TV Großwallstadt verliert bei Füchsen Berlin mit 24:27

Großer Kampf bleibt unbelohnt

Berlin (sp) ‐ Sieben Minuten vor dem Ende war der TV Großwallstadt der Überraschung ganz nahe. Die Mainfranken führten plötzlich mit 23:22 beim Tabellenführer Berliner Füchse und in der mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle herrschte große Unruhe.

Doch die Hauptstädter kamen in der Schlussphase noch einmal zurück, vor allem durch einige Glanzparaden von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, und besiegten den TVG nach einem dramatischen Spiel noch mit 27:24 (14:11). TVG-Coach Michael Biegler konnte dennoch mit seiner Mannschaft zufrieden sein. „Wir haben den Füchsen einen großen Kampf geliefert“, sagte Biegler. Die Berliner sind damit die einzige Mannschaft in der Handball-Bundesliga mit einer „weißen Weste“, haben alle sieben Spiele gewonnen, ganz so wie im Fußball der FSV Mainz 05.

Der TVG hat ein starkes Spiel geliefert, war kämpferisch dem Spitzenreiter ebenbürtig. Was fehlte, war in der ersten Halbzeit die Durchschlagskraft im Angriff und die Sicherheit beim Überzahlspiel. Mit einem Spieler mehr auf dem Feld gelang dem TVG beim Stand von 10:8 kein Treffer, die Berliner konnten sogar auf 12:8 davonziehen. „Da sind wir in Überzahl leichtfertig in Rückstand geraten“, sagte Spielmacher Oliver Köhrmann, der in der hektischen Schlussphase beim Stand von 22:22 nach einem üblen Ellbogenfoul von Ivan Nincevic minutenlang auf dem Spielfeld behandelt werden musste. „Das hätte ein Rote Karte geben müssen“, sagte der ehemalige Nationalspieler Stefan Kretzschmar als Fernsehexperte. Doch der „Sünder“ Nincevic wurde nicht einmal mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe belegt, sondern fälschlicherweise Sven-Sören Christophersen. Pech für den TVG, dass ausgerechnet Nincevic die nächsten beiden Tore für die Berliner erzielte. Insgesamt war der Berlin Linksaußen mit elf Treffern der beste Schütze des Spiels. Beim TVG traf Steffen Weinhold ein halbes Dutzend mal.

Spielfilm:0:1, 4:2, 7:7 (13.), 9:7, 12:8, 12:10, 14:10, 14:11 - 14:12, 15:14, 17:14, 18:17 (42.), 22:23 (53.), 26:23, 27:24

Zeitstrafen:3:5 - 7m: 5/6 - 4/4

TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; Kneer (6), Weinhold (5), Spatz (4/4), Schäpsmeier (3), Kunz (2), Köhrmann (1), Szücs (1), Tiedtke (1), Larsson (1), Jakobsson, Liebald

Quelle: op-online.de

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