VERBANDSLIGA JSK verliert in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 3:4 / Urberacher Remis

Germania und 03er gehen erneut leer aus

Wieder kein Torerfolg für den FC Germania. David Stemann (links) verlor mit den Ober-Rodenern 0:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt mit Kapitän Patrick Bohn Foto: eyssen

Offenbach – Mit einem 5:1-Sieg gegen die SG Bornheim/GW baute der 1. FC 06 Erlensee seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd auf drei Punkte aus.

Verfolger Germania Ober-Roden gelang auch im vierten Spiel hintereinander kein Sieg, gegen Rot-Weiß Darmstadt unterlagen die Rödermarker mit 0:2. Der SC 1960 Hanau hatte bereits am Freitag bei Rot-Weiss Frankfurt nur 2:2 gespielt.

Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg setzte ihren Negativtrend fort, kassierte mit dem 0:3 bei Germania Großkrotzenburg die dritte Punktspiel-Niederlage hintereinander, wartet nun bei 0:11 Toren aus den vergangenen drei Runden seit 358 Minuten auf einen eigenen Torerfolg.

Der JSK Rodgau unterlag in der Nachspielzeit in Unter-Abtsteinach mit 3:4, die TS Ober-Roden fuhr gegen Aufsteiger VfB Ginsheim II sicher drei Punkte ein. Viktoria Urberach kam im Kellerduell gegen den FFV Sportfreunde Frankfurt über ein 2:2 nicht hinaus und rangiert weiter auf einem Abstiegsplatz. Bemerkenswert: Unter-Flockenbach gewann gegen Aufsteiger SV der Bosnier mit 13:2.

Germania Ober-Roden - Rot-Weiß Darmstadt 0:2 (0:1). Trotz der neuerlichen Niederlage machte Germania-Trainer Fabian Bäcker seinen Mannen keinen Vorwurf: „Das war insgesamt ein gutes Verbandsliga-Spiel auf Augenhöhe. Wir haben alles probiert, aber Darmstadt war am Ende die beiden Tore besser.“

Beide Mannschaften erspielten sich im ersten Durchgang eine gute Möglichkeit. Die Ober-Rodener vergaben ihre, die Rot-Weißen nutzten ihre durch Torjäger Emin Aykir (29.). Nach dem Wechsel bliesen die Gastgeber mit der Hereinnahme von Marco Christophori-Como, Hakan Firat und Leroy Ennin zum Angriff, wurden für ihren Mut aber nicht belohnt. Germanias Fabian Friess sah nach einem Foulspiel gegen Marvin Deusser die Gelbe Karte, der Darmstädter aufgrund einer anschließenden Tätlichkeit Rot. Nach einem Konter der Gäste foulte Friess seinen Gegenspieler und musste mit Gelb-Rot vom Platz, Aykir machte mit seinem 14. Saisontor zum 0:2 alles klar.

Germania Ober-Roden: Kahl; Emir (61. Firat), Friess, Bidou, Lehnert, Feuchter, Sancak (61. Ennin), Owusu (46. Christophori-Como), Sumanov, Stemann, Dapp

Tore: 0:1, 0:2 Aykir (29., 86./FE) - Rote Karte: Deusser (Darmstadt, 73., Tätlichkeit) - Gelb-Rote Karte: Friess (Ober-Roden, 85.)

Germania Großkrotzenburg - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 3:0 (2:0). Mit dem 0:1 nach nur zwei Minuten wurden die Neu-Isenburger kalt erwischt. „Das war aber eine ganz andere Körpersprache als gegen Erlensee. Und auch ein ganz anderer Auftritt. Aber wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht“, meinte Neu-Isenburgs Trainer Nick Janovsky, Die 03er spielten insgesamt gut mit, „bis zum dritten Gegentor hatte man immer den Eindruck, dass noch etwas in positiver Hinsicht passieren könnte“, sagte Janovsky, der froh ist, dass seine Mannschaft am kommenden Woche spielfrei ist, „da können die Jungs mal an was anderes als an Fußball denken.“ Die Pause hilft auch Robert Metzler, der in dieser Partie bereits nach einer halben Stunde mit einem Ziehen im Oberschenkel ausgewechselt wurde.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Rudolf; Budic, Metzler (32. Buschmann), Diack (61. Ermert), Nessen, Scheel, Schellhorn (74. Wolfarth), Essome, Letellier, Djordjevic, Züge

Tore: 1:0, 2:0 Knezovic (2., 25.), 3:0 Meub (65.)

