TV Großwallstadt „am Tiefpunkt“

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Zu selten gelangen den Großwallstädtern wie hier Kapitän Andreas Kunz erfolgreiche Torwürfe gegen den Mindener Torwart Nikolas Katsigiannis, der 48 Prozent der Würfe parierte.

Großwallstadt (sp) ‐ Mit ihrer schwächsten Saisonleistung haben die Handballer des TV Großwallstadt 2300 Zuschauer in Elsenfeld enttäuscht und sind im Bundesligaspiel gegen den stark ersatzgeschwächten Abstiegskandidaten GWD Minden nicht über ein 25:25 (10:15) hinaus gekommen.

Dass es nach einer Aufholjagd zumindest noch zum Remis reichte, muss sogar als Erfolg gewertet werden.

Ich bin riesig enttäuscht“, sagte TVG-Trainer Peter David, „das ist der Tiefpunkt der Saison.“ Die Großwallstädter fanden keine Einstellung zu Spiel und Gegner, schienen die Mindener zu unterschätzen. Die schwache Leistung kann nicht daran gelegen haben, dass Torhüter Mattias Andersson wegen Krankheit fehlte, sein Vertreter Marcus Rominger gehörte nicht zu den schlechtesten Spielern. Und auch die Belastung durchs Pokalspiel kann nicht als Entschuldigung herangezogen werden, denn auch die extrem ersatzgeschwächten Mindener waren unter der Woche im Pokal im Einsatz.

Der TVG hatte von Beginn an Probleme mit Mindens Torhüter Nikolas Katsigiannis. Und nach und nach griff dann die Verunsicherung auf alle Mannschaftsteile über. Gerademal zehn Tore bis zur Halbzeit sind in eigener Halle gegen eine vom Abstieg bedrohte Mannschaft ein Armutszeugnis. Viel zu spät hatten die Großwallstädter gemerkt, dass es mit halber Kraft nicht langen würde. Als nach der Pause endlich das Tempo angezogen und der Kampf verstärkt wurde, war es fast schon zu spät. Auch jetzt taten sich die Gastgeber weiter schwer, den Rückstand zu verkürzen. Erst als beim Mini-Aufgebot der Gäste, die im Grunde mit sieben Mann durchspielten, die Kräfte nachließen, kam der TVG doch noch heran und schaffte es wenigstens, eine Niederlage zu verhindern.

Der Saisonverlauf ähnelt jenem aus dem vergangenen Jahr. Auch da war ein guter Saisonstart gelungen, bevor es danach steil abwärts gegangen war. Die Negativ-Spirale ist auch jetzt wieder in Gang gesetzt. Und sie wird in Anbetracht der nächsten Gegner Lemgo, Flensburg, Göppingen und Magdeburg nur schwer zu durchbrechen sein. David wirkte unmittelbar nach dem Spiel ziemlich ratlos. „Nach 3:1-Start verlieren wir die weiteren 23 Minuten mit 5:14, das hätte ich vor dem Spiel nicht für möglich gehalten“, sagte er.

Spielfilm:1:0, 3:1, 3:3, 4:6, 5:8 (15.), 7:12 (21.), 8:15, 10:15 - 11:15, 16:21 (45.), 19:21, 21:22, 24:24, 24:25, 25:25

Zeitstrafen:3:7 - 7m: 4/6 - 5/7

TV Großwallstadt: Rominger (16 Paraden/39 Prozent); Kneer (4), Weinhold (4), Szücs (3), Schmeißer (3), Köhrmann (3/1), Spatz (3/3), Tiedtke (2), Larsson (1), Kunz (1), Kossler (1), Jakobsson

Quelle: op-online.de

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