Bonsack übernimmt in Langen

Offenbach - Der Rückblick auf die Saison in der Frauenhandball-Landesliga Süd dürfte einigen Teams aus der Region Freude bereiten, für andere durchwachsen bis hin zu schmerzhaft sein: Die HSG Langen und der TSV Klein-Auheim gehören zu den Gewinnern der vergangenen Saison. Von Cora Werwitzke

Durchwachsen lief es bei der SU Mühlheim, der TG Hainhausen und der FSG Dieburg/Groß-Zimmern, während beim BSC Urberach und der HSG Nieder-Roden teilweise nichts zusammenlief - beide steigen ab. Neu in der Landesliga sind die Aufsteiger SG Egelsbach, HSG Maintal und TV Kirchzell oder FSG Wallstadt sowie Oberliga-Absteiger FSG Crumstadt/Goddelau.

SU Mühlheim

Das Minimalziel Klassenerhalt erreichte die Sport-Union und beendete die erste Landesliga-Saison nach dem Aufstieg auf einem akzeptablen siebten Platz. „Vor allem in der zweiten Saisonhälfte hatten wir durch Verletzungspech und Schwangerschaften mit schwierigen Begleitumständen zu kämpfen“, begründet SU-Betreuer Alexander Preiß die durchwachsene Rückrunde. Für die kommende Saison setzt das Trainergespann um Holger Kiehl, Thorsten Jöckel und Preiß ihre Arbeit fort. Große Umbrüche stehen auch im Kader nicht an, allerdings will sich die SUM nach Möglichkeit noch personell verstärken.

HSG Langen

Mit dem vierten Platz schoss die HSG weit über das vor der Saison gesetzte Ziel „Klassenerhalt“ hinaus. Trainer Carsten Gutzeit verabschiedet sich mit diesem unerhofften Erfolg nach vier Jahren von der Mannschaft: „In Langen begann meine Trainerlaufbahn vor 26 Jahren, und hier endet sie auch. Die letzten vier Jahre waren die schönsten, die ich als Trainer erlebt habe, ab jetzt möchte ich meiner Familie mehr Zeit widmen.“ Die Planungen für die neue Saison laufen derweil auf Hochtouren: Für Gutzeit übernimmt Hermann Bonsack die Verantwortung, der bis Februar beim Ligakonkurrenten TG Hainhausen engagiert war.

TG Hainhausen

Die TG Hainhausen verfehlte ihre als Saisonziel ausgegebene Vorjahresplatzierung und landete statt auf dem 4. nur auf dem 8. Platz. Ein Trainerwechsel – Stefan Böttcher kam für Hermann Bonsack - sollte im Februar Schwung für den Rest der Saison bringen. „Bedenkt man das schwere Restprogramm, das wir vor uns hatten, ist es uns gelungen, noch den ein oder anderen unerwarteten Punkt zu holen“, resümiert Böttcher und will auf dieser Leistung aufbauen: „Für nächste Saison müssen wir unbedingt am Spielstil feilen und mehr über die zweite und dritte Welle kommen.“ Drei junge Spielerinnen hätten sich bereits als Verstärkungen für die kommende Saison angesagt.

TSV Klein-Auheim

Oben mitzuspielen - das ist dem TSV weitgehend gelungen, wenn auch der fünfte Platz in dieser Saison nicht ganz mit der Vorjahresplatzierung (3.) mithalten kann. Trainerin Silvia Löhr wird auch in der kommenden Saison weiter mit Auheim zusammenarbeiten und setzt auf Kontinuität: „Alles bleibt beim Alten, größere Umbrüche sind nicht abzusehen.“

BSC Urberach

Der BSC verpasste das ausgegebene Ziel, sich in der Landesliga zu etablieren und muss statt dessen in der kommenden Saison wieder in der Bezirksoberliga antreten. Trainerin Hanne Koch begleitet die Mannschaft, die sich voraussichtlich verändern wird. „Fünf Spielerinnen haben ihren Rücktritt bekannt gegeben. Die Spielerdecke wird also wahrscheinlich etwas dünner“, berichtet BSC-Betreuerin Simone Geist. Langfristig wolle man versuchen, die eigene Jugend zu integrieren, die momentan aufgebaut werde.

FSG Dieburg/Groß-Zimmern

Dieburg ist das Glückskind der Liga - im letzten Spiel sicherte sich die FSG den schon verloren geglaubten Klassenerhalt und erreichte somit glücklich das vor der Saison ausgegebene Minimalziel. Dabei verlief die Saison für die Frauenspielgemeinschaft alles andere als glatt. Im Januar trennte sich der Verein von Reinhold Müller, und Co-Trainer Robert Heinkel übernahm vorübergehend die Verantwortung. Ende Februar wurde schließlich Gerhard Heberer verpflichtet, der die Mannschaft auch in der kommenden Saison trainiert.

HSG Nieder-Roden

Die HSG blickt auf eine verkorkste Saison zurück, die mit einem unglücklichen Abstieg endete. In den Bereich der Top-Fünf, wie vor der Saison angestrebt, kam die HSG nicht ein einziges Mal während der gesamten Spielzeit. „Es lief nicht gut, vor allem in der Hinrunde haben wir zu viele Punkte leichtfertig abgegeben. Durch weitere dumme Punktverluste in der Rückrunde, wie gegen Weiterstadt, gerieten wir unnötig in den Abstiegsstrudel“, resümiert HSG-Betreuer Wolfgang May. Von Henryk Luberecki, der das Team im zweiten Jahr betreute, trennte sich die HSG bereits nach einigen Spieltagen und arbeitete die restliche Saison mit Interimstrainerin Ellen Löffler weiter. Für die kommende Saison in der Bezirksoberliga wird ein alter Bekannter auf die Bank zurückkehren: Unter Frank Kaiser stieg Nieder-Roden bereits zweimal in die Landesliga auf. Zuletzt trainierte Kaiser im Damenbereich bei der TSG Bürgel und bei der FTG Frankfurt. Der Mannschaftskader wird aller Voraussicht nach nicht eins zu eins der selbe bleiben: „Ein paar Veränderungen wird es geben“, kündigt Wolfgang May an.

Quelle: op-online.de

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