SV-Tischtennisspieler wechseln zur DJK

Ganze Abteilung geht zum Rivalen

Dieburg - (jd) „Da kommen nette Leute an, lächeln ein bisschen, hören sich das an – und verschwinden wieder“, sagt Jürgen Loch.

Ein klein wenig verbittert klingt der Präsident des SV Blau-Gelb Dieburg, wenn er so von den Sireo-Leuten spricht, die für die Immobilien auf dem Campus Dieburg verantwortlich sind. „Letztlich gab es kein Entgegenkommen von Sireo, uns bei der Sporthalle auf dem Campus zu unterstützen“, resümiert Loch. Das Problem fehlender Hallenkapazitäten in Dieburg hat mit den Blau-Gelben nun wieder einen hiesigen Verein gebeutelt: Die Tischtennis-Abteilung hat sich aufgelöst. 18 Spieler kehren dem SV den Rücken, treten aus und im nächsten Jahr an für den Lokalrivalen DJK Viktoria. Deren Chef Wolfgang Gondolf freute sich schon auf der Jahreshauptversammlung der Grün-Weißen (wir berichteten) über den unverhofften Zuwachs und die sportliche Verstärkung der eigenen Teams.

„Wir sind ein Sportverein. Wenn unsere Mitglieder ihrem Sport bei uns nicht mehr nachgehen können, verlassen sie ihn eben“, bilanziert Loch nüchtern. Natürlich könne er die Spieler verstehen, obwohl „wir vom Vorstand die Auflösung unserer Tischtennis-Abteilung sehr bedauern.“ Man habe den Mitgliedern Lösungsvorschläge unterbreitet und sie im Verein zu halten versucht. Überlegt wurde, bei der DJK Trainingszeiten gegen einen finanziellen Ausgleich zu mieten. Denn die Viktoria hat den Vorteil einer eigenen kleinen Halle, in der Tischtennis gespielt werden kann. Wobei auch die für Pflichtspiele nicht perfekt, weil sehr niedrig ist. Der eine oder andere hoch gespielte Ball landet da schon mal an der Decke. Doch nicht nur deswegen weichen die DJK-Teams bei Meisterschafts-Partien auch in andere Dieburger Hallen aus.

Blau-Gelb-Mann Jürgen Loch trauert immer noch der Tatsache hinterher, dass man die Halle am Campus, wo ehemals geschlenzt und geschmettert wurde, derart marode und verkommen ließ, dass eine Instandsetzung wirtschaftlich unattraktiv wurde. „Zu Beginn hätte man die Halle mit wenig Aufwand und Geld sanieren können“, ist Loch überzeugt. Jetzt müsse man die Abwanderung der 18 Personen verkraften – „die trifft uns schon“, wie Loch sagt. Man könne nun allerdings keine Halle „herzaubern“. Die früher für gute Tischtennisspieler bekannte Abteilung des SV Blau-Gelb war in den vergangenen Jahren im Übrigen schon geschrumpft.

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