Diesmal stimmt nicht nur das Ergebnis

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André Wilz (in Grün) konnte nach längerer Verletzungspause wieder für die zweite Mannschaft der DJK auflaufen. Das 1:4 bei der Spvgg. Groß-Umstadt II verhinderte er aber nicht.

Dieburg (jd) ‐ Das Wort „sensationell“ verwendet DJK-Sprecher Adi Besic sicherlich nicht wie ein Verschwender.

In Besics Beschreibung des ersten Tors der Grün-Weißen am vergangenen Samstag tauchte es aber auf: Mit 2:0 gewann der SV DJK Viktoria da bei der TS Ober-Roden II, und vor allem der erste Treffer begeisterte. Auch ansonsten gab es fast nur Licht auf DJK-Seite, während die Turnerschaft und der Schiedsrichter die Partie lieber schnell vergessen hätten. Die TS blieb ohne Punkt und Tor, kassierte zweimal Rot. Der Schiedsrichter musste wegen der beiden Platzverweise zwei Sonderberichte anfertigen und sich die Finger wund schreiben. Die zweite rote Karte gab es sogar erst nach dem Schlusspfiff – doch eins nach dem anderen.

Zunächst wurde nämlich Fußball gespielt, auch wenn sich das affektierte Auftreten des Unparteiischen früh andeutete und mit ihm eine spätere Kartenflut wegen Meckerns und Desgleichen. Nach zehn mäßigen Minuten fand die DJK ins Spiel und beherrschte die Ober-Röder. Vor allem auch, weil die Abwehr aufs Neue sicher stand – mit erst fünf Gegentreffern stellt die Defensive der Dieburger die beste der Liga dar. Garant dafür, dass die Viktoria nun wieder in einer guten Verfolgerposition hinter den Aufstiegsplätzen rangiert, war auch der erste Treffer: Marian Starosta markierte ihn nach toller Vorarbeit von Sascha Vischer (39. Spielminute).

„Der Schiedsrichter war der Witz des Tages“

Nach der verdienten Pausenführung machten die Grün-Weißen im zweiten Abschnitt offensiv weiter: Stürmer Christoph Hofmann traf mit seinem ersten Saisontor zum 2:0 (52.) – den Eckball hatte Vischer hereingegeben und sich so seinen zweiten Scorer-Punkt gesichert. Dann wurde die TS stärker, baute Druck auf und drängte auf das Anschlusstor. Dies ging auch so weiter, als Ober-Roden nur noch zu zehnt spielte – zuvor war nämlich der Mann in Schwarz in Erscheinung getreten. „Der Schiedsrichter war der Witz des Tages“, meinte Besic, obwohl Dieburg alles in allem von seinen Entscheidungen profitierte. Vor allem, weil sich die Gäste cleverer verhielten als ihre Gegner: „Wir haben früh gemerkt, dass bei ihm die Karten locker sitzen und uns nicht zu sehr auf Diskussionen eingelassen“, so Besic. Die Turnerschaft machte diesen Fehler aber, wegen Meckerns sah ihr Torwart nach 70 Minuten Rot. „Da war die Partie wegen dem ganzen Hin und Her mehrere Minuten lang unterbrochen“, fasste der DJK-Sprecher zusammen und monierte, der Unparteiische habe sich „wie der König auf dem Platz“ aufgeführt.

Der „König“ zeigte einem Akteur der Gastgeber auch nach dem Abpfiff noch die Rote Karte, was regelgerecht und Folge der – nicht immer unberechtigten - Uneinsichtigkeit der TS war. Die DJK hatte sich da schon aus dem Trubel verabschiedet – mit drei Punkten in der Sporttasche.

Die Aufstellung des SV DJK Viktoria: Matthias Enders - Tim Beilstein, Sebastian Memminger, Steffen Enders, Michael Franz – Marian Starosta, Max Sutterlüti, Markus Mann, Sascha Vischer – Max Hombach, Christoph Hofmann (Frank Beilstein, Stanislav Schreider, Daniel Hansen).

Die zweite Mannschaft verlor am Sonntag mit 1:4 bei D-Liga-Spitzenreiter Spvgg. Groß-Umstadt II. Zur Pause (Stand 0:2) musste Torhüter Matthias Enders, der am Samstag schon bei der ersten Mannschaft gespielt hatte, verletzungsbedingt raus. Für ihn stellte sich Trainer Martin Knapp zwischen die Pfosten. Das Tor erzielte Sebastian Albert.

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