VERBANDSLIGA 0:5 im Topspiel beim SV Unter-Flockenbach / JSK Rodgau nach 4:0 wieder Dritter

Germania Ober-Roden in 120 Sekunden geschlagen

Kopfballduell: Mihail Cociu vom SV Pars Neu-Isenburg (links) versucht, sich gegen Kai Köhler vom JSK Rodgau durchzusetzen.
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Kopfballduell: Mihail Cociu vom SV Pars Neu-Isenburg (links) versucht, sich gegen Kai Köhler vom JSK Rodgau durchzusetzen.

Mit einem am Ende deutlichen 5:0-Sieg im Spitzenspiel gegen Germania Ober-Roden baute der SV Unter-Flockenbach seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd auf sechs Punkte aus. Gut erholt von den beiden jüngsten Niederlagen zeigte sich der JSK Rodgau, der mit einem 4:0-Sieg im Offenbacher Kreisderby gegen den SV Pars Neu-Isenburg wieder auf den dritten Platz kletterte und dabei vom 3:3 des SC 1960 Hanau gegen die SG VfR/Dersim Rüsselsheim profitierte.

Der SV Münster wartet nach dem 2:2 bei Schlusslicht VfB Ginsheim II weiter auf den ersten Auswärtssieg. Im Kampf um den Klassenerhalt bejubelte Germania Großkrotzenburg mit dem 3:0 gegen den SV der Bosnier den zweiten Saisonsieg und zog die Frankfurter ganz tief in den Abstiegssumpf mit hinein. Dort findet sich auch die TS Ober-Roden nach dem 1:2 gegen die Spvgg. 05 Oberrad wieder.

SV Unter-Flockenbach - Germania Ober-Roden 5:0 (1:0). „Das war unser bisher stärkster Gegner. In der ersten Hälfte war das ein Superspiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Hier hast du aber nur eine Chance, wenn du selbst Tore schießt“, meinte Germania-Trainer Fabian Bäcker. Doch Ober-Roden nutzte in der ersten Hälfte seine guten Möglichkeiten nicht und geriet nach einer halben Stunde in Rückstand. In der zweiten Hälfte erhöhte der Spitzenreiter binnen 120 Sekunden auf 3:0. „Wir sind ein höheres Risiko gegangen, da waren Konter vorprogrammiert. Und die nutzt Unter-Flockenbach dann mit seiner Qualität. Trotz der Niederlage bin ich mit der Leistung nicht unzufrieden“, erklärte der Germania-Trainer.

Germania Ober-Roden: Weinreich; Geyer, Bromberger (73. Lehnert), Schulte, Özgün (59. Bäcker), Firat, J. Kantz (78. J. Czerwinski), P. Czerwinski, Dapp, Christophori-Como, Falk

Tore: 1:0 Arikan (31.), 2:0, 3:0, 4:0 Graidia (48., 52., 60.), 5:0 Eigentor Bäcker (84.)

JSK Rodgau - SV Pars Neu-Isenburg 4:0 (1:0). Jügesheim präsentierte sich wieder als Mannschaft und gab Vollgas, agierte dennoch zu Beginn etwas verhalten. „Wir haben aber in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler gemacht. Der Gegner war nicht gut und wir haben uns dem angepasst“, sagte JSK-Trainer Klaus Dörner, der dennoch einen hochverdienten Sieg seiner Mannschaft sah. Stark war das 1:0 durch Petrit Hulaj wenige Sekunden vor der Pause nach einem Konter über drei Stationen. Neu-Isenburg kam zu zwei guten Gelegenheiten, traf dabei einmal den Pfosten.

JSK Rodgau: Czaronek; Daniel Rosa Garcia, Alperstedt, Köhler, Kunth (77. Mensah), Kwon, Fakic (72. Cichutek), Schmidt, Konstantinidis, Durante (60. Balic), Hulaj

SV Pars: Ivkic; Nassif, Jourdan (68. Beyene), Idrissi, Sahinler (60. Kapoor), D. Alempic, Würtemberger, Affo, Salem, Cociu, Erdem (67. Acikel)

Tore: 1:0 Hulaj (45.), 2:0 Schmidt (57.), 3:0 Kwon (65.), 4:0 Fakic (70.)

SC 1960 Hanau - SG VfR/Dersim Rüsselsheim 3:3 (2:1). Vor rund 250 Zuschauern belohnte sich Hanau nicht für seine gute Leistung. Ihre beste Zeit im ersten Durchgang hatten die ersatzgeschwächten Hausherren in der Schlussphase, als auch die beiden Treffer gelangen, nachdem Ugur Aslan nach einer halben Stunde aus 22 Metern nur die Latten-Unterkante getroffen hatte. Der Anschlusstreffer der Rüsselsheimer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war eine kalte Dusche für die 60er, die sich nach der Pause plötzlich unter Druck gesetzt sahen. Rüsselsheim glich aus, doch die Hanauer übernahmen noch einmal die Initiative und gingen in Führung, konnten diese aber nicht behaupten.

SC 1960 Hanau: Ersöz; Mickley, Gültekin, Mahboob, Aslan, Aydin, Aygül, Parker, Dos Santos Ferreira (46. Albayrak), Keskin (28. Yüzen), Kodraliu

Tore: 1:0 Dos Santos Ferreira (38.), 2:0 Aslan (42./Foulelfmeter), 2:1 Bujnov (45.+2), 2:2 Yalin (60.), 3:2 Yüzen (72.), 3:3 Tastan (86.)