SG Unter-Abtsteinach - JSK Rodgau 4:3 (1:1). „Dieses Spiel musst du nicht verlieren, auch wenn Unter-Abtsteinach einen sehr guten Fußball spielt“, sagte JSK-Trainer Andreas Humbert. Die erste Hälfte ging klar an die Gastgeber, auch wenn die Jügesheimer die besseren Chancen hatten. Patrick Bleibdrey traf bereits nach fünf Minuten per Freistoß zum 0:1, ebenfalls per Freistoß glichen die Hausherren nach 17 Minuten aus. Nach der Pause stellten die Gäste ein wenig um, standen nun besser in der Defensive und gingen durch einen Kopfballtreffer von Kai Köhler nach einer Ecke erneut in Führung (55.). Binnen vier Minuten wendete Unter-Abtsteinach mit einem Doppelschlag aber das Blatt und legte eine 3:2-Führung vor.

Es folgte die dramatische Nachspielzeit. Der erst kurz zuvor eingewechselte Petrit Hulaj glich in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 aus. Anschließend erhielten die Rodgauer noch einen Freistoß zugesprochen und rannten alle nach vorne, um auch noch den Siegtreffer zu erzielen. Daraus entwickelte sich jedoch ein Konter, den der JSK abwehrte, ebenso wie den folgenden Freistoß in Richtung langer Pfosten. Doch dann pfiff der Schiedsrichter zum Entsetzen der Gäste einen Foulelfmeter, den Nils Makan zum 4:3-Endstand nutzte.

JSK Rodgau: Czaronek; Hitzel (66. Konstantinidis), Binder, Köhler, Kunth (86. Hulaj), Dejanovic, Bleibdrey, Freitag, Neteoui Flores, Profumo, Fischer (66. Enders)

Tore: 0:1 Bleibdrey (5.), 1:1 Schmidt (17.), 1:2 Köhler (55.), 2:2 Avci (75.), 3:2 Schmidt (78.), 3:3 Hulaj (90.+2), 4:3 Makan (90.+4/FE)

TS Ober-Roden - VfB Ginsheim II 2:0 (2:0). Auf schwerem Boden lagen die fußballerischen Momente eher auf Seiten der Ginsheimer. Ein Ertrag sprang dabei aber nicht heraus, in 90 Minuten schoss der Aufsteiger nur dreimal auf das Tor der Turnerschaft. Während die Ginsheimer wenig Zwingendes zustande brachten, zeigte sich Ober-Roden vor dem Tor sehr effektiv, vor allem in der ersten Hälfte. Lucas Sitter nutzte seine beiden Chancen zu zwei Treffern (14., 45.). „Er hat seine Durststrecke überwunden“, freute sich TSO-Trainer Bastian Neumann. Ein bisschen Kritik gab es beim Sieger aber auch: „Nach der Pause, als Ginsheim aufgemacht hat, hätten wir nachlegen müssen. Das aber haben wir verpasst.“ In Gefahr gerieten die Hausherren aber nie. „Die Defensive ist unser Rückgrat. Wir haben nur wenig zugelassen“, sagte Neumann.

TS Ober-Roden: Schwaar; Strauss, Jung, T. Barak (82. G. Barak), Henkel, Hesse, Gick (85. Andres), Schultheis, Firrantello (68. Kozlu), Sitter, Gotta

Tore: 1:0, 2:0 Sitter (14., 45.)

Viktoria Urberach - FFV Sportfreunde Frankfurt 2:2 (2:1). „Das war wieder die alte Leier. Wir haben unsere 100-prozentigen Torchancen nicht genutzt“, sagte Viktoria-Trainer Jens Wöll. In der ersten Hälfte standen die Gastgeber tief in der eigenen Hälfte und setzten vorne erfolgreich Nadelstiche: Kevin Puls (25.) und Marco di Maria (44.) trafen. Ausgerechnet der ehemalige Urberacher Vassilios glich für die „Speuzer“ zum zwischenzeitlichen 1:1 aus (31.). Im zweiten Durchgang agierten die Rödermarker offensiver, vergaben vor dem 2:2 eine und nach dem Ausgleich mehrere gute Chancen, um die drei Punkte zu Hause in Urberach zu behalten.

Damit holten die Urberacher aus den beiden Kellerduellen gegen Ginsheim und Frankfurt vier von sechs Punkten. „Wir hatten uns mehr erhofft. Aber wir müssen auch das Positive sehen. Nämlich, dass wir die Spiele nicht mehr verlieren, sondern nun seit vier Runden ungeschlagen sind“, erklärte Wöll.

Viktoria Urberach: Schickedanz; Piarulli. Puls, S. Yildirim, Serra, Schneider, Medina Nunez (66. Amallah), M. Yildirim, Alempic, Hochstein, Di Maria (78. Czerwinski)

Tore: 1:0 Puls (25.), 1:1 Porporis (31.), 2:1 Di Maria (44.), 2:2 Erdem (53.) - Rote Karte: Üzer (78./Frankfurt, Gegenspielerbeleidigung)  leo

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