief holprig und nach dem 24:16-Auftaktsieg gegen Goldbach musste die Zimmerner Staffel beim SC Großostheim eine unerwartete 19:22-Auswärtsniederlage hinnehmen. Am nächsten Kampftag verlor das Team beim Nachbarn FSV Münster sang- und klanglos mit 14:25 Punkten, womit der Saisonstart kräftig in die Hose ging. Dass diese Niederlage die letzte gewesen sein sollte, damit rechnete niemand. Nach einer Brandrede der sportlichen Leitung, folgte die erhoffte Steigerung und die starken Männer des AV Vorwärts kämpften von nun an mit großem Einsatz und eilten von Sieg zu Sieg. Im Heimkampf gegen die favorisierte Staffel des ASV Schaafheim behielten die Zimmerner knapp mit 24:18 die Oberhand und auch im Rückkampf kamen sie in einer hochdramatischen Begegnung zu einem viel umjubelten 23:18-Auswärtserfolg. Eine Woche zuvor nahmen die AV-Männer gegen den FSV Münster eindrucksvoll für die Niederlage aus dem Vorkampf Revanche und schickten die Münsterer Ringer mit einer deutlichen 27:9-Klatsche nach Hause.

Nach diesen beiden Siegen ließen die AV-Ringer nichts mehr anbrennen und sicherten sich am letzten Kampftag mit einem sehr klaren 31:7-Auswärtserfolg beim TSV Gailbach 2 die Meisterschaft in der Ringer Oberliga Hessen.

FSV-Fußballer Derby-Sieger

Schon zum Start ins neue Fußballjahr waren die Entscheidungen um Auf- und Abstieg in der Fußball A-Liga Dieburg weitestgehend gefallen. Für beide Zimmerner Vereine war eigentlich im März schon klar, dass die Runde nur noch einen Höhepunkt, nämlich das Derby im Mai, bringen würde. Aber auch in dieser Partie war den Akteuren auf beiden Seiten anzumerken, dass es außer um das Prestige um nichts mehr ging. In einer mäßigen Begegnung verließ der FSV Groß-Zimmern mit einem verdienten 2:1-Erfolg als Sieger den Platz. In den restlichen Spielen kam der FSV noch zu einem 4:2- Auswärtssieg beim SV Sickenhofen und am Ende belegte die Rott-Truppe einen guten siebten Tabellenplatz mit dem alle im FSV-Lager zufrieden waren. Die Viktoria aus Klein-Zimmern verlor nun auch die restlichen beiden Saisonspiele gegen Klein-Umstadt und Eppertshausen und belegete zum Saisonende einen enttäuschenden zehnten Rang.

Gelang es dem FSV Groß-Zimmern schon recht früh, eine schlagkräftige Mannschaft für die neue Saison zusammenzustellen und fast alle Spieler zu halten, so dauerte es in Klein-Zimmern doch etwas länger, bis in Michele Madau ein neuer Trainer gefunden wurde. Neben Trainer Markus Kremeier verließen weitere Kreativspieler den Verein, die nicht gleichwertig ersetzt werden konnten.

Der Verlust an spielerischer Qualität hatte zur Folge, dass das Team aus Klein-Zimmern ganz schlecht in die Runde startete. Für den FSV Groß-Zimmern lief es da schon wesentlich besser und so ging der FSV Mitte August auch als klarer Favorit ins Derby. Mit einer couragierten Leistung wurden die Groß-Zimmerner ihrer Favoritenrolle gerecht und kamen nach einem insgesamt mäßigen Spiel zu einem dennoch hoch verdienten 3:0-Auswärtssieg.

Im Lager der Viktoria wurden die Gesichter immer länger, wartete die Elf um Trainer Michele Madau immer noch auf den ersten Saisonsieg. Dieser gelang erst am siebten Spieltag gegen Aufsteiger GSV Gundernhausen. Mit 2:0 Toren wurde die Begegnung nach einer kämpferisch starken Leistung gewonnen. Nach einem 2:2-Unentschieden beim Spitzenteam vom FC Ueberau, einem 3:1-Erfolg gegen den FV Eppertshausen und einem überragenden 5:0-Auswärtssieg bei Kickers Hergershausen zeigte die Formkurve steil nach oben, und die Mannschaft schien sich gefangen zu haben.