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - Eintracht Wald-Michelbach 1:1 (1:1). Wie die Mannschaft gekämpft und die Ausfälle kompensiert hat, „war sehr gut“, meinte Neu-Isenburgs Trainer Nick Janovsky. Die Spielvereinigung agierte etwas defensiver als üblich, mit Jannik Persch, Gabriel Fustero und Ante Boksic besetzten drei Spieler das Zentrum, Emre Kaya wich auf den linken Flügel aus. Der erste -– und einzige – Schuss der Wald-Michelbacher auf das Tor der 03er – ein abgefälschter 40-Meter-Freistoß – bescherte den Gästen die glückliche Führung. Die Hausherren hatten einige gute Offensivaktionen, es reichte aber nur zu einem Treffer. In der 39. Minute wehrte Eintracht-Schlussmann Tyron Darffour einen Schuss von Kaya noch ab, den Abpraller köpfte Boksic zum 1:1 ein. „Eigentlich mussten wir gewinnen“, stellte Janovsky fest.

Spvgg. 03: Saula; Bickel, Metzler, Jacobs, Ota, Schellhorn (82. Uchida), Persch, Fustero, Boksic (77. El Baghdadi), Kaya, Kreis (77. Buschmann)

Tore: 0:1 Klinger (29.), 1:1 Boksic (39.)

TS Ober-Roden - Spvgg. 05 Oberrad 1:2 (0:1). In der ersten Hälfte war Oberrad einen Tick stärker und ging nach 19 Minuten durch den ehemaligen Neu-Isenburger Henrik Nedwied in Führung, als die junge TSO-Mannschaft zu blauäugig verteidigte. Hart war für die Gastgeber die Rote Karte für Dennis Profumo wegen angeblichen Nachtretens. „Was wir dann in der zweiten Hälfte gespielt haben war eine Sensation. Wir haben Oberrad an die Wand gespielt“, erklärte TS-Trainer Bastian Neumann. Lohn war der verdiente Ausgleich durch Manuel Profumo auf Vorarbeit von Kewin Siwek in der 50. Minute. In der 70. Minute forderten die Hausherren nach einem Foul an Siwek vergebens einen Strafstoß, sechs Minuten später nutzten die 05er ihre einzige Torchance in der zweiten Hälfte durch Torjäger Kaan Köksal zum erneuten Führungstreffer, den die Spielvereinigung auch bis zum Schlusspfiff verteidigte. So umstritten der Platzverweis für Dennis Profumo auch war: „Wir müssen uns anders verhalten“, fordert Neumann mit Blick auf die bisherigen fünf Platzverweise.

TS Ober-Roden: Schwaar; Bleibdrey, Schierenberg (80. Roth), Gick, Andres, S. Yildirim (63. Henkel), Klingenmeier (63. Kriegsch), Schultheis, Siwek, M. Profumo, D. Profumo

Tore: 0:1 Nedwied (19.), 1:1 M. Profumo (50.), 1:2 Köksal (76.) - Rote Karte: D. Profumo (39./Ober-Roden, Nachtreten)

VfB Ginsheim II - SV Münster 2:2 (1:0). Zufrieden war Münsters Trainer Naser Selmanaj nach dem ersten Punkt in der Fremde (zuvor vier Niederlagen) nicht: „Wir haben in der ersten Hälfte eine Schlafmützigkeit an den Tag gelegt, die war ohnegleichen.“ Ab der 44. Minute spielten die Gäste in Überzahl, nachdem sich Ginsheims Tim Vietze binnen sechs Minuten seine zweite Gelbe Karte abgeholt hatte. Doch erst nach dem zweiten Gegentor (68.) wachten die Münsterer auf. Mit einem Doppelschlag glich der SVM zum 2:2 aus, Sekunden nach dem Ausgleich schoss Adrian Postall aus 16 Metern an den Innenpfosten. Ein Treffer von Postall in der Nachspielzeit wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt. „Das war sehr zäh, Ginsheim hat ab der 35. Minute begonnen, auf Zeit zu spielen. Wir müssen uns mit dem Remis abfinden“, sagte Selmanaj.

SV Münster: Kacarevic; Ries, Wolf, Anton Sahitolli, Sesto (55. Biskic), Yildirim, Hamed (72. D. Stork), Defigus, Butt, Arian Sahitolli, Postall

Tore: 1:0, 2:0 Kissel (16., 68.), 2:1 Arian Sahitolli (77.), 2:2 Biskic (79.) - Gelb-Rot: Vietze (Ginsheim, 44.), Trainer Melunovic (Ginsheim, 90.+6)

Germania Großkrotzenburg - SV der Bosnier 3:0 (0:0). „Das war über 90 Minuten unsere beste Saisonleistung“, freute sich Germania-Trainer Christos Tsifnas, „wir haben über 90 Minuten die Vorgaben umgesetzt. Nach torloser erster Hälfte steigerten sich die Gastgeber nach der Pause weiter, brachten nun Conner Storm besser ins Spiel. Einen Schuss des Stürmers wehrte ein Frankfurter Innenverteidiger in bester Torhütermanier in der 71. Minute mit der Hand ab und sah die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Volkan Sungun mit seinem siebten Saisontreffer sicher zum 1:0 für die Hausherren. „Mit der Führung im Rücken haben wir noch mehr an Sicherheit gewonnen und den Ball laufen lassen“, zeigte sich Tsifnas zufrieden.

Germania Großkrotzenburg: Sememy; Menge, Erinc, Ucar (63. Sen), Alessandro, Kqiku, Grammel (85. Kraut), Palacios Hernandez (68. Khederzadeh), Sungun, Storm, Ennin

Tore: 1:0 Sungun (72./HE), 2:0 Storm (77.), 3:0 Sen (90.) - Rote Karte: Hajdarovic (Bosnier, 71., Handspiel)  leo/geb

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