3. LIGA Hanau trifft auf Baunatal mit neuem Trainer / Erster Absteiger steht fest

Gefährliche Situation

Marius Brüggemann (vorne) will mit der HSG Hanau im zweiten Heimspiel in Folge den sechsten Saisonsieg einfahren. Foto: Scheiber

Offenbach – Die beiden Handball-Drittligisten der Region genießen am Wochenende erneut Heimrecht.

Zwar sind erst neun Spieltage absolviert, der erste Absteiger steht aber bereits fest: Die HSG Wetzlar strukturiert ihre Nachwuchsarbeit um und wird ihre zweite Mannschaft, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, nicht mehr für die 3. Liga melden, sondern will nach zwei Jahren wieder in die Oberliga Hessen zurückkehren.

HSG Rodgau Nieder-Roden - Northeimer HC (Sa., 19.30 Uhr). So richtig angekommen sind die Niedersachsen, in der vergangenen Saison Fünfter in der West-Staffel der 3. Liga, in der neuen Gruppe noch nicht. Mit nur 5:13 Punkten nehmen die Northeimer den drittletzten Tabellenplatz ein. HSG-Trainer Jan Redmann macht dafür auch ein wenig den Spielplan verantwortlich, denn mit Bieberau/Modau und Hanau erwischten die Niedersachsen früh in der Saison vor eigenem Publikum schwere Aufgaben.

„Northeim ist körperlich sehr groß, hat einen starken Rückraum und in Tim Gerstmann einen sehr starken Spielmacher. Wir aber wollen den nächsten Heimsieg einfahren“, erklärt Redmann, dem voraussichtlich wieder Ketil Horn und Philip Wunderlich zur Verfügung stehen. Und dass Alexander Weber Woche für Woche ein paar Minuten mehr Einsatzzeit sammelt, „hilft uns ebenfalls weiter“, sagt der HSG-Trainer.

HSG Hanau - Eintracht Baunatal (So., 17 Uhr). „Auf diese Leistung können wir aufbauen“, sagte Hanaus Trainer Oliver Schulz nach der unglücklichen 25:26-Niederlage gegen den siebenfachen deutschen Meister TV Großwallstadt. Baunatal ist für die Grimmstädter das zweite von drei Kracherspielen hintereinander vor eigenem Publikum. Nach Großwallstadt und Baunatal geht es in einer Woche gegen Tabellenführer SG Leutershausen. Unter der Woche fehlte zwar der eine oder andere Spieler aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen, dennoch blickt Schulz zuversichtlich voraus. „Die Einstellung hat gestimmt, wir sind nicht weit weg von Großwallstadt. Wir wollten aus den drei Heimspielen vier Punkte holen, nach der Niederlage gegen den TVG müssen wir jetzt punkten.“

Aber auch die Nordhessen sind in der Pflicht. Überraschend bat Eintracht-Trainer Matthias Deppe nach nur acht Partien um die Auflösung seines Vertrages, beim 29:32 gegen den SC DHfK Leipzig II am vergangenen Wochenende betreute bereits der seitherige Co-Trainer Dennis Weinreich die Mannschaft, die mit 7:11 Punkten den zehnten Platz einnimmt. „Dass die Eintracht zum zweiten Mal unter einem Interimstrainer spielt, ist eine gefährliche Situation“, warnt Schulz.

Der Hanauer Trainer erwartet von seinen Mannen „viel Laufarbeit, um im Angriff den Spielfluss zu halten. Und in der Abwehr müssen wir früh Zugriff bekommen, ähnlich wie Großwallstadt setzten auch die Baunataler gut ihren Kreisläufer ein. Wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass wir die beiden Punkte holen.  leo

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