Auszeichnung für Engagement der Kreisoberligisten

Flüchtlinge willkommen bei TSV Dudenhofen und TSV Heusenstamm

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Bei der dreitägigen Aktion „Refugees welcome“ eröffnete der TSV Dudenhofen mit dem Sportkreis Offenbach Flüchtlingen die Möglichkeit, unter Anleitung zu trainieren. Mit einem Turnier endete die Initiative. Der Kreisoberligist erhielt nun einen Scheck über 500 Euro aus dem Topf der DFB-Aktion „1:0 für ein Willkommen“.

Dreieich - Die Offenbacher Fußball-Kreisoberligisten TSV Dudenhofen und TSV Heusenstamm eint nicht nur der Klubname. Auch das Engagement für Flüchtlinge haben sich beide Vereine auf die Fahnen geschrieben. Dafür wurden sie nun bei der Restrundenbesprechung des Offenbacher Fußballkreises ausgezeichnet.

Kreisfußballwart Jörg Wagner übergab im „Haus des Lebenslangen Lernens“ im Campus Dreieich an die Vertreter beider Klubs zwei Schecks in Höhe von jeweils 500 Euro. Möglich wurde diese Auszeichnung durch die DFB-Aktion „1:0 für ein Willkommen“, die Flüchtlingsinitiativen bundesweit fördert. Wagner lobte in diesem Zusammenhang die „täglich gelebte Integration“ von Fußballern im Kreis. Die TSV Heusenstamm erhielt den Preis für die bemerkenswert hohe Zahl an integrierten Flüchtlingen. „Mittlerweile haben wir 25 Kinder in den Trainingsbetrieb integriert“, berichtete der Heusenstammer Abteilungsleiter Eugen Kern. Dazu kommen einige ältere Fußballbegeisterte aus Flüchtlingsunterkünften, die im Herrenbereich mittrainieren. „Wir sehen Integration als wichtigen Bestandteil unserer Vereinsarbeit“, meinte Kern.

Auch Dudenhofens Abteilungsleiter Stefan Kloos liegt dieses Thema am Herzen - und er freut sich über die Erfolge der Bemühungen. „Wir haben mittlerweile in der B-Jugend eine Reihe von Flüchtlingen integriert“, berichtet er. Als Co-Trainer fungiert ein syrischer Flüchtling in dieser Mannschaft. „Das ist für alle Beteiligten eine gute Sache“, sagt Kloos: „Er lernt die Sprache besser - und die Spieler lernen von ihm.“ Die Dudenhofener hatten den Preis der DFB-Aktion für ihr Engagement bei der Aktion „Refugees welcome“ vom 30. September bis 2. Oktober 2016 erhalten. Gemeinsam mit dem Schirmherren, dem Sportkreis Offenbach, hatten sie Flüchtlingen an zwei Tagen Trainingsmöglichkeiten eröffnet. Der Klub stellte dabei am ersten Tag Trainer zur Verfügung und kümmerte sich um Infrastruktur und Bewirtung. Am zweiten Tag hatte Jörg Wagner mit dem Kreisfußball-Ausschuss für Trainingsaufsichten gesorgt. Mit einem Turnier von Flüchtlingsteams hatte die „gelungene Aktion“ (Kloos) ihren Abschluss gefunden.

Ein weiteres Thema der Restrundenbesprechung waren die Neulingslehrgänge der Schiedsrichter, auf die Obmann Volker Geupel hinwies. „Die Schiedsrichter, die im März und April die Ausbildung machen, müssen in dieser Saison an keinen Pflichtsitzungen mehr teilnehmen, sondern nur noch ihre sechs Spiele pfeifen“, erklärte Geupel und sprach damit vor allem Vereine an, die mit der Erfüllung des Schiedsrichtersolls Probleme haben. Zudem stellte Geupel klar, dass nur in den C-Ligen Schiedsrichter aus dem Kreis Offenbach pfeifen. In höheren Klassen finde ein Austausch mit anderen Kreisen statt. Thomas Geis, Koordinator für Qualifizierung, stellte die Trainerausbildung vor. Im März wird bei Susgo Offenthal ein Lehrgang stattfinden, im August ein weiterer in Seligenstadt.

Eine Neuerung wird es in der kommenden Saison im Kreisfußballpokal geben. Automatisch werden alle Mannschaften gemeldet, die Auslosung wird bei der Hinrundenbesprechung vorgenommen. „Anschließend haben alle Teams die Möglichkeit, innerhalb von drei Tagen ihre Partie ohne Bestrafung abzusagen. Die jeweiligen Begegnungen werden dann mit 3:0 für den Gegner gewertet“, sagte Wagner. Jörg Wagner erläuterte aus aktuellem Anlass die Freikartenregelung zu Fußballspielen im Kreis. „Es gelten ein gültiger Schiedsrichterausweis, der Jugendleiter- und der Verbandsmitarbeiterausweis“, so Wagner. „Betreuerausweise gelten jeweils nur für das eigene Spiel und für die jeweilige Mannschaft.“

Bilder: Remis im Heusenstammer Derby

Immer wieder ein Thema ist auch die Abstiegsregelung, auf die Wagner explizit einging. So wird der Rückzug von Kickers-Viktoria Mühlheim aus der Gruppenliga in die Kreisliga A keinen Einfluss auf Auf- und Absteiger im Fußballkreis haben. „Allerdings ist es möglich, dass es weniger Aufsteiger in den Relegationsrunden geben wird“, sagte Wagner.

Der letzte Spieltag ist für den 28. Mai vorgesehen, eventuelle Entscheidungsspiele finden zwei Tage später statt. „Am 31. Mai ist die Relegationsbesprechung. An dem Tag werden erst die Begegnungen ausgelost, nur die Termine wurden bereits festgesetzt“, so Wagner. (rjr/jm)

Quelle: op-online.de

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