DHB-POKAL: Hanau wirft Zweitligisten raus und scheitert dann an Erlangen

Fans sorgen für Gänsehaut

Hanau feiert: Mit 23:21 warfen die Grimmstädter den Zweitligisten TV Hüttenberg im „Final-First“-Turnier aus dem Rennen. Im Endspiel war dann Bundesligist HC Erlangen eine Nummer zu groß. Foto: Scheiber

Hanau – „Das war Gänsehaut pur. Wir liegen mit 14 Toren zurück, da stehen die Zuschauer zwei Minuten vor Spielende auf und feiern uns, als hätten wir gerade die Champions League gewonnen“, schwärmte Oliver Schulz, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Hanau.

Zwar verloren die Grimmstädter das „Final-First“-Finale gegen den Erstligisten HC Erlangen mit 14:28 (7:13), dennoch zog Schulz ein sehr positives Fazit „für die Mannschaft und den Verein“.

Bereits am Samstag hatten die Hanauer den favorisierten Zweitligisten TV Hüttenberg mit 23:21 (10:10) überraschend, aber verdient, aus dem Rennen geworfen. Hüttenberg führte mit 10:7, doch mit einem 5:0-Lauf wendete Hanau das Blatt. Maximilian Bergold sorgte mit dem 23:20 eine Minute vor Spielende für die Vorentscheidung. „Hüttenberg hat sich ein bisschen von uns den Schneid abkaufen lassen. Die Stimmung in der Halle war sensationell und hat das Spiel kippen lassen“, erklärte Schulz nach seinem ersten Pflichtspiel als Trainer der Hanauer. Die HSG zog damit ebenso in das Finale ein, wie Erlangen mit dem Offenbacher Nico Büdel. Die Mittelfranken gewannen gegen den Zweitliga-Aufsteiger ThSV Eisenbach sicher mit 30:23 (19:12).

Im Endspiel durften die Hanauer in den ersten Minuten sogar von einer Sensation träumen, führen mit 1:0 und nach neun Minuten mit 3:2. Dann aber kam die „Büffelherde“ (Schulz) ins Rollen. „Die Hälfte unserer Gegentore resultierte aus erweiterten Gegenstößen aus einer sehr stabilen Abwehr heraus“, sagte Schulz, der mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch mehr als zufrieden war. Zumal der Hanauer Trainer auch den „jungen Hüpfern“ die Gelegenheit gab, sich einmal mit den Jungs aus der 1. Liga zu messen. Jugendspieler Jonas Schneider und der gerade aus der Jugend in den Seniorenbereich gewechselte Henrik Graichen trugen sich gegen Erlangen sogar jeweils einmal in die Torschützenliste ein. „In der einen oder anderen Situation hätte ich mir ein bisschen mehr Cleverness erhofft, dennoch bin ich sehr zufrieden. Gerade der Samstag war einfach überragend“, sagte Schulz, der mit seinen Mannen am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, der Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar, in die Punktrunde der 3. Liga Mitte startet.

HSG Hanau (gegen Erlangen): Schermuly, Tomm; Ritter (2), Woiwod (1), Hemmer (1), Gerst, Wernig (3/2), Strohl (2), Schwalbe (1), Bergold (1),k Brüggemann, Pillmann, Lorenz (1), Graichen (1), Malik, Schneider (1)

HSG Hanau (gegen Hüttenberg): Schermuly, Tomm; Ritter (2), Woiwod, Hemmer, Gerst, Wernig (3/3), Strohl (3), Schwalbe (1), Bergold (2), Brüggemann (2), Pillmann (1), Lorenz (1), Graichen (n.e.), Malik (6/1), Schneider (n.e.)  leo

Quelle: op-online.de

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