Ehemalige Profis gemeinsam in zwei Vereinen

Cimen und Fink harmonieren in wechselnden Positionen

„Die Konstellation ist außergewöhnlich, aufgrund unserer langen Freundschaft aber kein Problem. Wir unterstützen uns, profitieren von ihr.“  

Hanau – Das versicherte Daniyel Cimen mit Blick auf seinen Trauzeugen Michael Fink, seinen Trainerjob beim FC Gießen und seinen Einsatz als Spieler bei Hanau 93.

Am Samstag hatte der 34-jährige Rodgauer das 12:0 seiner Gießener, Meister der Fußball-Hessenliga, gegen Türk Gücü Friedberg, bewundert. Der 37-jährige Fink, wie Cimen einst Profi bei Eintracht Frankfurt, führte Regie im Mittelfeld. Am Sonntag spielte Cimen im Derby der Verbandsliga Süd gegen den SC 1960 in der Abwehr der 93er. Fink, seit der Vorwoche Trainer bei den 93ern, freute sich nach dem 1:1 über den Einzug in die Aufstiegsrunde zur Hessenliga.

In der muss Fink auf Spieler Cimen, der maximal einmal pro Woche bei den 93ern trainiert, verzichten. Wegen eines Familienurlaubs. Auch am Sonntag fehlt Cimen den 93ern. „Mein Knie zwickt, die Sportfreunde Frankfurt kicken auf Kunstrasen, das ist nichts für mich.“ Cimen will aber im Halbfinale des Kreispokals am 23. Mai, Gegner ist erneut der SC 1960, unter Trainer Fink auflaufen. Vielleicht auch noch in einem möglichen Finale und im letzten Punktspiel gegen Wald-Michelbach. Fink spielt in dieser Saison noch zweimal in der Hessenliga unter Trainer Cimen.

Und dann? Ob Fink weiter für Gießen aufläuft und Trainer in Hanau bleibt, ist offen. Cimen wird Gießen auch in der Regionalliga trainieren, aber aufgrund der höheren Anforderungen nicht weiter für die 93er spielen. Er wechselt wohl zum Dieburger A-Ligisten Spvgg. Groß-Umstadt, für den sein jüngerer Bruder Markus antritt. „Wir haben noch nie in einem Team zusammengespielt. Es ist immer gut, wenn man eine vertraute Person dabei hat“, sagt Cimen – und schließt Fink in diese Aussage mit ein.

VON HOLGER APPEL

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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