Hanauer Erinc erwartet „Charakterspiel“ bei Germania Ober-Roden

TS Ober-Roden nach 3:1 bei Rot Weiß an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd

Denis Talijan (links), Zugang des SV Pars Neu-Isenburg vom SC Hessen Dreieich, im Kreispokalspiel gegen die Spvgg. 03 Neu-Isenburg.
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Der Mann für die besonderen Tore beim SV Pars Neu-Isenburg: Denis Talijan (links), Zugang vom SC Hessen Dreieich, köpfte den Siegtreffer gegen Großkrotzenburg und traf gegen Bornheim aus mehr als 60 Metern. F oto: hartenfelser

Mit dem 3:1-Sieg der TS Ober-Roden bei Rot-Weiss Frankfurt endete gestern Abend der dritte Spieltag der Fußball-Verbandsliga Süd. Am Sonntag fahren die Ober-Rodener als neuer Spitzenreiter zum Dieburger Kreisderby beim noch sieglosen Aufsteiger SV Münster. Germania Ober-Roden erwartet zum dritten Heimspiel hintereinander den SC 1960 Hanau – und will den dritten Sieg in Serie einfahren.

Rot-Weiss Frankfurt - TS Ober-Roden 1:3 (1:1). Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die durch einen von Patrick Gürser verwandelten Strafstoß in Führung gingen. Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Sevket Yildirim nach einem Eckball den wichtigen Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel hatten die Frankfurter leichte Vorteile, ehe erneut Yildirim mit einem Flachschuss zum 2:1 erfolgreich war. Manuel Profumo machte nach drei Gelben Karten für die TSO im Endspurt in der Nachspielzeit nach einem Konter alles klar.

TSO: Schwaar; Lettki, Strauss, Henkel, S. Yildirim, Zeise, Kozlu, D. Profumo (84. Penndorf), Firrantello (70. Gick), M. Profumo, Waas (46. Schultheis)

Tore: 1:0 Gürser (19./FE), 1:1, 1:2 Yildirim (45., 66.), 1:3 M. Profumo (90.+6)

Germania Ober-Roden - SC 1960 Hanau (So., 15.30 Uhr). „Spielerisch hat Hanau eine große Qualität“, sagt Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker – daran ändert auch der große Personalumbruch im Sommer nichts. Nach zwei Heimsiegen hintereinander und vielen herausgespielten Torchancen „sind wir aber in einem Fahrwasser, in dem wir mit großem Selbstbewusstsein an diese Aufgabe herangehen und erneut gewinnen wollen.“

Die Hanauer waren unter der Woche spielfrei, die Partie in Wald-Michelbach wurde auf Anfang Oktober verlegt. Somit gehen die Grimmstädter ausgeruht in die Begegnung an der Frankfurter Straße. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen RW Frankfurt erwartet Hanaus Trainer Savas Erinc ein „Charakterspiel“. Er sagt: „Ober-Roden hat einen guten Kader zusammengestellt. Die Germania ist vergangenes Jahr mit großer Solidarität im Kader gut aus der Krise herausgekommen. Die Spieler der Germania sind auf der emotionalen Ebene brutal stark.“ Ob Abdussamed Gürsoy rechtzeitig bis Sonntag fit wird, steht noch in den Sternen, Serhan Karabas (Zerrung) ist ebenfalls angeschlagen. Ausfallen wird weiterhin der privat verhinderte Neuzugang Emre Kaya.

SV Pars Neu-Isenburg - Eintracht Wald-Michelbach (So., 15.30 Uhr). Mit zwei Siegen zum Rundenstart sind die Neu-Isenburger die Mannschaft der Stunde, zumal der Aufsteiger in zwei Partien schon sieben Treffer erzielte. „Mit Wald-Michelbach treffen wir auf eine sehr erfahrene Verbandsliga-Mannschaft“, sagt Pars-Spielertrainer Dejan Alempic, „wenn wir so spielen und Gas geben wie zuletzt, gewinnen wir auch dieses Spiel.“ Dabei ruhen große Hoffnungen wieder auf dem ehemaligen Dreieicher Denis Talijan, den Mann für die besonderen Tore. Beim 2:1-Sieg in Großkrotzenburg köpfte er kurz vor Spielende den 2:1-Siegtreffer, beim 5:2 gegen die SG Bornheim/GW war er mit einem Schuss aus über 60 Metern Entfernung erfolgreich. Auch Sturmkollege Maziar Namavizadeh trug sich bereits zweimal in die Torschützenliste ein.

FFV Sportfreunde Frankfurt - JSK Rodgau (So., 15.30 Uhr). „Die Speuzer sind immer unangenehm zu spielen“, sagt Jügesheims Sportlicher Leiter Andreas Humbert, „wenn die einen Lauf haben, können sie jeden Gegner schlagen.“ Mit einem Sieg und zwei Unentschieden sind die Rodgauer allerdings noch ungeschlagen. Ob Trainer Maik Rudolf und Innenverteidiger Kai Köhler nach ihrer Corona-Quarantäne wieder dabei sind, entscheidet sich ebenso erst kurzfristig wie der Einsatz des unter der Woche krankheitsbedingt pausierenden Chakib Nejeoui Flores.

SV der Bosnier Frankfurt - Spvgg. 03 Neu-Isenburg (So., 15.30 Uhr). „Fußballerisch sind diese Mannschaften immer sehr stark“, sagt Neu-Isenburgs Trainer Nick Janovsky über die Klubs aus der Balkanregion. „Gerade wenn es bei denen läuft, wird es sehr schwer, aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand.“ Auch wenn sich die Personalsorgen der 03er unter der Woche deutlich verschlechtert haben. So fallen die drei Gelb-Rot-Sünder Ante Boksic, Jannik Persch und Ahmed Diack am Sonntag aus. „Wir werden dennoch elf Mann auf dem Platz haben, die in der Lage sind, die Bosnier zu schlagen“, blickt Janovsky voraus. Dass in der vergangenen Saison abgeschlagene Schlusslicht aus Frankfurt zeigt sich in dieser Saison bisher deutlich verbessert, verbuchte in drei Partien bisher sechs Punkte und liegt auf dem dritten Tabellenplatz.

SV Münster - TS Ober-Roden (So., 16 Uhr). „Wir waren in den bisherigen drei Partien nicht die schlechtere Mannschaft, sondern haben gut mitgespielt“, sagt Münsters Sprecher Dieter Huther, „aber wir haben jetzt schon zum zweiten Mal bitteres Lehrgeld bezahlt.“ Sowohl beim 1:2 in Neu-Isenburg als auch beim 2:3 unter der Woche gegen den SV der Bosnier kassierte der Aufsteiger kurz vor Spielende den entscheidenden Gegentreffer. „Das waren Unkonzentriertheiten, die werden in dieser Liga sofort bestraft“, meinte Huther. Und so weist Münster erst einen Zähler auf der Habenseite auf, hofft aber gegen die junge Mannschaft der Turnerschaft auf den ersten Saisonsieg. Dagegen kommen die Ober-Rodener nach sieben Punkten aus drei Partien als Tabellenführer und mit breiter Brust nach Münster und wollen ihre Erfolgsserie weiter ausbauen.  leo

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