HHV bestätigt seine Regeln für Auf- und Abstieg

Offenbach – Die schnelle Entscheidung des Hessischen Handball-Verbandes (HHV), neben dem Saisonabbruch in Folge der Coronavirus-Pandemie gleich mit festzulegen, dass die Tabellen zum Stand 13.

März zur Ermittlung der Auf- und Absteiger herangezogen werden, hat für einiges Aufsehen und auch Verärgerung gesorgt. Diese Entscheidung hat das HHV-Präsidium – auch nach intensiven Beratungen verschiedener Alternativen mit den Bezirksspielwarten - nun noch einmal bestätigt.

„Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Variante nach den uns bisher vorliegenden Prognosen über den Verlauf der Pandemie als die sinnvollste und gerechteste erscheint“, erklärte der hessische Verbandspräsident Gunter Eckart in einer Stellungnahme auf der Internetseite des Verbandes.

Damit bleibt es dabei, dass beispielsweise die Männer von Kickers Offenbach und die Frauen der HSG Dietzenbach aus der Landesliga absteigen sollen und die Männer der HSG Preagberg aus der Bezirksoberliga. Andererseits dürfen die Frauen der TSG Bürgel den Aufstieg in die Oberliga bejubeln sowie die Frauen der SG Egelsbach und die Männer der HSG Langen in die Landesliga aufsteigen.

In diesem Zusammenhang äußerte Verbandspräsident Eckart zwar Verständnis darüber, dass sich einige Mannschaft durch diese Regelung benachteiligt fühlen, beklagte aber auch „vereinzelte - zum Teil auch beleidigende - Kritik einzelner Vereine und Personen, die vor allem ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund stellen und in keiner Weise Solidarität mit ihren Mitmenschen erkennen lassen“ und ergänzte: „Ein solches Verhalten stößt bei uns im Präsidium,und ich glaube auch bei den meisten Mitgliedern unseres Verbandes, auf großen Widerstand.“

Abzuwarten bleibt nun allerdings, ob Vereine auf zivilrechtlichem Weg diese nach wie vor umstrittene HHV-Regelgung zum Auf- und Abstieg anfechten werden.

Die Auf- und Abstiegsregelungen an der Schnittstelle Oberliga/3. Liga, für die der Deutsche Handball-Bund zuständig ist, müssen noch gesondert getroffen werden.

Neben der Bestätigung der Auf- und Abstiegsregelung hat das HHV-Präsidium bekannt gegeben, dass es davon ausgeht, dass vor den Sommerferien kein Spielbetrieb mehr stattfindet. Als Folge wurden „sämtliche Aktivitäten bis 30. Juni ausgesetzt.“ Neben Schulungen und Sitzungen wurde damit auch die gesamte Jugendqualifikation für die nächste Saison auf Hessenebene, die normalerweise alljährlich im Frühjahr gespielt wird, abgesagt. Regelungen für die Klasseneinteilung der Jugendligen für die nächste Saison sollen jetzt vom Arbeitskreis Jugend in Zusammenarbeit mit dem HHV erarbeitet werden.

Eine verbindliche Aussage zur Größe aller Spielklassen oder zur Zuordnung einzelner Vereine/Mannschaften zu bestimmten Spielklassen kann derzeit noch nicht getroffen werden. Hierzu müssen erst sämtliche Mannschaftsmeldungen für die kommende Saison vorliegen.  mos

Quelle: op-online.de

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