HSG erwartet gegen Kirchzell „ein ganz enges Match“

3. Liga: Gänsehaut-Atmosphäre

Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden wollen auch gegen den TV Kirchzell jubeln. Rechts: Torhüter Marco Rhein.
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Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden wollen auch gegen den TV Kirchzell jubeln. Rechts: Torhüter Marco Rhein.

Nieder-Roden - Nach dem Traumstart mit 6:0 Punkten wollen die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Liga Ost mit einem Sieg im Derby gegen den TV Kirchzell am Samstag (19. 30 Uhr) im vierten Drittliga-Jahr endgültig im Konzert der Großen mitspielen.

„Die Meisterschaft geht nur über Hüttenberg und Elbflorenz“, sagt HSG-Trainer Alexander Hauptmann. Unmittelbar dahinter könnte aber bereits die HSG stehen. Spiele gegen seinen Heimatverein sind für Hauptmann immer etwas Besonderes und ein wenig Derbycharakter kommt auch auf. Nach dem überzeugenden Start sind die Nieder-Rodener leichter Favorit, auch wenn neben dem Langzeitverletzten Tim Henkel in Christian Schmid ein weiterer Stammspieler ausfällt. Dass Kirchzell mit 2:4 Punkten startete, ist für Hauptmann „normal. Sie haben in Elbflorenz und zu Hause gegen Hüttenberg verloren“.

Hauptmann und sein Gegenüber Gottfried Kunz sind eng befreundet, doch das steht am Samstag für 60 Minuten hinten an. „Wir können mit unseren Leistungen leben. Nur fehlen uns die Punkte in der Tabelle. Die wollen wir dringend holen, um nicht komplett hinten rein zu rutschen“, sieht Kunz sein Team schon ein wenig unter Druck.

In den vergangenen Jahren lieferten sich beide Mannschaften stets packende Duelle. Das bisher letzte Aufeinandertreffen beider Vereine in einem Punktspiel endete Anfang April 30:30, das Hinrundenspiel hatten die Rodgauer mit 29:32 knapp verloren. Im mittlerweile siebten Aufeinandertreffen erwartet Hauptmann erneut einen schweren Gang für die HSG: „Kirchzell verfügt über eine herausragende Startformation und ist in der Breite besser aufgestellt als in den vergangenen Jahren.“

Prunkstück der Rodgauer ist bisher die Abwehr mit einem herausragenden Torhüter Marco Rhein. Im Angriff dagegen wurden trotz der 86 Treffer noch zu viele Chancen liegen gelassen, was sich gerade gegen die Top-Teams schnell rächen kann.

Grundvoraussetzung für einen Erfolg der HSG bleibt die mannschaftliche Geschlossenheit. Beim jüngsten 26:22-Erfolg in Halle trugen sich gleich neun Spieler in die Torschützenliste ein. Youngster Florian Stenger löste seine Aufgaben am Kreis mit Bravour und erzielte fünf Treffer, Philippe Kohlstrung hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und glänzt sowohl als Spielgestalter wie auch als Vollstrecker.

Auf der Gegenseite kann sich Kirchzell auf die Routine von Ex-Nationalspieler Andreas Kunz verlassen, der den wurfgewaltigen Rückraum um Mario Stark und Lucas Bauer erfolgreich dirigiert. „Das wird wieder ein ganz enges Match, mit absoluter Gänsehaut-Atmosphäre“, verspricht Hauptmann. (leo)

Quelle: op-online.de

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