HANAU 93 Spielertrainer fordert Kunstrasenplatz und Flutlicht / Vier Spieler verlängern

Ex-Profi Fink bleibt unter Vorbehalt

Weiter geht‘s mit Hanau 93: Spielertrainer Michael Fink (hier links im Duell mit Tino Lagator vom SC Hessen Dreieich) verlängerte seinen Vertrag beim Fußball-Hessenligisten um ein Jahr. Foto: scheiber

Hanau – Michael Fink bleibt auch in der kommenden Saison Spielertrainer des Fußball-Hessenligisten FC Hanau 93. Gestern Vormittag entschied sich der Ex-Profi endgültig für den Verbleib beim HFC. VON FRANK SCHNEIDER

„Ich hatte auch zwei Anfragen aus der Regionalliga, habe mich dann aber aus Verbundenheit zum Verein für den FC Hanau 93 entschieden“, erklärte der 38-Jährige.

Nach guten Gesprächen mit dem Sportlichen Leiter Alexander Hagikian und dem demnächst aus seinem Amt scheidenden Fußball-Abteilungsleiter Giovanni Fallacara knüpfte Fink die Aussicht auf eine längerfristige Tätigkeit an der Kastanienallee aber an eine klare Bedingung: „Verbessert sich die Infrastruktur der Sportanlage des Vereins nicht, wird die kommende Saison definitiv meine letzte beim FC Hanau 93 sein“, betonte Fink.

Co-Trainer bleibt in der wohl im September beginnenden Spielzeit 2020/21 weiter Ioannis Takidis. Auch die Kaderplanung schreitet bei den Hanauern weiter voran. Nach der Verpflichtung von Offensivspieler Semih Sentürk (FC Bayern Alzenau) stattete der Hessenligist auch die bisherigen Stammkräfte Tolga Ünal, Tarik Sejdovic und Dennis Gogol mit frischen Drei-Jahres-Verträgen aus. Mit Stürmer Feta Suljic verlängerte der HFC um zwei Jahre.

Michael Fink und Hanau 93 - diese Kombination passt. Der ehemalige Bundesligaspieler von Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach, der in seiner Glanzzeit als Profi mit dem türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul sogar in der Champions League spielte, übernahm in der Endphase der Saison 2018/19 bei den Hanauern das Traineramt. Obwohl sportlich in der Aufstiegsrunde gescheitert, durfte der älteste Fußballverein Hessens dank des Hessenliga-Rückzugs des FSC Lohfelden doch noch aufsteigen.

Trotz einiger schwächerer Spiele etablierte sich der HFC als zweitbester von sechs Aufsteigern in der neuen Liga und stand zum Zeitpunkt der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Unterbrechung nicht auf einem Abstiegsplatz. Immerhin 26 Punkte sammelte Fink bis Mitte März mit seinem Team, einer davon wurde indes wieder abgezogen, da die Hanauer als einziger Hessenligist das Schiedsrichtersoll nicht erfüllten. In die Restrunde startete der HFC mit Niederlagen bei Türk Gücü Friedberg und dem KSV Baunatal. „Natürlich haben wir jetzt ein wenig Glück gehabt, dass wir wegen Corona nicht mehr spielen müssen. Durch den bevorstehenden Saisonabbruch haben wir die Gewissheit, auch in der kommenden Saison in der Hessenliga dabei zu sein“, erklärt Giovanni Fallacara.

In den kommenden Tagen sollen bei den 93ern weitere Personalien festgezurrt werden. Dass das Team ein verändertes Gesicht bekommen wird, steht für den Italiener fest. Im Fokus stehen vor allem junge Spieler - bevorzugt mit Wurzeln in der Region Hanau. Die Erfahrung von Fink soll helfen, diese jungen Akteure weiterzuentwickeln, so wie das zuletzt mit dem erst 23 Jahre alten defensiven Mittelfeldspieler Tolga Ünal gelungen ist. Ünal stieg zum Führungsspieler auf und ist aus dem defensiven Mittelfeld nicht wegzudenken.

„Wir haben die Corona-Zeit genutzt, um Dinge voranzutreiben“, sieht Spielertrainer Fink den Hessenligisten in Sachen Saisonplanung auf einem guten Weg. „Auch wenn es zu Wochenbeginn nach unseren guten Gesprächen eine Formsache schien, war uns bewusst, dass wir das Rennen um Michael hätten verlieren können“, meint Fallacara und ist froh, dass es nicht so kam. Nach eigener Aussage lagen dem Ex-Profi von zwei Regionalligisten sowohl eine Anfrage als Co-Spielertrainer als auch ein Angebot als reiner Trainer vor. In Hanau kann Fink beides: Weiter Fußball spielen und dazu Cheftrainer sein. „Ich fühle mich noch fit, doch natürlich sehe ich mich zukünftig als Trainer“, meint Fink, der demnächst die Trainer-A-Lizenz erarbeiten will. Dass er im Winter nur dreimal die Woche in Steinheim trainieren konnte, wurmte den Spielertrainer. Fink hofft, dass es gelingt, die Sportanlage an der Kastanienallee hessenligatauglich zu machen. Die Umwandlung des Nebenplatzes in einen Kunstrasenplatz und die Errichtung einer Flutlichtanlage sieht er als absolut notwendig an, wünschenswert wäre auch eine kleine Tribüne mit Sitzgelegenheiten. Fink: „Es könnte ja eine mobile Tribüne sein. Wir sollten als Hessenligist unseren Zuschauern auch beim Drumherum etwas bieten.“

Quelle: op-online.de

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