Auch beim FSV lief alles nach Plan, lediglich die 0:1-Auswärtsniederlage beim FSV Spachbrücken war recht unglücklich, war die Elf des FSV doch die bessere Mannschaft. Mit einem 4:1-Heimsieg gegen den TSV Altheim und einem 3:2-Auswärtssieg bei der KSG Georgenhausen fanden die Männer vom FSV wieder schnell in die Erfolgsspur zurück.

Klein-Zimmern hingegen konnte seine Form nicht halten, kam gegen Babenhausen nur zu einem 1:1-Remis und verlor in Sickenhofen deutlich mit 0:5 Toren. Am selben Spieltag ging auch der FSV Groß-Zimmern zu Hause gegen die SG Mosbach/Radheim mit 2:5 Treffern unter.

Während sich die Viktoria aus Klein-Zimmern gegen den SV Groß-Bieberau II. einen 6:2-Pflichtsieg holte kam der FSV über ein 1:1-Unentschieden im Derby beim GSV Gundernhausen nicht hinaus und am letzten Spieltag der Vorrunde musste das Rott-Team gegen den FC Ueberau eine 2:4-Heimniederlage einstecken. Die Viktoria unterlag im Derby beim FSV Spachbrücken mit 2:3 Toren.

Zum Rückrundenstart besiegte der FSV Groß-Zimmern den FV Eppertshausen mit 3:2 Toren und eine Woche später kam die Rott-Elf zu einem 1:0-Sieg bei Kickers Hergershausen.

Nach einer überzeugenden Leistung am letzten Spieltag in diesem Jahr schaffte der FSV einen beeindruckenden 4:0-Erfolg gegen Germania Babenhausen und überwintert auf einem sehr guten dritten Tabellenplatz.

Die Viktoria konnte zwar noch das wichtige Spiel gegen den Mitabstiegskonkurrenten aus Georgenhausen mit 2:1 gewinnen, unterlag aber am letzten Spieltag in diesem Jahr dem KSV Urberach deutlich mit 0:4 Toren und überwintert auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

Handballmänner nach

Abstieg wieder obenauf

Am 15. Februar konnten die Männerhandballer des TV Groß-Zimmern mit einem deutlichen 36:20-Erfolg gegen die HSG Hösbach nach über einem Jahr der Niederlagen endlich einen Sieg feiern. Dies sollte jedoch das einzigste Erfolgserlebnis in der Bezirksoberliga Odenwald Spessart bleiben und nach weiteren Niederlagen war der Abstieg in die Bezirksliga A früh besiegelt.

Dies gab den Verantwortlichen innerhalb der Handballabteilung des TV Groß-Zimmern genügend Zeit, neue Weichen für die Zukunft zu stellen.

Im Sommer wurde beschlossen, eine Spielgemeinschaft mit der SG Grün-Gelb Dieburg zu gründen, die im Frauenbereich ja schon seit einigen Jahren mit großem Erfolg funktioniert. Mit Partick Schäfer wurde ein Spielertrainer verpflichtet und den Verantwortlichen gelang es mit Stefan Wilde, Dennis Vogel und Julian Klein, drei wertvolle Handballer, die alle schon höherklassig spielten, in ihre Heimatvereine zurückzuholen.

Nach einer gelungenen Vorbereitungsphase startete das neuformierte Team hoch motiviert in die neue Saison und wurde schnell der Favoritenrolle gerecht.

Mit einem beeindruckenden 41:24-Sieg wurde die HSG Eppertshausen/Münster aus der Schlossgartenhalle gefegt und auch in den folgenden Spielen erwies sich vor allem der Angriff als sehr durchschlagskräftig.

