Nach 7:1 beim SVG Steinheim auch in Oberndorf Favorit

Sportfreunde Seligenstadt „das Überteam“ der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost

Sie lassen ihre Gegner ins Leere laufen. Julian Purcell (rechts) und die Sportfreunde Seligenstadt haben sich mit dem 7:1-Sieg in Steinheim (rechts Kahraman Damar) an der Tabellenspitze festgesetzt.
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Sie lassen ihre Gegner ins Leere laufen. Julian Purcell (rechts) und die Sportfreunde Seligenstadt haben sich mit dem 7:1-Sieg in Steinheim (rechts Kahraman Damar) an der Tabellenspitze festgesetzt.

In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost geht es Schlag auf Schlag. Für die perfekt gestarteten Seligenstädter steht beim VfB Oberndorf die nächste schwere Aufgabe an. Aufsteiger VfB Offenbach möchte gegen Bad Orb den zweiten Heimsieg in Folge feiern.

VfB Oberndorf - SF Seligenstadt (Sonntag, 15.30 Uhr). Die Sportfreunde setzten mit dem 7:1-Sieg beim SVG Steinheim ein fettes Ausrufezeichen. Trainer Lars Schmidt will das Ergebnis aber nicht überbewerten. „Die Ergebnisse zeigen doch, dass die Liga derzeit ein Stück weit verrückt spielt. Viele Mannschaften scheinen noch nicht so stabil zu sein.“ Für sein Team scheint das nicht zu gelten und so fahren die „Roten“ auch als Favorit zum VfB Oberndorf. VfB-Trainer Reinhold Jessl nahm die Seligenstädter beim Auftakt persönlich unter die Lupe. „Für mich sind die Sportfreunde ähnlich wie vergangene Runde Pars Neu-Isenburg das Überteam der Liga“, meinte der ehemalige Bundesligaprofi von Eintracht Frankfurt. Bei den Sportfreunden fällt Kevin Knecht weiter aus, Stürmer Philipp Traut ist angeschlagen.

Viktoria Nidda - SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15.30 Uhr). Alle drei Spiele des Aufsteigers Viktoria Nidda sind coronabedingt ausgefallen. „Ich weiß gar nicht, wie ich meine Jungs noch motivieren soll“, klagt Viktoria-Trainer Ferdi Özcan. SGR-Coach Tevfik Kilinc muss sein Team nach der 1:3-Niederlage in Bruchköbel wieder aufrichten. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, doch wir müssen noch konzentrierter auftreten“, so Kilinc, dem Fabian Curth (Urlaub) fehlen wird.

FC Gelnhausen - SVG Steinheim (Sonntag, 15.30 Uhr). Das Spiel in Gelnhausen findet statt, der Corona-Verdachtsfalls, der die Partie des GFC gegen Marköbel unter der Woche aushebelte, hat sich nicht bestätigt. Der SVG Steinheim wird auf Wiedergutmachung für die 1:7-Heimniederlage gegen Seligenstadt aus sein. „In Gelnhausen muss gewonnen werden“, lässt SVG-Vorsitzender Bernd Hartmann keine Zweifel an der Zielsetzung aufkommen.

SG Nieder-Roden - Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15.30 Uhr). Michael Surano war nach der 4:6-Heimniederlage gegen den FC Hanau 93 II angefressen: „Wir müssen gegen Klein-Krotzenburg das gutmachen, was wir in den beiden zurückliegenden Spielen verbockt haben“, erklärt der neue Trainer der SGN. Die wacklige Defensive gilt es zu stabilisieren, mit den Offensivleistungen ist Surano zufrieden. Speziell Nebojscha Nikolov und Janis Wagner sind gut drauf. Das war Klein-Krotzenburg bei Germania Dörnigheim am Mittwoch auch. Nach 1:0-Pausenführung ging der Fil-Elf aber in Hälfte zwei etwas die Puste aus.

