Conner macht doch weiter

Groß-Zimmerns Trainer lässt seinen Verein nicht im Stich

Groß-Zimmern - Johnny Conner wird am heutigen Donnerstag im Heimspiel des FSV Groß-Zimmern gegen den FV Eppertshausen auf der Zimmerner Trainerbank sitzen.

Der 48-Jährige hatte nach den Vorfällen am Sonntag im abgebrochenen Auswärtsspiel des FSV in der Fußball-Kreisliga A Dieburg bei der SG Mosbach/Radheim offen gelassen, ob er Trainer in Groß-Zimmern bleibt. Nach Gesprächen mit Vorstand und Spielern am Dienstagabend entschied sich Conner zum Weitermachen. „Das war der schlimmste Vorfall, den ich bislang in meiner Fußballerzeit erlebt habe“, denkt Conner sehr ungern an den Sonntag zurück. Die Partie bei Mosbach/Radheim war in der 80. Minute beim Stande von 1:1 abgebrochen worden, da ein Groß-Zimmerner Spieler im Anschluss an eine Gelb-Rote Karte gegen ihn völlig ausrastete und zwei Gegenspieler schlug und trat. Da habe er schon schlucken müssen und seine eigene Zukunft als Trainer seines Heimatvereins in Frage gestellt, so Conner.

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Letztlich hat sich Conner, der viele Jahre auch für Germania Ober-Roden spielte und Ende der Achtzigerjahre bei Darmstadt 98 in der zweiten Mannschaft aktiv war und beim Zweitligateam unter Trainer Klaus Schlappner mittrainieren durfte, nun doch dazu entschieden, Trainer in Groß-Zimmern zu bleiben. Ein wichtiger Punkt waren die Gespräche mit dem Vorstand und den Spielern. Trainiert wurde am Dienstag nicht, dafür saß man zusammen und ließ die Geschehnisse vom Sonntag Revue passieren. Der betroffene Spieler wurde vom Verein suspendiert. „Hoffentlich kriegt er auch noch eine lange Sperre“, sagt Johnny Conner. Das Spiel wird sicher am grünen Tisch für Mosbach/Radheim gewertet, dem FSV drohen weitere Strafen. „Ein Rücktritt wäre in so einer Situation ein schlechtes Zeichen an Verein und Mannschaft gewesen. Außerdem hat sich nur ein Spieler daneben benommen, nicht die ganze Mannschaft“, so Conner, der noch mit 42 Jahren in der ersten Mannschaft spielte, im Verein schon Vorstandsmitglied, Jugendleiter und Sportlicher Leiter war. Zumal man derzeit mit acht Punkten aus sieben Spielen als Tabellenelfter etwas den Erwartungen hinterher läuft. Conner will nach dem Ärger der letzten Tage das Sportliche wieder in den Vordergrund rücken. „Wir haben in den nächsten Spielen mit Eppertshausen, Ueberau und Groß-Umstadt drei dicke Brocken. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht hinten rein rutschen.“ (ey)

Quelle: op-online.de

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