Isenburger Innenverteidiger erzielt gleich drei Freistoßtreffer 

Andreas Jarzina: Einst Torhüter, jetzt Torjäger

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Andreas Jarzina vom FC Neu-Isenburg. 

Neu-Isenburg - Die Mauer baut sich auf, tippelt auf den Zehenspitzen Zentimeter um Zentimeter nach vorn und macht sich möglichst breit, um das Gegentor zu verhindern. Ohne Erfolg... Von Daniel Schmitt 

Andreas Jarzina vom Fußball-A-Ligisten FC Neu-Isenburg erzielte am Sonntag gleich drei direkte Freistoßtore beim 5:1 gegen Susgo Offenthal. „Ich habe erst zwei Anläufe gebraucht, danach aber drei Versuche nacheinander versenkt“, sagt der 29-Jährige. Es war der erste Dreierpack in Jarzinas Fußballer-Laufbahn – aus einem einfachen Grund: Bis vor gut einem Jahr war er noch Torhüter.

Jarzina stammt aus der Jugend der TSG Neu-Isenburg und machte dort seine ersten Erfahrungen bei den Senioren, ehe es ihn zur SKG Sprendlingen zog. Mit dem Dreieicher Klub stieg er bis in die Verbandsliga auf und war dort Stammkraft zwischen den Pfosten. Später kamen in Jarzinas Fußballer-Vita für den aus der SKG entstandenen SC Hessen Dreieich noch einige Begegnungen in der Hessenliga dazu. „Irgendwann wurden mir die vielen Trainingseinheiten aber einfach zu viel, sie waren mit der Arbeit nicht mehr zu verbinden“, erklärt der Schichtleiter einer Neu-Isenburger Firma seine Abkehr vom höherklassigen Amateurfußball. „Ganz aufhören konnte ich aber einfach nicht“, meint Jarzina.

So schloss er sich vor rund einem Jahr dem FC Neu-Isenburg an. Der junge Verein, der erst 2012 gegründet wurde, kickte da noch in der B-Klasse. Jarzina kannte einige der Spieler, so dass der Wechsel ideal passte. Im Sommer folgte der Aufstieg in die A-Liga. „Um mich fit zu halten, wollte ich eigentlich im Feld bei der zweiten Mannschaft ein bisschen mitspielen“, schildert Jarzina, „dann hat unser Trainer aber mitbekommen, dass ich ja schon einmal höherklassig aktiv war und mich zur ersten Mannschaft dazugenommen.“

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Dort spielt der großgewachsene 29-Jährige als Innenverteidiger – und darf die Freistöße schießen, die nicht mit Gefühl über die Mauer gezirkelt, sondern vor allem mit viel Wucht in Richtung des Tores gebracht werden sollen. „Ich habe eine ordentlichen Bums“, scherzt Jarzina. Dies bekamen die Gäste von Susgo Offenthal gleich dreimal zu spüren.

Quelle: op-online.de

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