Fußball-Gruppenliga:

JSK in bester Position

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Der Jügesheimer Mehmet Baris Bayraktaroglu bejubelt seinen Treffer im Hinspiel in Hanau. Der JSK kassierte in dieser Saison nur eine Niederlage - beim 1:4 in dieser Partie im November 2016 bei den 93ern. Die beiden Klubs kämpfen um den Aufstieg in die Verbandsliga.

Rodgau - Am Wochenende startet die Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost in die restliche Saison - und mit ihr der mutmaßliche Zweikampf um die Meisterschaft zwischen den bisher herausragenden und stabilen Spitzenteams JSK Rodgau und Hanau 93. Von Jens Dörr 

Die Jügesheimer haben in der Winterpause vier Leute hinzubekommen - und wollen trotz der wenigsten Gegentore defensiv noch besser werden. 14 Gegentreffer sind der Bestwert der Liga - zusammen mit den Hanauern. Der Jügesheimer Sport- und Kulturverein liegt momentan einen Punkt hinter den Grimm-Städtern, darf aber noch ein Spiel mehr bestreiten. „Eigentlich sind wir weiter in der besten Position“, sagt Trainer Andreas Humbert. Obwohl zumindest bei Punktegleichheit am Saisonende Hanau die Nase vorn haben dürfte: Das Hinspiel gewannen die 93er mit 4:1.

„Das wird eine harte Nummer. Unsere Mannschaft bekommt aber die Zeit, sich zu entwickeln, und hat keinen Druck, aufsteigen zu müssen“, sagt Humbert. Die wesentlich offensiver das Ziel Verbandsliga postulierenden Hanauer hingegen sehen Platz eins fast als ihre Pflicht an. „Wir nicht“, versichert Humbert. „Wir sehen uns bei Junioren wie Senioren als Ausbildungsverein.“ Die Verbandsliga würde man im Erfolgsfall annehmen, ein Verbleib in der Gruppenliga wäre aber kein Beinbruch für den aus TGM SV und TGS Jügesheim entstandenen, noch ganz jungen Verein.

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So seien auch die Zugänge des Winters in der Regel keine gezielt für den Aufstiegskampf verpflichteten Leute, wie Humbert erläutert. „Das sind alles Jungs, die uns zugelaufen sind. Sie waren bei uns im Training, und sie haben fußballerisch und menschlich zu uns gepasst.“ So etwa Defensivallrounder Muhammed Mejdovic (zuvor RW Frankfurt II), den Humbert auch als „Sicherheitsmaßnahme“ in den Kader holte, weil die TS Ober-Roden zeitweise an Leistungsträger Sebastian Jung Interesse gezeigt habe. Jung blieb dann doch, trotzdem macht die Mejdovic-Verpflichtung Sinn: In Thomas Lutz wird zumindest ab Sommer ein anderer Defensivmann im JSK-Gruppenliga-Kader aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stehen. Außer Mejdovic kamen im Winter noch Ehsan Abassi (ebenfalls RW Frankfurt II, Mittelfeld außen) und Nico Wojnarski (Kickers Oberts-hausen). Schon länger im JSK-Training, aber nun erst spielberechtigt ist Adil Laout. Luis Friedrichs hingegen wird künftig die Reserve in der Kreisoberliga verstärken.

Der JSK lebt im Gegensatz zu Hanau 93 zwar nicht von großen Namen, aber von großer Geschlossenheit und weist kaum Qualitätsverlust hinter der ersten Elf auf, die bei Humbert sowieso ständig aus anderen Gesichtern besteht. „Wir haben eine eingespielte Truppe“, sagt der Coach, will aber noch weitere taktische Fortschritte in der restlichen Runde erreichen: „Wir wollen noch etwas früher in Ballbesitz kommen, um den Weg zum gegnerischen Tor zu verkürzen.“ Bei Balleroberung weiter vorn würde zudem die eigene Abwehr noch mehr entlastet.

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Mit kleinen personellen Veränderungen, aber mit der Spielweise aus der Hinrunde (13 Siege in 18 Spielen und nur eine Niederlage; gegen Hanau), will der JSK Rodgau also sein Meisterstück machen. Trotz gefühlter „Pole Position“ ist Trainer Humbert spendabel: „Hanau 93 kann aber gern die Favoritenrolle übernehmen.“

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Quelle: op-online.de

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