DJK siegt dank guter Abwehr und etwas Glück mit 2:0 gegen Hassia II

Derby-Sieg veredelt Feier

Etwas Theatralik darf schon sein: DJK-Spieler Max Sutterlüti fällt hier vor Hassias Thomas Brunner auf die Knie.
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Etwas Theatralik darf schon sein: DJK-Spieler Max Sutterlüti fällt hier vor Hassias Thomas Brunner auf die Knie.

Dieburg (jd) ‐ Die Stullen auf der „Akademischen Feier“ zum 90-jährigen Bestehen des SV DJK Viktoria Dieburg waren kaum gereicht, da schwärmte ein Gutteil der geladenen Gäste auch schon gen Rasenplatz nebenan.

Die ersten Minuten hätte allerdings keiner der Zuschauer etwas versäumt beim B-Liga-Derby zwischen dem SV DJK Viktoria und dem SC Hassia, denn erst nach einer Viertelstunde nahm die Partie Fahrt auf. Mit Maximilian Hombachs 1:0 in der 19. Spielminute legte Grün-Weiß den Grundstein zum Sieg über Blau-Weiß – in einem mäßigen, aber dennoch interessanten Spiel. Mit dem 2:0-Erfolg nähert sich die DJK zudem wieder den Spitzenplätzen, weil vor ihr stehende Teams – FSV Münster, 1. FC Niedernhausen - Federn ließen.

Erneut war die sichere Defensive Garant für den Dreier der Hausherren, die laut Spielplan eigentlich bei der Hassia hätten antreten müssen, wegen ihrer Feier aber das Heimrecht erhielten und stattdessen in der Rückrunde am Wolfgangshäuschen antreten. In der ersten Halbzeit ließ die DJK keine einzige echte Chance der Hassia zu, die nach guten zehn Minuten zu Beginn keine Linie fand. Hinten brannte zweimal etwas an: Hombach stach bei seinem 1:0 in der Mitte durch, den Treffer zum 2:0 besorgte Helmuth Orschler per Kopfball (45.). Der landete zunächst am Pfosten, trudelte dann auf der Linie weiter und überschritt sie schließlich. Markus Mann schoss den Ball zwar noch ins Netz, hinter dem Tor stehende Zuschauer hatten das Runde jedoch schon vorher im Eckigen gesehen. Die Führung zur Pause ging in Ordnung, weil Mann mit Schuss und Freistoß zweimal nur knapp am Hassia-Gehäuse vorbei landete.

Erst der zweite Abschnitt hatte dann Derby-Charakter. Nun dominierte die Hassia, Thomas Brunner köpfte knapp drüber (49.). Hitzig wurde es, als Hombach seinen Gegenspieler Bernhard Berz an der Seitenlinie beim Kampf um den Ball mit den Kickschuhen im Gesicht traf – außer einer Schramme an der Nase trug Berz, der weiterspielte, aber keine Verletzung davon (54.). Hombach sah für seinen – wohl kaum absichtlichen, aber riskanten - „Einsatz“ Gelb-Rot vom Schiedsrichter, der noch so manche weitere Karte ziehen sollte. Zwar ging es nun noch engagierter zur Sache, ohne dass das Spiel aber ausgeartet wäre. Die letzten 40 Minuten spielten sich nur noch vor dem Tor der DJK ab, Brunner (55.), Tayfun Durmus (76.) und Berz (82. und 89.) ließen beste Chancen aus. Dazwischen ereiferten sich die DJK-Anhänger unter den 160 Zuschauern zu Recht, als der Unparteiische Lars Rosengren das 3:0 klaute: Im Mittelfeld war Hassia Marten Kalmbach zu Fall gekommen, blieb verletzt am Boden liegen. Die DJK spielte weiter, weil sie sich mitten im Konter befand und auch keine allzu schwere Verletzung des Ex-DJKlers Kalmbach vorzuliegen schien. Einen Pass nahm Rosengren an der Mittellinie auf, lief allein aufs Tor zu – und wurde durch den Pfiff des Manns in Schwarz in letzter Sekunde gebremst. Unnötig, in dieser Szene abzupfeifen.

Nach Schlusspfiff blieb das indes ebenso egal wie die Gelb-Rote Karte für Hassia-Akteur Durmus in der Nachspielzeit. Die DJK, bei der vor allem Steffen Enders überzeugte, veredelte damit ihre „Akademische Feier“ mit einem sportlichen Erfolg – und feierte den Derby-Sieg teils auch unakademisch.

Die Aufstellung des SV DJK Viktoria: Christian Hüttenberger – Max Sutterlüti, Steffen Enders, Tim Beilstein – Helmuth Orschler, Stanislav Schreider, Daniel Hansen, Sebastian Memminger, Sascha Vischer - Markus Mann, Max Hombach (Lars Rosengren, André Wilz, Martin Schwibs)

Die Aufstellung des SC Hassia II: Michael Schulz – Christian Kiefer, Bernhard Berz, Matthias Friedrich, Marten Kalmbach – Marcel Kampka, Gustav Mockenhaupt, Thomas Brunner, Sabi Saoudi, Tayfun Durmus – Lukas Freudl (Marcel Simao, Matthias Enders, Daniel Huchstedt).

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