Aydemir erzielt Tor des Tages

Dieburg - (jd) Diese Serie kann aus Sicht des SC Hassia Dieburg ruhig noch eine ganze Weile andauern: Auch im dritten Spiel nach der Winterpause blieb der Tabellenführer der Fußball-Kreisoberliga ohne Gegentor.

Wichtiger noch: Wieder landete der Ball einmal mehr im Tor des Gegners als im eigenen. 1:0 durch ein Elfmetertor von Fuat Aydemir lautete das Resultat gegen die in der Hinrunde noch sehr starke zweite Mannschaft von Germania Ober-Roden. Klingt minimalistisch, hat in der Tabelle aber äußerst positive Auswirkungen für die Dieburger: Der Sportclub rangiert weiter auf Platz eins, mit zwei Punkten Vorsprung auf den SV Münster.

Der SV besiegte Konkurrent VFL Michelstadt, auch Viktoria Kleestadt verlor und kann selbst mit einem Sieg im Nachholspiel auf bestenfalls vier Punkte an die Hassia herankommen. Die hat es nun selbst in der Hand, bis zum Saisonende den Platz an der Sonne zu verteidigen.

Dass sich die Blau-Weißen den zurückerobert haben, liegt unter anderem an der gegenüber der Hinrunde stabileren Abwehr. Auch wenn mancher Beobachter die Umstellung auf die Viererkette noch kritisch sieht, geben die nackten Zahlen den neuen Trainern Mike Motz und Daniel Rödler recht: drei Spiele, drei Siege, 11:0 Tore. Das Resultat: Spitzenreiter. Und das, obwohl die Mannschaft am vergangenen Sonntag sogar auf Leistungsträger wie Torsten Schnitzer und Sebastian Christ verzichten musste.

Natürlich spielten die Hassianer gegen Ober-Roden nicht wie im Rausch, standen hinten aber weitestgehend kompakt. Vorne trifft immer jemand, wenn diesmal auch „nur“ per Strafstoß: Nach schönem Spielzug und Foul an Matthias Krause verwandelte Fuat Aydemir aus elf Metern zum 1:0 (8. Spielminute). Zuvor hatte Patrizio Colucci, in der Jugend selbst einmal für die Hassia am Ball gewesen, die Führung für die Gäste verpasst. Beim anschließenden offenen Schlagabtausch blieben Torchancen bis zum Pausenpfiff der guten Unparteiischen Hirschberg aus Waldmichelbach allerdings Mangelware. Im zweiten Abschnitt prägten erst einmal weiter Kampf und Einsatz im Mittelfeld das Bild, nach und nach erarbeiteten sich die Gastgeber jedoch ein Chancenplus. Tobias Catta vergab das 2:0 (60. Spielminute), Lukas Kret scheiterte am Pfosten (65.). Wenig später sah Ober-Rodens Erdem nach Notbremse gegen Pierre Kampka die Rote Karte, den anschließenden Freistoß von Aydemir parierte Germanias Tormann Wassef glänzend (70.). Als die Partie fast schon nach Hause geschaukelt war, holte sich auch Dieburg noch einen Feldverweis ab: Benjamin Kampka wurde wegen einer Unsportlichkeit sinnloserweise des Feldes verwiesen (88.). Pech, dass zuvor ein Treffer von Tobias Catta nicht anerkannt worden war - der Ball war nach seinem Lattentreffer wohl hinter der Linie aufgesprungen.

„Der knappe Arbeitssieg geht in Ordnung“, meinte Hassia-Sprecher Hans-Joachim Enders zum Spiel. „In der Abwehr sind wir gegen eine spielerisch und läuferisch starke Truppe nur selten in Bedrängnis geraten.“

Die Aufstellung des SC Hassia Dieburg im Spiel gegen Germania Ober-Roden II: Sascha Krichbaum - Erdogan Boz, Daniel Seipp, Maurice Fleck, Benjamin Kampka - Pierre Kampka, Fuat Aydemir, Matthias Krause, Alex Gerlitz - Lukas Kret, Tobias Catta (Drazen Milosevic, Daniel Bock).

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