Fußball-Verbandsliga Süd:

FC Hanau 93: „Wir können Großes erreichen“

Gegen den SV Eintracht Altwiedermus (rechts: Kai Koehler) kassierten Ilker Bicakci (links) und der FC Hanau 93 bislang ihre einzige Saisonniederlage in der Fußball-Verbandsliga Süd. Das Team führt die Tabelle souverän mit neun Punkten Vorsprung an. (c)Foto: Scheiber
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Gegen den SV Eintracht Altwiedermus (rechts: Kai Koehler) kassierten Ilker Bicakci (links) und der FC Hanau 93 bislang ihre einzige Saisonniederlage in der Fußball-Verbandsliga Süd. Das Team führt die Tabelle souverän mit neun Punkten Vorsprung an.

Hanau - Nur eine Niederlage in 19 Spielen – die Fußballer des FC Hanau 93 nehmen nach einer starken ersten Saisonhälfte den Aufstieg in die Hessenliga ins Visier. Von Frank Schneider 

Die Zeichen stehen klar auf Hessenliga-Aufstieg. Mit stattlichen neun Punkten Vorsprung führt der FC Hanau 93 zur Winterpause die Tabelle der Verbandsliga Süd an und hat somit glänzende Aussichten, in der kommenden Saison in Hessens höchster Klasse mitzumischen. Dort wäre der älteste Fußballverein Hessens mit seiner großen Tradition freilich ein Farbtupfer.

Zunächst muss das Team der beiden Trainer Christoph Prümm und Slavisa Dacic die noch ausstehenden 13 Punktspiele ähnlich erfolgreich bestreiten wie die ersten 19. „Viel besser hätten wir es nicht machen können“, erklärt der Sportliche Leiter Giovanni Fallacara und gibt seiner Mannschaft im Zwischenzeugnis eine glatte eins. Die 0:4-Heimpleite gegen den SV Altwiedermus war der einzige richtig schwarze Tag im bisherigen Saisonverlauf, bis dahin hatte der HFC aber schon eine ungeschlagen abgeschlossene Hinrunde hinter sich. „Gegen Altwiedermus haben wir auf der ganzen Linie versagt, was aber nicht schlimm ist, da das jeder Mannschaft mal passieren kann“, so Fallacara. Im letzten Spiel vor der Pause kehrten die Hanauer mit einem 1:0-Sieg gegen Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Frankfurt sofort in die Erfolgsspur zurück. Für Fallacara ist das ein Beleg für die Charakterstärke des von ihm zusammengestellten Kaders. Vergangene Saison gelang als Aufsteiger mit Platz drei ein Achtungserfolg, jetzt deutet vieles auf den großen Wurf hin. Die Planungen für die Hessenliga haben im Hintergrund längst begonnen. „Ich bin niemand, der irgendetwas dem Zufall überlässt“, begründet Giovanni Fallacara, weshalb er längst zweigleisig plant.

Das Team wird im Erfolgsfall im Kern zusammenbleiben. „Die meisten Jungs sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und entwickeln sich stetig weiter“, so Fallacara. Nichtsdestotrotz wird sich der Kader nach der Saison wieder etwas verändern, nach potenziellen Neuzugängen wird längst Ausschau gehalten.

Ex-Profi Daniyel Cimen wird wohl seine letzte Saison für die Hanauer bestreiten. In erster Linie ist er Trainer des FC Gießen und klopft mit diesem ans Tor der Regionalliga. „Wenn Gießen oder wir aufsteigen, wird es nicht mehr funktionieren“, weiß Fallacara. Ursprünglich hatte Cimen im Sommer seine aktive Karriere beendet, ließ sich dann aber doch überreden, im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten weiter die Schuhe für die 93er zu schnüren. „Dass er uns noch mal hilft, war unglaublich wichtig für das Team“, betont Fallacara.

Dass in Betim Mezini ein Spieler noch lange Zeit ausfallen wird, der sich nach holprigem Start im Mittelfeld der 93er zu einer festen Größe entwickelt hat, bereitet der Sportlichen Leitung des Tabellenführers etwas Bauchschmerzen, in Velemir Velibor von Sandzak Frankfurt steht aber schon ein Ersatz parat. Auch der ehemalige albanische Nationalspieler Ervin Skela könnte wieder häufiger zum Einsatz kommen, sofern er nach seiner Verletzung wieder richtig fit wird. Womöglich wird der HFC noch einen weiteren Spieler verpflichten, da Felix Wissel den Verein verlassen wird. In Enrico di Natale (TSG Mainflingen), Sven Diedrich (SV Seemental) und Pascal Herpich (JSK Rodgau) hatte es bereits im Verlauf der Hinrunde Abgänge gegeben. Das war jedoch kein Problem, da der Kader zum Rundenstart üppig besetzt war.

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Bei allen Planungen für die kommende Saison liegt der Fokus in den nächsten Wochen darauf, die Ernte einzufahren, sprich, die Verbandsliga-Meisterschaft einzutüten. „Wir können Großes erreichen, doch wir sind lange noch nicht durch“, warnt Giovanni Fallacara davor, den Aufstieg als Selbstläufer zu erachten. Er kann sich gut daran erinnern, dass seine Mannschaft in der Hinserie auch das ein oder andere Mal das nötige Spielglück hatte. „Gegen Germania Ober-Roden hätten wir verlieren können und auch der Punktgewinn bei Rot-Weiß Darmstadt war äußerst glücklich“, erinnert sich der Sportchef.

Am 16. Januar bitten die Trainer Christoph Prümm und Slavisa Dacic zum Start der Wintervorbereitung, das erste Punktspiel des neuen Jahres bestreitet der Spitzenreiter am Samstag, 23. Februar, bei der TS Ober-Roden.

Quelle: op-online.de

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