1. FC Langen - FC Bayern Alzenau II (Sonntag, 15.30 Uhr). Drei Spiele, drei Niederlagen. „Erst wird Zeit, dass wir punkten“, sagt FCL-Sportchef Pedram Navidi beim Blick auf die Tabelle. „Wir müssen gegen eine junge, spielstarke Mannschaft hart arbeiten und uns so das Spielglück erzwingen“, gibt Navidi die Marschrichtung vor. Luca Schmidt und Daniel Kirnig sind angeschlagen, bei Max Werner sieht es wegen einer Oberschenkelverletzung mit einem Einsatz auch eher schlecht aus.

VfB Offenbach - FSV Bad Orb (Sonntag, 15.30 Uhr). Die Offenbacher machten mit dem 2:0 gegen den 1. FC Langen den ersten Gruppenligasieg der Vereinsgeschichte perfekt. Die Treffer von Imran Gulzar (20.) und Virgil Mihai (66.) sorgten bei den Heim-Fans unter den 120 Zuschauern am Bierbrauerweg für große Erleichterung. „Hinten raus war es ein hochverdienter Dreier“, berichtete VfB-Vorsitzender Andreas Griesenbruch und lobte in erster Linie die kämpferische Leistung seines Teams, das in der zweiten Hälfte den größeren Willen zeigte. Jetzt verspürten die Verantwortlichen Lust auf mehr. „Bad Orb wird nach dem Derbysieg in Oberndorf heiß sein, doch auch wir können mit breiter Brust auftreten“, betont Griesenbruch: „Wir sind jetzt im Flow, das wollen wir ausnutzen.“

SG Bruchköbel - Kickers Obertshausen (Sonntag, 16 Uhr). Die Tatsache, dass die Kickers gegen Türk Gücü Hanau einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg umdrehen konnten, spricht klar für die Moral der Mannschaft. Trainer Marcel Dindorf warnt jetzt vor dem kommenden Gegner SG Bruchköbel. „Sie haben in der Offensive große Qualität und praktizieren ein gutes Umschaltspiel.“ Schlechte Nachricht gibt es von Neuzugang Christian Fischer. Der erfahrene Stürmer wird wegen eines Muskelbündelrisses wohl die gesamte Hinrunde ausfallen.

FC Hanau 93 II - Sportfreunde Oberau (Sonntag, 13.15 Uhr). Dem jungen Team des FC Hanau 93 kommt nach den beiden Auswärtssiegen in Bad Orb und Nieder-Roden mit zehn Treffern die Heimpremiere gegen die Oberauer gerade recht. „Ich bin positiv überrascht, wie gut meine unerfahrenen Spieler das machen“, sagt HFC-Trainer Burim Gashi. Kenan Ferguson, der beim 6:4-Sieg in Nieder-Roden zweimal traf, ist angeschlagen, sein Einsatz noch fraglich. Zudem muss die Hessenligareserve weiter auf Kapitän Harwant Singh verzichten.

FCA Gedern - Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15.30 Uhr). Bislang ist Türk Gücü Hanau noch nicht in Tritt gekommen. Wenn die Hanauer ihre Blicke nach oben richten wollen, sollte im dritten Saisonspiel der erste Sieg eingefahren werden. Die Aufgabe bei Aufsteiger FC Alemannia Gedern wird jedoch kein Selbstläufer. Der Büdinger Kreisvertreter hat trotz der jüngsten 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern Alzenau II bereits sechs Punkte auf seinem Konto. TG-Trainer Tim Müller kündigt Veränderungen in der Startelf an. Müller muss aber ohnehin auf Spieler verzichten. Ahmet Dilki (private Gründe), Avdulla Dragoshi, Müller selbst (verletzt), Turgay Dikmen, Cedric Liuzzo (Urlaub) stehen nicht zur Verfügung. Tom Spiegel, Murat Selcuk und Kerem Yüksel könnten dagegen das Team wieder verstärken, auch bei Madi Barnett hat Müller noch Hoffnung, dass es für einen Einsatz reichen wird.   fs

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