Gefährliche Schneespiele:

TSV Heusenstamm klagt über kranke und verletzte Spieler

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Nikolaos Kouzouglidis von der TSV Heusenstamm (rechts) versucht auf schneebedecktem Boden, sich gegen zwei Obertshausener durchzusetzen.

Offenbach - Der Schneefall an den vergangenen beiden Sonntagen hat die Pläne der Amateurfußballer der Region gehörig durchkreuzt. Die meisten Spiele fielen aus, die wenigen, die angepfiffen wurden, fanden unter schwierigsten Bedingungen statt.

Vielerorts wird nun über den Sinn und Unsinn frühzeitiger Generalabsagen diskutiert. Gleich doppelt betroffen waren die A-Liga-Fußballer der TSV Heusenstamm. Vor zwei Wochen waren sie eines der wenigen Teams, dessen Spiel trotz schneebedeckten Bodens angepfiffen wurde. Die Partie gegen Kickers Obertshausen II endete 2:2. „Das hatte mit regulärem Fußball nicht viel zu tun“, schimpft Andreas Kahl, der Spielausschussvorsitzende der TSV Heusenstamm: „Und dann hatten wir zwei Verletzte, weil Spieler sich auf dem Boden nicht halten konnten und ineinander gerutscht sind. Dazu kamen auch noch vier Erkältete.“

Am vergangenen Sonntag mussten die Heusenstammer dann im Schneechaos nach Mühlheim fahren, weil ihr Spiel bei der Kickers Viktoria nicht frühzeitig abgesagt wurde. Ausgefallen ist es dann trotzdem, nachdem der Schiedsrichter nach einer Platzbesichtigung entschieden hatte, dass nicht gespielt werden konnte. Die Heusenstammer mussten dann über schneebedeckte Straßen die gefährliche Heimfahrt antreten. „Das war schon ärgerlich, für nichts und wieder nichts mussten wir uns in Gefahr begeben. An beiden Wochenenden wäre eine generelle Absage besser gewesen“, meint Kahl.

„Wir waren in einer schwierigen Situation, weil der Schnee jeweils erst am Spieltag selbst kam“, sagt Kreisfußballwart Jörg Wagner, „für solche Fälle haben wir den Heimvereinen immer wieder gesagt, dass sie sich rechtzeitig mit uns in Verbindung setzen sollen. Die Vereine, die das getan haben, deren Spiele haben wir abgesetzt. Aus Mühlheim und auch die Woche zuvor aus Heusenstamm kam aber kein Anruf.“

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Ab einer Stunde vor der angesetzten Anstoßzeit darf allerdings nur noch der Schiedsrichter entscheiden, ob gespielt wird oder nicht. Schnee alleine bedeutet nicht, dass grundsätzlich nicht gespielt werden könne.

Für Wagner ist die aktuelle Diskussion allerdings nur ein Teil einer ungleich größeren Debatte. „In den vergangenen Jahren konnte bis Weihnachten immer gut gespielt werden. Jetzt kam der Schnee leider zweimal an den Spieltagen, das war Pech. Wenn keine Spiele mehr angesetzt gewesen wären und es nicht geschneit hätte, hätten viele gefragt, warum nicht mehr gespielt wird“, sagt er, „im Sommer früher anfangen wollen die meisten Vereine aber auch nicht. Unter der Woche wollen sie nicht spielen, weil Spieler lange arbeiten müssen. Ostern hätten sie auch gerne frei.“ Über die grundsätzliche Terminplanung will Wagner aber nun noch einmal mit den Vereinen bei der Rückrundenbesprechung diskutieren. (mos)

Quelle: op-online.de

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