Germania Ober-Roden schaut nur auf sich

Offenbach (leo) ‐ Der Zwangsabstieg von Viktoria Aschaffenburg sorgt im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga für neue Spannung. Germania Ober-Roden rückte auf den derzeitigen Abstiegsrelegationsplatz vor, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nur drei Zähler.

Spannend bleibt auch die Aufstiegsfrage. Nimmt Meister FSV Frankfurt sein Aufstiegsrecht wahr, wenn die Profis aus der 2. Liga absteigen? Zumal auch die Stadionfrage noch nicht geklärt ist. Außer den Bornheimern hat nur Rot-Weiss Frankfurt die Lizenzunterlagen für die vierte Liga eingereicht - allerdings müssten die Rot-Weißen, derzeit Siebter, zumindest Vierter werden, um überhaupt aufsteigen zu dürfen. Der KSV Baunatal hat seine Bewerbung zurückgezogen, nachdem die Sponsoren absprangen, um die Eishockeymannschaft der Kassel Huskies zu retten. Vorjahresmeister SC Waldgirmes hat erneut auf eine Bewerbung verzichtet.

Germania Ober-Roden - Eintracht Stadtallendorf (Sa., 15.00)

Ober-Rodens Teamchef Sasan Tabib beobachtete die Eintracht (4./55) bereits zweimal in diesem Jahr: „Das ist eine sehr starke Mannschaft“, sagt er. Aber auch die Mittelhessen haben keine Lizenzunterlagen eingereicht.

„Wir spielen jetzt das zweite Jahr in der Hessenliga und sind selbst überrascht, dass wir so gut dastehen“, sagt Stadtallendorfs Sportlicher Leiter Reiner Bremer. „Finanziell und im organisatorischen Bereich müsste sich noch viel ändern“, sagt er, um eventuell einmal an die Regionalliga zu denken. „Aber in Ober-Roden wollen wir gewinnen und am Ende der Saison Vizemeister werden.“

Bei Ober-Roden (15./32) haben Vito Raimondi und Dorian Tobollik nach ihren Verletzungspausen das Training wieder aufgenommen. Der Einsatz von Krisztian Szollar ist offen, Yüksel Ekiz fällt weiterhin aus. „Wir schauen nur nach uns, müssen zusehen, dass wir die Punkte holen, um noch an Schwalmstadt vorbeizuziehen“, sagt Germania-Trainer Ricardo Bastias. Zumindest ein Punkt gegen die Eintracht wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

VfB Marburg - Viktoria Urberach (Sa., 15.00)

Nach dem 2:2 gegen den KSV Baunatal fahren die Urberacher (10./ 46) entspannt nach Marburg (12./43). „Wir sind durch“, sagt Viktoria-Trainer Thomas Epp. Bereits ihre Verträge für die kommende dritte Hessenliga-Saison des FV Viktoria verlängert haben Sebastian Schwab und Marco Betz.

„Platz neun oder zehn wollen wir halten, wenn möglich noch Achter werden“, hakt Epp die Spielzeit aber noch nicht ab. Nach abgelaufener Rotsperre kehrt Naser Selmanaj wieder in die Startelf zurück. Nils Wolf trainiert nach seiner Verletzungspause zwar wieder, wird aber aller Voraussicht nach noch pausieren. Angetan war Epp zuletzt von Angreifer Abdelilah Bentaayate, der gegen Baunatal sein erstes Saisontor erzielte. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Epp.

Hünfelder SV - Kickers Offenbach II (Sa., 15.00)

Die 2:3-Niederlage gegen Hünfeld (8./47) im Hinrundenspiel war für die Offenbacher (5./ 52) so etwas wie eine Initialzündung: Es folgten fünf Siege hintereinander und der vorübergehende Sprung an die Tabellenspitze. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen war der April für den OFC allerdings nur ein sehr durchwachsener Monat. Ein Sieg in Hünfeld soll nun erneut die Initialzündung für eine Serie und einen erfolgreichen Saisonabschluss geben.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare