Klarer Sieg in Darmstadt

Verbandsliga: Aydileks Hattrick bringt SC 1960 an die Spitze

Offenbach -  Nur elf Tage lang erfreute sich Hanau 93 an Platz eins in der Fußball-Verbandsliga Süd. Nach dem 1:1 gegen Germania Ober-Roden mussten die 93er den Platz an der Sonne wieder an den Stadtrivalen SC 1960 (3:0 bei Rot-Weiß Darmstadt) abgeben.

Viktoria Urberach und die TS Ober-Roden beendeten mit 1:0-Siegen ihre Negativserien.

FC Hanau 93 - Germania Ober-Roden 1:1 (1:0)

Die 93er bleiben ungeschlagen, ließen jedoch zwei Zähler liegen. Das Team des Trainerduos Christoph Prümm und Slavisa Dacic vergab nach der Pause zwei Riesenchancen. So verschoss der ansonsten sichere Kahraman Damar einen Elfmeter (58.). Kurz vor Schluss vergab Khaibar Amani völlig freistehend den Siegtreffer für die 93er, als er den Ball aus sechs Metern dem gegnerischen Torwart in die Arme schoss. „Er hätte sich eigentlich die Ecke aussuchen können“, haderte HFC-Pressewart Hans Jung.

In der ersten Hälfte war das Spiel von der Taktik beziehungsweise von den sehr stark und umsichtig agierenden Abwehrreihen geprägt. Kurz vor der Pause fiel dann aus dem Nichts das 1:0. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld ging es blitzschnell in die Spitze und Feta Suljic traf mit einem platzierten Schuss. Eine Viertelstunde vor dem Ende fiel dann der Ausgleich.

Nachdem zehn Minuten zuvor der ansonsten eher unauffällige Germania-Torjäger Mohammed Hakimi mit einem Lupfer an HFC-Torhüter Jens Westenberger gescheitert war, hatte Pascal Hernandez mehr Glück. Sein Schuss wurde von Sascha Ries abgefälscht und landete in hohem Bogen im Netz.

Letztlich war es ein gerechtes Remis. Enttäuscht zeigte sich Jung von der Kulisse. Trotz bester äußerer Bedingungen wollten nur 150 Zuschauer das Duell Spitzenreiter gegen Fünften sehen.

FC Hanau 93: Westenberger - Ries, Cimen, Muratoglu, Gschwender, Mezini, Gischewski (62. Fließ), Bicakci, Damar, Suljic, Amani

Germania Ober-Roden: Weinreich; Stemann, Friess, Marweg, Hakimi (86. Özgün), Bidou, Lehnert, Gruber (65. Palacios Hernandez), Owusu, Arnhold Junior, Dapp (84. Firat)

Tore: 1:0 Suljic (45.), 1:1 Palacios-Hernandez (75.)

Rot-Weiß Darmstadt - SC 1960 Hanau 0:3 (0:0)

„Wir haben das sehr souverän gemeistert“, zeigte sich Hanaus Trainer Antonio Abbruzzese zufrieden. Die 60er stellten auf ein 4-2-3-1-System um und hatten bereits in der ersten Hälfte Vorteile, nutzten aber ihre wenigen guten Chancen nicht konsequent. So scheiterte Ugur Albayrak zweimal im Eins-gegen-Eins am Darmstädter Torhüter. Auch nach der Pause spielten die Grimmstädter überlegen auf und gingen durch Semih Aydilek in Führung. Hanau kombinierte munter weiter und schloss im Endspurt noch zwei Angriffe erfolgreich ab. Torschütze war erneut jeweils Semih Aydilek.

SC 1960 Hanau: Pellowski; Trajanov, Mastilovic, Boateng, Mahboob, Aydin, Müller, S. Demir, Albayrak (70. Itoi), Aydilek, Özdemir

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Aydilek (56., 82., 86.)

Bilder: Hanau gewinnt gegen Ober-Roden

TS Ober-Roden - FFV Sportfreunde 1:0 (0:0)

Ein Kopfballtreffer von Sebastian Jung nach einer Viertelstunde nach einem Freistoß von Tim Schöppner bescherte der Turnerschaft den Dreier. „Endlich hat er mal einen gemacht. Gegen Hanau hatte er noch Pech im Abschluss“, meinte Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann. Die Gastgeber spielten in der ersten halben Stunde deutlich überlegen, dann steigerte sich der Aufsteiger.

„Nach der Pause ist Frankfurt spielerisch deutlich stärker geworden, war dann die bessere Mannschaft“, erklärte Neumann. Der Ball lief zwar viel um den Strafraum der Hausherren herum und die „Speuzer“ kamen zu einer Reihe von Standards, richtig gefährlich wurde es aber nicht.

TS Ober-Roden: Gkogkos; Wolf, Jung, Henkel, M. Barak, Heese, Kozlu, Schaub, Schöppner, Gotta (63. Veisoglu), Kalzu (85. Sitter)

Tor: 1:0 Jung (15.)

Viktoria Urberach - 1. FC 06 Erlensee 1:0 (0:0)

Urberach hatte sich gut auf das hohe Niveau der Gäste eingestellt. In der ersten Hälfte waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Nach dem Wechsel hatte der Ex-Urberacher Tom Niegisch die Großchance zum 0:1, scheiterte aber per Kopfball aus fünf Metern am glänzend reagierenden Navin Schürmann im Viktoria-Tor (50.).

Besser machten es die Hausherren, Mateusz Malkiewiscz erzielte nach Doppelpass mit André Schneider das 1:0 (68.). Erlensee hatte in den letzten 20 Minuten zwar mehr vom Spiel, kam aber zu keiner nennenswerten Torchance. „Ich war seh angetan vom Teamspirit der Mannschaft“, lobte Viktoria-Trainer Lars Schmidt. (leo/fs)

Viktoria Urberach: Schürmann; Schneider, M. Yildirim (73. S. Yildirim), Piarulli, Purcell, Serra, Alempic, Malkiewicz (90.+1 Keoseoglu), Di Maria (84. Bufi), Czerwinski, Schnitzer

Tor: 1:0 Malkiewicz (68.)

Quelle: op-online.de

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