Zu große Leistungsschwankungen

+
Adrian Saletnik spielte vor einem Jahr sogar beim Hessen Cup im Profiteam. Vorn: Dani Schahin (Greuther Fürth).

Offenbach - Ausbilden und Heranführen der Talente an die Profis - so lauten in der Fußball-Hessenliga die Maxime von Kickers Offenbach II. Unter Trainer Günter Stiebig beendeten die jungen Offenbacher die erste Saisonhälfte als Tabellensiebter. Von Patrick Leonhardt

Vor allem in den Auswärtsspielen machten sich mehrfach großen Leistungsschwankungen bemerkbar. Beim 0:0 gegen die TGM SV Jügesheim Ende September feierte Ex-Profi Suat Türker sein Comeback im Kickers-Trikot und gehört seitdem zum festen Stamm.

  • SERIEN

Die Kickers starteten mit einem 2:0 gegen Viktoria Urberach in die Spielzeit, holten aus den folgenden drei Partien aber nur einen Zähler. Es folgten fünf Siege hintereinander. Nach dem 0:0 gegen die TGM SV Jügesheim zeigte die Formkurve mal nach oben, dann wieder nach unten, die Offenbacher brachten keine Konstanz in ihre Leistungen. Nach einer kleinen Serie von vier Begegnungen ohne Sieg (drei Unentschieden, eine Niederlage) verabschiedete sich der OFC mit einem 3:1 gegen Wetzlar in die Winterpause.

  • HEIMBILANZ

Sechs Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen - mit 20 Zählern holten die Kickers den Löwenanteil ihrer 33 Punkte am Wiener Ring. Gegen Rot-Weiß Darmstadt und Buchonia Flieden unterlagen die Offenbacher vor eigenem Publikum jeweils mit 2:3.

  • AUSWÄRTSBILANZ

Sie fällt mit drei Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen negativ aus. Binnen 21 Tagen gewannen die Kickers in Wetzlar (3:1), Hadamar (4:2) und Lohfelden (2:0). Nach drei Niederlagen hintereinander folgten zum Jahresabschluss drei Unentschieden. Flieden war auch auswärts kein gutes Pflaster für den OFC: In Osthessen setzte es eine 0:4-Pleite.

  • TORE

Sechstbester Angriff (41), fünftbeste Defensive (31). Während die Offenbacher zu Hause auf stolze 22:10 Treffer kamen, fällt die Bilanz auswärts mit 19:21 negativ aus. Erfolgreichster Torschütze ist Mostafa El Aadmi mit zehn Treffern. Dann kommt lange nichts, André Fliess, Baris Odabas und Daniel Sachs waren jeweils viermal erfolgreich.

  • DAUERBRENNER

Adrian Saletnik kam in 19 von 21 Partien zum Einsatz, fehlte in den letzten beiden Partien des Jahres 2011 aufgrund von Rückenproblemen. Je 18 Mal das OFC-Trikot trugen Zahin Findik und Mario Sternheimer. Insgesamt setzten die Offenbacher bereits 32 Spieler ein.

  • SYSTEM

4-2-3-1 lautet das System der Kickers. Wobei Trainer Stiebig in der Offensive oftmals die Qual der Wahl hat, während es in der Defensive bei Ausfällen an Alternativen fehlt.

  • PERSONAL

Zwischen den Pfosten wechselten sich Daniel Endres, Tobias Wolf und der zu Rundenbeginn verletzte Maurice Paul ab. Rechts verteidigte Philipp Hörst, links wechselte Stiebig fleißig durch: Daniel Dziwniel, Frank Cholewa, Stefano Cincotta oder Christian Telch. In der Innenverteidigung hatten Stefano Maier und Adrian Saletnik ihren Stammplatz sicher, ebenso im defensiven Mittelfeld Mario Sternheimer und Dennis Wilhelm. Kandidaten für die offensiven Außenbahnen waren Ali Razai oder Baris Odabas (rechts) und Daniel Sachs sowie Zahit Findik (links). Findik kam allerdings vor allem über Einwechslungen (13) zum Zuge. Hinter der einzigen Spitze Mostafa El Aadmi (Suat Türker, Petrit Topic) agierten meist André Fliess oder Jannik Sommer. Ruslan Kurylenko verstärkte zehnmal nach Einwechslungen die Offensive. Baris Odabas gilt zudem ebenso als Allrounder wie Alan. Profi Stefan Hickl kam in der Hessenliga dreimal zum Einsatz, auf weitere Einsätze des Außenverteidigers verzichteten die Kickers.

  • PERSPEKTIVE

Die Offenbacher haben bewiesen, dass sie in allen Spielen mithalten können. Bei Spitzenreiter Eschborn erreichte der OFC ein 2:2, den Tabellenzweiten KSV Baunatal besiegte er daheim mit 2:1. Aufgrund der eingesetzten Profis wird die Startformation immer wieder durcheinander gewürfelt, so dass die Offenbacher Schwierigkeiten hatten, ins Spiel zu finden. Mit etwas mehr Konstanz ist Rang drei noch erreichbar. Zwar verlassen mit Stammspieler Mario Sternheimer (Viktoria Aschaffenburg) und Frank Cholewa (SKG Sprendlingen) zwei Spieler den Verein, dennoch sagt Trainer Stiebig: „Wir müssen nicht händeringend einen neuen Spieler verpflichten. Unser Ziel ist es, die U19-Spieler langsam zu integrieren. Der Kader ist immer noch groß genug.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare