03er kassieren in Nachspielzeit das 3:3

Verbandsliga: Marx ärgert seinen Ex-Verein

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Vom Graffiti im Hintergrund scheint in dieser Szene eher Till Fakic vom JSK Rodgau beflügelt zu werden, während Paul Wolf von der TS Ober-Roden ins Leere gerutscht ist.

Mit einem 3:3 gegen die SG Bornheim/GW Frankfurt übernahm die Spvgg. 03 Neu-Isenburg gestern Abend zumindest vorübergehend die alleinige Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga Süd.

Offenbach – Bis in die Nachspielzeit hinein hatte der Hessenliga-Absteiger sogar noch geführt. Viktoria Urberach unterlag bei Aufsteiger Germania Großkrotzenburg klar mit 0:4 und rutschte wieder auf einen Abstiegsplatz ab. Am Samstag steht für Aufsteiger JSK Rodgau der zweite Vergleich mit Ober-Roden an. Nach der Turnerschaft (4:0) geht es nun gegen den Tabellenzweiten FC Germania.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SG Bornheim/GW 3:3 (1:1). Ausgerechnet der ehemalige Neu-Isenburger Mario Marx erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich. „Wir haben zwischen der 20. und 60. Minute nicht gut gespielt. Aber wir hatten auch wieder gute Momente, das stimmt mich zuversichtlich“, sagte 03-Trainer Nick Janovsky. Nach einem Abwehrfehler der Gäste traf Marc Züge bereits nach drei Minuten zum 1:0, beim 1:1-Ausgleich sah Neu-Isenburgs Torwart Rudolf nicht gut aus. Nach dem Wechsel gingen die Bornheimer in Führung, doch die 03er wendeten noch einmal das Blatt. Und dann kam Marx.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Rudolf; Budic, Metzler, Diack, Scheel, Budic, Letellier, Osman, Ermert, Schellhorn, Züge (Wolfarth, Djordjevic, Kraus)

Tore: 1:0 Züge (3.), 1:1 Wada (29.), 1:2 (57.), 2:2 Osman (62.), 3:2 Züge (68.), 3:3 Marx (90.+2)

Germania Großkrotzenburg - Viktoria Urberach 4:0 (2:0). Zunächst entwickelte sich eine intensive Partie. Mit dem 1:0 übernahm die Germania zunehmend die Initiative, nach dem 2:0 war der Widerstand der Viktoria schon gebrochen. „Alles das, was wir in Erlensee gut gemacht haben, haben wir heute vermissen lassen. Das Ergebnis spricht für sich“, zeigte sich Urberachs Trainer Jens Wöll enttäuscht.

Viktoria Urberach: Schickedanz; Piarulli, Puls, Kohl, Schneider, M. Yildirim, S. Yildirim, Serra, Alempic, Di Maria, Hochstein (70. Aouraghe)

Tore: 1:0 Siwek (31.), 2:0 Althaus (45.+1), 3:0 Siwek (55.), 4:0 Storm (69.)

JSK Rodgau - Germania Ober-Roden (Sa., 17 Uhr). „Die spielen einen guten, unaufgeregten Fußball“ lobt JSK-Trainer Andreas Humbert den Gegner, „die Germania ist Favorit, aber wir sind nicht chancenlos.“ Verzichten müssen die Jügesheimer allerdings auf Nico Klein, der sich unter der Woche im Kreispokal gegen Hainstadt (7:0) einen Muskelfaserriss zuzog und rund acht Wochen ausfällt. Dabei wäre Klein genau der Richtige gewesen, um sich um den ehemaligen Jügesheimer und zuletzt vierfachen Germania-Torschützen Marco Christophori-Como zu kümmern. „Jetzt muss das eben ein anderer machen“, sagt Humbert. Die Germania gewann zuletzt fünfmal hintereinander. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker, „vor allem auf die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert.“ Diesem Lob wollen die Ober-Rodener auch in Jügesheim gerecht werden.

SC 1960 Hanau - TS Ober-Roden (So., 15 Uhr). Nach der ärgerlichen Spielabsage unter der Woche beim SV der Bosnier aufgrund des schlechten Platzzustandes „erwartet Ober-Roden die besten Bedingungen“, sagt Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari: „die Turnerschaft hat eine junge, talentierte Mannschaft. Wir aber wollen oben dranbleiben, da müssen wir solche Spiele vor eigenem Publikum gewinnen. Wir gehen mit breiter Brust in die Partie, wollen an die Leistung aus der Partie bei Rot-Weiß Darmstadt anknüpfen.“

TS-Trainer Bastian Neumann meint: „Wir müssen die Niederlage gegen den JSK Rodgau schnell abhaken und gegen die Hanauer das abrufen, was wir gegen sie zuletzt abgerufen haben.“ Im März hatten sich beide Seiten 2:2 getrennt, „das war seinerzeit bärenstark von uns“, erklärt Neumann.  

leo

Quelle: op-online.de

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