Harz verhindert Hanauer Treffer, Verdienter Punktgewinn

Christoffels Wurf bleibt im Torwinkel kleben

Hanau - „Jetzt haben wir zum zweiten Mal einen Punkt geholt, mit dem keiner gerechnet hatte“, freute sich Patrick Beer, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Hanau, nach dem 25:25 (12:12) gegen den Tabellenzweiten MSG Groß-Bieberau/Modau.

Hanaus Marc Strohl nimmt Maß und erzielt einen seiner beiden Treffer gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau. Das Derby endete leistungsgerecht mit einem 25:25-Unentschieden.

Zunächst das 28:28 in Leipzig, nun das Unentschieden gegen die Falken aus dem Odenwald. „Und der Punkt war hochverdient, die Mannschaft hat super gekämpft“, lobte Beer. Einer der entscheidenden Spieler auf Seiten der Grimmstädter war Sebastian Siegmund, der beim Stand von 21:22 drei Treffer hintereinander erzielte und die Hausherren sogar kurzzeitig auf einen Sieg hoffen ließ, ehe Groß-Bieberau/Modau das Spiel mit einem 3:0-Lauf nochmals wendete. Der überragende Tilman Werner sicherte der HSG Hanau schließlich mit dem 25:25 den wichtigen Zähler, der die Situation des Aufsteigers im Kampf um den Klassenerhalt weiter verbesserte. „Sebastian Siegmund hatte zuletzt eine schwächere Phase, kam jetzt zurück und es hat funktioniert. Er wurde eine Viertelstunde vor Spielende eingewechselt und hat einen extrem guten Job gemacht“, zeigte sich Beer zufrieden.

Hanau hatte zuvor einen Traumstart erwischt und nach 18 Minuten mit 9:5 geführt. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten uns auf einen guten Torhüter und eine gute Abwehr verlassen“, sagte Beer. Dann aber kämpften sich die Gäste mit ihrem Tempospiel wieder heran und glichen bis zur Pause aus. Doch Hanau schwanden nach dem Wechsel nicht etwa die Kräfte, die Gastgeber blieben dran, Groß-Bieberau/Modau konnte sich nicht entscheidend absetzen. Und im Endspurt legten die Hanauer sogar nach, wendeten kurzzeitig nochmals das Blatt. „Sicher kann man sagen, wenn wir in der oder der Situation treffen, gewinnen wir das Spiel sogar. Aber wenn mir jemand vor dem Spiel gesagt hätte, wir holen einen Punkt, hätte ich sofort eingeschlagen“, freute sich Beer auch über den einen Zähler.

Für eine echte Kuriosität sorgte in der zweiten Hälfte Hanaus Rechtsaußen Björn Christoffel, dessen Wurf von der rechten Seite genau im Tordreieck landete – und vor lauter Harz dort kleben blieb. Der Ball war somit nicht komplett im Tor, Groß-Bieberaus Torwart schnappte sich den Ball aus dem Dreieck und setzte das Spiel fort. „So etwas habe ich überhaupt noch nicht erlebt“, staunte Patrick Beer.

Spielfilm: 3:1 (6.), 6:3 (12.), 9:5 (18.), 11:9 (26.), 11:12 (28.), 12:12 - 15:16 (39.), 19:20 (46.), 21:22 (51.), 24:22 (55.), 24:25 (59.), 25:25

Zeitstrafen: 2:6 - 7m: 5/8 - 3/5

HSG Hanau: Adanir, Schermuly; Ritter (2/2), Strohl (2), Eisenhuth, Werner (4), Appel (1), Siegmund (5/3), Bergold (2), Brüggemann (1), Pillmann (6), Geist (1), Christoffel, Ruppert (1) leo

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Scheiber

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