Bilanz der Verbandsligisten

Oberrad und Ober-Roden: Spaß haben ohne Druck

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Auf Augenhöhe mit den Topteams: Kapitän Benedikt Strauss (rechts) geht mit der TS Ober-Roden mit fünf Punkten Rückstand auf Rang eins in die Rückrunde der Verbandsliga Süd.

Offenbach - Zwei Spitzenteams, eine Gemeinsamkeit: Die Trainer der Spvgg. 05 Oberrad und der TS Ober-Roden sind äußerst zufrieden in die Winterpause gegangen. Und das ist kein Wunder. Von Daniel Schmitt

Die Spielvereinigung ist als Tabellenzweiter der Fußball-Verbandsliga Süd die Überraschungsmannschaft der Liga, die Turnerschaft liegt auf Rang drei nur knapp dahinter absolut im Soll. Ein kurzer Blick auf die beiden Topteams der Region.

Spvgg. 05 Oberrad

Elf Siege in Folge, Platz zwei, schon 47 Punkte auf dem Konto und damit das Saisonziel Klassenerhalt frühzeitig erreicht. Das musste auch Oberrads Trainer Mustafa Fil über den Jahreswechsel erst einmal sacken lassen. „Ich bin immer noch total begeistert von meiner Mannschaft. Sie hat Unglaubliches geleistet“, meint er. Eine richtige Erklärung für den Erfolg findet aber auch der Coach nicht. „Am Ende haben wir ja auch einige Spiele mit Hängen und Würgen gewonnen“, sagt er, „aber wir haben sie halt gewonnen.“ Dennoch: Es bleibt festzuhalten, dass Fil aus einer zum Saisonstart neu formierten Mannschaft schnell eine Einheit geformt hat.

Auch die eher mäßigen Ergebnisse zu Saisongebinn brachten keine Unruhe hinein. Das Team konnte sich entwickeln, eine Stammelf finden und hat seit dem 28. September keinen Punkt mehr abgegeben. Als Zweiter liegen die Oberräder damit nur zwei Punkte bei einem mehr absolvierten Spiel hinter Tabellenführer VfR Bürstadt. Dahinter folgen Ober-Roden und RW Frankfurt. Die restlichen Mannschaften dürften im Rennen um die Meisterschaft keine Rolle mehr spielen. Trotzdem schiebt Fil die Favoritenrolle weiter. „Vor allem Bürstadt und Frankfurt haben finanziell ganz andere Möglichkeiten. Wir wollen einfach gut starten und warten dann ab.“ Zumal in der Winterpause in Strahinja Pajic ein wichtiger Mann im Mittelfeld zum Hessenligisten SV Wiesbaden abgewandert ist. Er wird durch Alex Haaker (zurück von einem Auslandssemester) wohl nur quantitativ ersetzt werden können. Weitere Verpflichtungen soll es aus finanzieller Sicht im Winter nicht geben. „Es sei denn, uns läuft überraschend ein guter Junge zu“, sagt Fil.

TS Ober-Roden

Mehr als die Turnerschaft hatte wohl kein Team der Liga die Winterpause herbeigesehnt. Insgesamt 26 Pflichtspiele (Liga, Kreis- und Hessenpokal) steckten den TS-Kickern von August bis Dezember in den Knochen. Selbst die meisten Bundesligamannschaften kommen nicht auf solche Werte. Entsprechend zufrieden ist Trainer Zivojin Juskic mit dem dritten Platz. „Wir haben einen kleinen Kader. Da war es nicht einfach. Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt.“ Es sei das Ziel gewesen, im Winter oben dabei zu sein. „Und das haben wir erreicht“, meint Juskic. Fünf Punkte liegt die TS hinter Bürstadt zurück. Der VfR ist somit Favorit auf den Titel, Ober-Roden lauert. „Ich bin glücklich mit unserer Position. Wir stehen nicht unter Druck und können weiter Spaß an unserem Spiel entwickeln. Dann kommen die Ergebnisse von selbst“, sagt Juskic.

Bilder des Spiels zwischen Oberrad und Ober-Roden

Oberrad gewinnt gegen Spitzenreiter

Personelle Veränderungen wird es nicht geben. Zu eingespielt ist die Mannschaft schon seit Jahren. Selbst in der verdienten Pause treffen sich die Spieler regelmäßig mit ihrem Trainer, um in der Soccer-Halle weiter dem Ball hinterherzujagen.

Quelle: op-online.de

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