Frauke Lehmann führt Egelsbach zum Derbysieg

Nicole Müller, Nena Hergerth
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Zu selten setzten sich die Langenerinnen wie hier Nicole Müller (rechts) gegen die Egelsbacher Abwehr durch (hinten: Nena Hergerth). Der Aufsteiger setzte sich im Derby in Langen überraschend mit 25:24 durch.

Offenbach (hes) ‐ Am fünften Spieltag der Handball-Landesliga Süd der Frauen Sorgte Aufsteiger SG Egelsbach mit dem 25:24-Derbysieg bei der HSG Langen für einen Paukenschlag. Der TSV Klein-Auheim kam zu einem ungefährdeten Sieg gegen Tabellenschlusslicht SU Mühlheim und die TG Hainhausen blieb auswärts ebenso sieglos wie die FSG Dieburg/Groß-Zimmern.

HSG Langen - SG Egelsbach 24:25 (12:17)

Spielfilm

: 5:6, 8:10, 12:11, 12:17 - 16:21, 18:23 (45.), 20:23, 21:25, 24:25

Im Derby auswärts zwei Punkte zu holen, ist viel wert“, freute sich Egelsbachs Trainer Edis Hodzic. In einem kampfbetonten Spiel setzte sich seine Mannschaft knapp durch. „Frauke Lehmann hat sehr gut gehalten und uns so zum Sieg geführt“, erklärte er seine Torfrau zur Matchwinnerin. Bis zum 12:11 lief die Partie ausgeglichen, doch dann setzte sich die SGE mit 6:0 Toren in Folge in den letzten Minuten vor der Halbzeit auf 12:17 ab. Ein Vorsprung, der zwar schmolz, aber zum Sieg reichte.

Zeitstrafen: 4:6 

Rote Karte: Horn (Egelsbach, Schlag ins Gesicht bei Tempogegenstoß)

7m: 0/4 - 7/9

Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, war Langens Trainer Hermann Bonsack enttäuscht. Neben der starken gegnerischen Torfrau sah er zwölf Latten- und Pfostentreffer seiner Mannschaft. „Es hat einfach nicht sein sollen. Wir hatten nicht das Glück und somit ist Egelsbach der glückliche Derbysieger“, sagte Bonsack.

HSG Langen: Schupp (1.-15., 30.-60.), Elbert (15.-30.); Eichler (4), Werwitzke (4), Aitotoglou (3), Köster (3), Grießmann (3), Eckert (2), Kaiser (2), Müller (2), Wannemacher (1), Fouta, Schweinhardt, Vikari

SG Egelsbach: Lehmann, Seyffert; Schwing (8/6), Winkler (4), Rauth (3), Thiel (3), Herbert (3), Horn (2), Ascher (2), Lenz, Lenz, Wels, Müller, Hirsch, Hergerth

SG Bruchköbel - FSG Dieburg/Groß-Zimmern 25:16 (15:6)

Meine Mannschaft war in der ersten Hälfte im tiefsten Winterstart“, kommentierte FSG-Trainer Gerhard Heberer die desaströse erste Hälfte mit zwölf Ballverlusten und vier Schrittfehlern, „ich kam mir vor wie bei einer C-Jugend. Nach der Halbzeitansprache lief es dann zwar besser, aber da war das Spiel ja schon verloren.“

Spielfilm: 2:0, 3:2, 11:2, 15:6 - 15:9, 17:11, 19:11, 22:12, 22:14, 25:16

Zeitstrafen: 6:8 - 7m: 6/13 - 5/9

FSG Dieburg/Groß-Zimmern: Konscholki; Graubner (3), Wiedekind (3), Lamberty (3/2), Ostner (3/2), Ritter (1), Steinmetz (1), Keller (1), Schott (1/1), Würtenberger

TV Kirchzell - TG Hainhausen 26:21 (15:10)

TGH-Trainer Stefan Böttcher musste improvisieren. Aufgrund von Verletzungen bei der 20:24-Niederlage der Vorwoche in Groß-Zimmern musste er auf seinen kompletten Rückraum verzichten: „Unsere Außenspielerinnen haben im Rückraum gespielt.“ Die machten sich auf ungewohnter Position gar nicht schlecht, war das Spiel doch anfangs ausgeglichen. „Dann haben wir mehrere Tempogegenstöße gefangen und Kirchzell setzte sich mit fünf Toren ab“, so Böttcher. Diese Führung hielten die Gastgeberinnen bis zum Schlusspfiff. „Der Kader ist so stark angeschlagen, dass man da gar nicht viel erwarten kann. Aber wir haben, vor allem in der zweiten Halbzeit, gut gespielt“, war Böttcher trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Spielfilm: 5:5, 12:7, 12:9, 15:10 - 18:10, 19:13, 21:15, 23:17, 24:18, 26:21

Zeitstrafen: 3:3 - 7m: 4/6 - 3/4

TG Hainhausen: Proske, Neumann; Hartung (9/2), Kohlstedde (4), Ebert (3/1), Severin (3), Hofmann (2), Zilinski, Böttcher, Wolf, Lindner

TSV Klein-Auheim - SU Mühlheim 22:16 (13:7)

Nach zähem Beginn - der erste Treffer der Partie fiel erst nach fünf Minuten - nutzten die Auheimerinnen eine zehnminütige Schwächephase der Mühlheimerinnen eiskalt, um sich von 4:3 auf 10:4 abzusetzen. „Wir haben in 3-2-1-Deckung wieder stark verteidigt. In dieser Phase haben wir gut getroffen und so das Spiel früh für uns entschieden“, erklärte Klein-Auheims Trainerin Silvia Löhr, „immer, wenn Mühlheim rankam, haben wir nachgelegt.“ Lob hatte Löhr auch für Christine Wolz, die Torfrau der SU Mühlheim. Mit 13 Paraden verhinderte diese ein deutlicheres Ergebnis.

Spielfilm: 0:1 (5.), 1:1, 4:3 (10.), 8:3, 10:4 (20.), 13:7 - 13:8, 15:9, 15:11, 17:12, 19:14 (51.), 22:16

Zeitstrafen: 2:1 - 7m: 7/11 - 5/6

TSV Klein-Auheim: Vogel (1.-60.), Scholl (2 7m); Lache (6/4), Groh (6/3), Bauer (3), Ziemann (2), Hild (2), Reichl (1), Ricker (1), Grosser (1), Balkan

SU Mühlheim: Wolz, Zellmann; Eichhorn (4), Haus (4/3), Eich (3/1), Ebert (2), Muthig (1/1), Jahn (1), Walter (1), Zahn, Kummer, Schultheis, Winkler

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