Germania steigt ab in die Verbandsliga

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Ober-Rodener Tristesse. Die Spieler des FC Germania trauern nach dem Abstieg, während die Aschaffenburger Fans den 3:1-Sieg feiern.

Aschaffenburg (leo) ‐ Der FC Germania Ober-Roden steigt nach der 1:3 (0:1)-Niederlage bei Viktoria Aschaffenburg zum zweiten Mal nach drei Jahren aus der Fußball-Hessenliga ab.

Nach drei Jahren Hessenliga (2003 bis 2006) und einem Jahr Verbandsliga (2006/2007) belegten die Germanen nach den Rängen zehn und 15 in der abgelaufenen Saison nur Rang 17 und treten neben dem SVA Bad Hersfeld, TSG Wörsdorf und dem KSV Klein-Karben den Gang in Sechste Liga an.

Ein Treffer von Amdon Ghebru in Aschaffenburg - die Partie stand aufgrund der Brisanz im Abstiegskampf unter Beobachtung des Verbandes, vertreten durch Klassenleiter Armin Keller, - zum zwischenzeitlichen 1:1 war zu wenig, um mit einem Sieg die kleine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Viktoria Aschaffenburg indes kündigte an, dass die Insolvenz Mitte Juni eröffnet werden soll. Dann würden die Unterfranken als fünfter Absteiger feststehen, der Zweitplatzierte aus der Aufstiegsrelegation würde dann ebenfalls aufsteigen.

Wie es nun weitergeht in Ober-Roden ist derzeit noch völlig offen, Vereinführung und Spieler wollten erst die Partie in Aschaffenburg abwarten. Gespräche über die Zukunft der Germania werden jetzt erst geführt, „mit ersten Ergebnissen ist frühestens Mitte der Woche zu rechnen“, meinte Pressesprecher Volkmar Fenkl. Germania-Präsident Norbert Rink sagte: „Wir schlafen erst einmal zwei Nächte darüber, treffen uns am Dienstag noch einmal mit der Mannschaft. Der Abstieg ist natürlich sehr schade, aber auch nicht ganz so tragisch. Denn die Hessenliga hat in den vergangenen Jahren doch sehr an Attraktivität verloren.“

Einzig feststehende Personalie ist Michael Herth. Der ehemalige Trainer der Ib-Mannschaft hat bereits in der vergangenen Woche das Amt des Sportlichen Leiters übernommen. Herth trat damit die Nachfolge vom ehemaligen Germania-Schlussmann Arif Arifi an, der diesen Posten ende des vergangenen Jahres als Interimslösung übernommen hatte, nun aber aus beruflichen und familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

Nach dem letzten Abstieg 2006 verstärkten die Ober-Rodener ihre Mannschaft kräftig, peilten den sofortigen Wiederaufstieg an und brachten das eine Jahr in der Verbandsliga souverän hinter sich. Mit einem solchen Durchmarsch ist 2010/ 2011 allerdings nicht zu rechnen. In der Ib, die in der kommenden Saison in der Kreisliga A Dieburg spielt, setzt die Germania vor allem auf den eigenen Nachwuchs, zwei Spieler sollen aus der Jugend in den Kader der ersten Mannschaften rücken.

Viktoria: Reinhardt - Saufhaus, Gaubatz, Wosiek, Dogan - Ünlü, Tripolino, Horr, Bachmann - Schmidt (11. Sen/63. Witzel), Banbal (58. Ettl)

Germania Ober-Roden: Peters - Tobollik, Colucci, Akinwale, Ghebru - Raimondi (65. M’Rabet Hotti), Stahl - El Adami (78. Herth), Aghoulad - Salem, Russ

Tore:1:0 Gaubatz (43.), 1:1 Ghebru (50.), 2:1 Witzel (69.), 3:1 Ettl (78.)

Schiedsrichter: Sekmen (Wiesbaden)

Zuschauer:150

Quelle: op-online.de

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