Ex-Spieler schießen Kickers II ab

+
Auch mit akrobatischem Einsatz konnte Noyan Öz von Kickers Offenbach II (links) Andreas Gross und Viktoria Urberach nicht stoppen.

Offenbach ‐ Mit einem überzeugenden 5:1 (2:1)-Sieg bei der zweiten Mannschaft von Kickers Offenbach betrieb Viktoria Urberach in der Fußball-Hessenliga zumindest ein wenig Wiedergutmachung für die Pokalblamage unter der Woche gegen den TSV Höchst. Von Patrick Leonhardt

Die Urberacher kletterten damit als Siebter bis auf einen Punkt an die Offenbacher heran, die im siebten Heimspiel bereits die vierte Niederlage hinnahmen und auf eigenem Platz 19 ihrer 24 Gegentreffer kassierten.

„Das war allerdings das erste Spiel, in dem wir richtig eingegangen sind“, meinte Kickers-Trainer Jürgen Baier. Sein Gegenüber Thomas Epp sagte: „Fußball ist die unerklärlichste Sache der Welt. Heute haben wir alles richtig gemacht.“ Kurios: Alle Urberacher Treffer wurden von Spielern erzielt, die auch schon einmal das OFC-Trikot getragen haben.

Max Grammel erzielt nur drei Minuten später den Ausgleich

Den besseren Start vor nur 60 Zuschauern hatten allerdings die Kickers, die in der siebten Minute durch Zahit Findik und nur 120 Sekunden später durch Markus Hayer zweimal freistehend an Viktoria-Schlussmann Lazar Kacarevic scheiterten. Die Offenbacher kombinierten gefällig, das erste Tor schossen aber mit ihrer ersten Chance nach 18 Minuten die Gäste, als Yüksel Ekiz aus 16 Metern mit einem Flachschuss erfolgreich war. Nach einem feinen Spielzug und einer Flanke von Hayer erzielte Max Grammel aber nur drei Minuten später den Ausgleich. In der 33. Minute kamen die Urberacher zu ihrer zweiten Chance - und zu ihrem zweiten Treffer. Horst Russ legte vor, Domenico Di Rosa, der dieses Mal nicht auf der Außenbahn agierte, sondern in das Sturmzentrum rückte, vollendete - 1:2. In der 37. Minute vergaben die Kickers nochmals eine gute Chance, nach einem Fehlpass von Mittelfeldspieler Marco Betz wehrte Kacarevic einen 20-Meter-Schuss von Grammel reflexartig zur Ecke ab.

Die Vorentscheidung fiel vier Minuten nach dem Seitenwechsel. Kickers-Schlussmann Tobias Wolf hielt einen Freistoß von Tobias Grundler nicht fest, ließ in durch die Arme ins Tor rutschen - 1:3. Nur vier Minuten später erhöhte Mario Gotta nach feiner Kombination sogar auf 4:1 für die Rödermarker. „Damit war das Spiel gelaufen“, erkannte Jürgen Baier.

„So sollte unser Spiel immer laufen“

Offenbach bemühte sich um eine Resultatsverbesserung, Kacarevic erwies sich aber als sicherer Rückhalt der Urberacher. Die Viktoria vergab bei ihren Kontern noch einige gute Möglichkeiten, lediglich Grundler brachte den Ball noch einmal im Offenbacher Tor unter (59.), als er nach einem Konter den Ball überlegt flach einschob.

„So sollte unser Spiel immer laufen, Yüksel Ekiz war überragend“, erklärte Epp. Dagegen enttäuschte bei den Kickers Profi Joel Damahou, der an zwei Gegentoren beteiligt war und nach 68 Minuten zurecht ausgewechselt wurde. Überhaupt leistete sich die Kickers-Defensive viele Fehler. „Hayer hätte zum Mann des Tages werden können“, sagte Baier. Doch der Stürmer hatte im Abschluss und mit seinen Vorlagen kein Glück. „Über die zweite Hälfte brauchen wir nicht mehr reden, da hat nichts gepasst, da haben wir einfach schwach gespielt.“ Das schnelle dritte Gegentor „hat uns aus dem Konzept gebracht“, stellte der Offenbacher Trainer fest.

Kickers Offenbach II: Wolf - Henrich, Saletnik, Damahou (68. Hörst), Cincotta - Sternheimer - Tusha, Grammel (68. Öz) - Fiorentino (68. Ljubic), Hayer, Findik

Viktoria Urberach: Kacarevic - Talijan, Rhein, Wolf, Gross - Betz - Gotta, Ekiz (81. Selmanaj), Grundler - Di Rosa (76. M. Dillmann), Russ

Tore: 0:1 Ekiz (18.), 1:1 Grammel (21.), 1:2 Di Rosa (33.), 1:3 Grundler (49.), 1:4 Gotta (53.), 1:5 Grundler (59.) - Schiedsrichter: Klein (Marburg) - Zuschauer:60

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare