Kinder- und Jugendfußball

„Blicken mit Sorge auf Infektionszahlen“

Ob beziehungsweise wann für Kinder und Jugendliche wieder Punktspiele stattfinden können, ist derzeit noch ungewiss. Die Saison soll jedenfalls nur fortgesetzt werden, wenn alle wieder Fußball spielen dürfen, nicht bloß wie aktuell lediglich die Kinder unter 14 Jahren.
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Ob beziehungsweise wann für Kinder und Jugendliche wieder Punktspiele stattfinden können, ist derzeit noch ungewiss. Die Saison soll jedenfalls nur fortgesetzt werden, wenn alle wieder Fußball spielen dürfen, nicht bloß wie aktuell lediglich die Kinder unter 14 Jahren.

Offenbach – Seit etwas mehr als einer Woche ist das Fußballtraining für Kinder unter 14 Jahren wieder erlaubt. Angesichts wieder steigender Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie stehen diese Lockerungen jedoch auf tönernen Füßen. Über die aktuelle Lage, die Pläne zur Fortsetzung des Spielbetriebs und ihre Sorgen sowie Probleme spricht Kreisjugendwartin Vanessa Körper im Interview.

Frau Körper, wie ist das Trainingscomeback im Fußball für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren aus Ihrer Sicht angelaufen?

Prinzipiell ganz gut. Es sind alle sehr froh, wieder auf die Plätze zu dürfen. Aber wir blicken natürlich auch mit Sorge auf die leider ja wieder steigenden Infektionszahlen.

Was sind derzeit Ihre Sorgen und Probleme?

Meine größte Sorge ist natürlich, dass sich Kinder oder ihre Angehörigen beim Fußball anstecken könnten. Die Gesundheit steht über allem. Und dann natürlich, dass durch die lange Pause doch eine beträchtliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen den Spaß am Fußball verloren haben könnte.

Gibt es Alarmsignale aus den Vereinen?

Bislang noch nicht wirklich. Wir wollen am Donnerstag in einer Jugendleitersitzung das Stimmungsbild aus den Vereinen einholen. Bislang aber hat noch niemand bei mir eine ganze Altersklasse abgemeldet, weil er zum Beispiel kein D-Jugendteam mehr zusammenbekommt.

Vanessa Körper, Kreisjugendwartin.

Im September wurden auf Kreisebene überwiegend drei Spieltage und die Vorrunden im Kreispokal gespielt, seitdem ruht der Ball. Wie sehen die Pläne zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs aus?

Wir wollen schon noch versuchen, zumindest die Punktrunden fortzusetzen. Die Kreispokalwettbewerbe stehen erst einmal hinten dran.

Ist der Abschluss der Runden vorstellbar?

Wenn wir unsere Punktrunden bis zum Saisonende Ende Juni fertig bekommen wollen, müssten wir spätestens Mitte April den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Dafür müssten spätestens ab 28. März alle Mannschaften wieder trainieren dürfen. Wir werden das auch nur machen, wenn dann alle Kinder und Jugendlichen wieder einsteigen dürfen, nicht nur wie aktuell erlaubt alle Kinder unter 14 Jahren. Der Hessische Fußball-Verband insgesamt will auch eine übergreifende Lösung für Männer, Frauen und die Jugend.

Aktuell steigt die Zahl der Virusinfektionen bundesweit wieder. In Stadt und Kreis Offenbach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz schon wieder über 100 Fällen pro 100 000 Einwohnern, die als Grenzwert für die Lockerungen gilt. Es könnte also auch schnell wieder vorbei sein mit dem Fußballspielen, oder?

Ja, leider. Entscheidend ist aber die hessenweite Inzidenz. Und die liegt ja aktuell noch unter 100. Wenn sie aber länger als drei Tage über 100 liegt, werden die Lockerungen wohl wieder zurückgenommen. Dann wäre auch das gemeinsame Sporttreiben für Kinder wieder verboten.

Wie sehen die Planungen für die nächste Saison aus?

Im Moment dominieren natürlich die Planungen für die aktuelle Runde. Grundsätzlich aber ist der Rahmenterminplan noch unverändert: Der August ist für die Saisonvorbereitung vorgesehen, im September sollen die Punktrunden beginnen. In welchem Modus, ob wir beispielsweise eine Qualifikation spielen oder nicht, ist aber noch vollkommen offen.

Das Interview führte Stefan Moritz

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