Im Schnitt erzielte das MSG-Team immer weit mehr als 35 Treffer und auch im Spitzenspiel beim starken TV Michelbach war die Schäfer-Truppe in Topform. Mit einer engagierten Leistung kam die MSG in einer hochklassigen Partie zu einem 31:26-Auswärtserfolg und brachte somit den Gastgebern die erste und bisher einzige Saisonniederlage bei. Die MSG spielte fortan konstant weiter, musste aber in Beerfelden lange um den Sieg zittern, schaffte zuletzt jedoch einen knappen aber wichtigen 37:35-Auswärtssieg. Nach einem 50:36-Erfolg über die MSG Sulzbach/Leidersbach musste die MSG zum Spitzenspiel beim TV Goldbach antreten. Sie unterlag dort recht deutlich mit 28:35 Toren und kam um die erste Saisonniederlage nicht herum.

Im Nachholspiel gegen die starke HSG Bachgau fanden die Männer aus Dieburg und Groß-Zimmern jedoch schnell wieder zu ihrer alten Schlagkraft zurück und schickten nach einer starken Angriffsleistung die Bachgauer mit 37:26 Toren nach Hause.

Mit diesem Erfolg sicherte ich die MSG die Vorrundenmeisterschaft und hält nun für das neue Jahr alle Trümpfe in der Hand, den Platz an der Sonne zu behalten und das Saisonziel Aufstieg in die Bezirksoberliga Odenwald-Spessart zu schaffen.

Handballfrauen verhindern

im letzten Spiel den Abstieg

Am letzten Spieltag der Frauen Handball Landesliga Gruppe Süd konnte die FSG Dieburg/Groß-Zimmern im alles entscheidenden Heimspiel gegen die HSG Nieder-Roden noch den Abstieg in die Bezirksoberliga verhindern. Zuvor kam das Team zu zwei wichtigen Siegen gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt (22:16) und bei der SU Mühlheim (19:20), die das Endspiel um den Klassenerhalt gegen die HSG Nieder-Roden erst möglich machten. Gegen Nieder-Roden waren die Gastgeberinnen von Beginn an das spielbestimmende Team und schon zur Pause war klar, dass die FSG den Klassenverbleib schaffen wird.

Am Ende sprang ein viel umjubelter 22:16-Sieg heraus, den vor allem die bärenstarke Torfrau Gabi Seitel mit vielen Glanzparaden festhielt. Durch den Sieg gegen Nieder-Roden sicherte sich die FSG in der Abschlusstabelle den sechsten Rang, womit alle zufrieden waren.

Für die neue Saison stand eine Verjüngungskur des Teams an, da mit Gabi Seitel und Marion Jung zwei erfahrene Führungsspielerinnen sich nun ins zweite Glied zurückzogen oder ihre lange Handballkarriere beendeten.

Mit dem Ziel, einen Mittelfeldplatz zu erreichen, startetet die junge Truppe in die neue Saison. Doch gleich am ersten Spieltag setzte es gegen die HSG Maintal eine deutliche 14:22-Heimniederlage. Auch im zweiten Spiel bei der SG Egelsbach kam die FSG um eine knappe 20:21-Niederlage nicht herum. Dem 16:18 beim TV Kirchzell folgte der erste Saisonsieg, der mit 24:20 Toren gegen die TG Hainhausen recht deutlich ausfiel. Chancenlos war die FSG hingegen in Bruchköbel (16:25) und im Heimspiel gegen die HSG Langen (15:19). Den zweiten Saisonsieg feierte die FSG mit 20:18 bei den Frauen von Crumstadt/Goddelau und zum dritten Erfolg kam die FSG mit einem deutlichen 30:17-Heimerfolg über die SU Mühlheim. Eine enttäuschende Leistung boten die Frauen beim Tabellenvorletzten HSG Erfelden, der sie mit einer deutlichen 30:22-Schlappe nach Hause schickte. Durch diese Niederlage verpassten es die Handballerinnen, sich ins Tabellenmittelfeld abzusetzen. Im kommenden Jahr ist nun wieder damit zu rechnen, dass die FSG bis zum letzten Spieltag um den Verbleib in der Landesliga zittern muss.

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