Stadtmeisterschaft im Hallenfußball

Gemaa und VfB nach Schlägerei raus

Offenbach - Der Ausschluss Von SV Gemaa Tempelsee und VfB Offenbach war der einzige Negativpunkt der Offenbacher Fußball-Stadtmeisterschaft, die Titelverteidiger Kickers Offenbach erneut für sich entschied. Von Rolf Joachim Rebell

OFC gewinnt Stadtmeisterschaft

Die zweite Mannschaft des OFC hat die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball gewonnen. Im Finale setzten sich die Kickers gegen Türk. SC Offenbach durch.

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Kickers Offenbach II verteidigte seinen Titel bei der 39. Offenbacher Hallenfußballmeisterschaft. Im Finale setzte sich der Hessenligist mit 5:2 gegen den Türk. SC Offenbach durch. Platz drei sicherte sich die SG Rosenhöhe, die gegen den FC Bieber mit 8:4 gewann.

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Überschattet wurden die Meisterschaften vom Turnierausschluss des SV Gemaa Tempelsee und des VfB Offenbach. Der VfB führte in der Zwischenrunde gegen die Gemaa mit 4:2 und hatte beste Chancen, sich sogar für das Finale zu qualifizieren. Aber kurz vor Spielende gab es ausgehend vom Gemaa-Spieler Kamal C. Handgreiflichkeiten. Spieler beide Mannschaften waren auf dem Platz, erst der Sicherheitsdienst konnte die Streithähne, zu denen auch einige Zuschauer gehörten, trennen. Die Turnierleitung schloss beide Mannschaften vom weiteren Verlauf der Meisterschaft aus.

Verfahren gegen Gemaa und VfB Offenbach

„Aufgrund der Vorfälle mussten wir beide Mannschaften ausschließen. Der Kreisrechtswart wird jetzt ein Verfahren eröffnen und erst einmal beide Teams zu einer Stellungnahme auffordern“, sagte Fritz Wagner von der Turnierleitung. „Wir werden den Verursacher sofort aus unserem Verein ausschließen. So etwas darf auf keinen Fall passieren. Die Disqualifikation für uns geht in Ordnung, ich hätte den VfB weiter spielen lassen“, kommentierte Stefan Mehling (Abteilungsleiter Gemaa Tempelsee) das Geschehen. Kein Verständnis hatte der VfB für diese Entscheidung. „Unser Ausschluss ist eine Frechheit. Wir haben uns nur gegen den anstürmenden Spieler der Gemaa gewehrt, erst die Security hat für Ordnung auf dem Platz gesorgt“, sagte VfB-Trainer Wolfgang Strack.

„Die Vorkomnisse sind natürlich bedauerlich, doch die Verantwortlichen haben souverän entschieden“, zog Sportamtsleiter Jürgen Weil dennoch ein positives Fazit. „Die Halle wird von den Fans angenommen, insgesamt hatten wir über 2000 Zuschauer an den drei Tagen in Bürgel.“ Vor drei Jahren scheiterte der Türk. SC gegen die Kickers im Finale mit 11:12 nach Neunmeterstechen, auch dieses Mal war der OFC stärker. Dabei zeigte der Kreisoberligist technisch starken Fußball und hielt bis zur Schlussphase gut mit. Nach dem OFC-Führungstreffer von Marcel Mosch markierte Erkan Bülbül den umjubelten Ausgleich. Doch der OFC ging durch Treffer von Mostafa El Aadmi und Samet Alan wieder in Führung. Nach dem Anschlusstor des Ex-OFC-Spielers Ahmet Sahinler kam noch einmal Hoffnung auf, doch Jannik Sommer und Marius Löbig sicherten dem Favoriten die Titelverteidigung.

Stadtmeisterschaft Offenbach: Bilder

Stadtmeisterschaft: Randale und OFC-Sieg

Am Ende des Turnieres belegten die drei Offenbacher Topmannschaften auch die ersten drei Plätze. Die SG Rosenhöhe sicherte sich nach einem 4:4-Zwischenstand im Spiel um Rang drei gegen den FC Bieber durch vier Treffer von Dario Fazio, Stefano Reigl, Tobias Frank und Christian Rüger noch den deutlichen 8:4-Sieg. Den Fairnesspreis bekam Turniersieger Kickers Offenbach zugesprochen, der mit Marcel Mosch auch den besten Spieler des Turnieres stellte. Erfolgreichster Torjäger war Mostafa El Aadmi, ebenfalls von den Kickers. Als bester Torwart wurde Marcel Weber von der SG Rosenhöhe ausgezeichnet.

Bis zum Ausschluss des VfB Offenbach und der Gemaa Tempelsee versprach die Gruppe A höchste Spannung. Die beiden Favoriten SG Rosenhöhe und Türk. SC erreichten bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei Punkteteilungen. Im anschließend angesetzten Entscheidungsspiel setzte sich der Türkische Sportclub mit 5:3 durch und zog ins Finale ein. Hessenligist Kickers Offenbach hatte in der Gruppe B keine Mühe. Drei klare Siege und der Titelverteidiger stand wieder im Finale. Spannend war der Kampf um Rang zwei, den schließlich der FC Bieber für sich entschied. Im entscheidenden Spiel gegen Squadra Azzurra reichte dem Team des neuen Trainers Samy Khederzadeh ein 2:2, um ins „kleine Finale“ einzuziehen.

Quelle: op-online.de

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