Großwallstadt überholt Lemgo mit 25:24-Erfolg

Aschaffenburg (sp) ‐ Endlich hat der TV Großwallstadt den Spieß einmal herumgedreht. Nach zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenz um die Europapokalplätze mit jeweils einem Tor nutzten die Großwallstädter gestern in der Handball-Bundesliga ihre dritte Chance.

Mit 25:24 (11:9) besiegte der TVG den TBV Lemgo ebenso knapp wie verdient und hat die Ostwestfalen damit in der Tabelle vom siebten Platz verdrängt. Michael Spatz erzielte das entscheidende Tor siebzehn Sekunden vor Schluss.

TV Großwallstadt: Andersson (9 Paraden, 32 Prozent gehalten), Rominger (3 Paraden, 38 Prozent); Kneer (7), Weinhold (6), Kunz (5/2), Spatz (2), Tiedtke (1), Jakobsson (1), Reuter (1), Köhrmann (1), Szücs (1), Holmgeirsson

Die Gastgeber hatten sehr konzentriert begonnen, vor allem in der Abwehr wurde kräftig und konsequent zugepackt. Lemgo musste sich lange Zeit jedes Tor hart erkämpfen. Ihr erstes bekamen die Gäste von den Schiedsrichtern geschenkt, als der Ball nach einem Wurf von Ralf Hermann eindeutig nicht die Linie überschritten hatte, die Unparteiischen dennoch auf Tor entschieden.

TBV Lemgo: Lichtlein (9 Paraden, 39 Prozent abgewehrt), Galia (eine Parade, 8 Prozent); Glandorf (9), Kraus (4/1), Schmetz (4), Preiß (2), Strobel (2), Svavasson (2), Hermann (1), Kubes, Kehrmann, Bechtloff, Ilyes

An der Dominanz des TVG änderte dies zunächst nichts, vor allem weil Stefan Kneer zu Beginn traf, wie er wollte. Schon nach einer Viertelstunde nahm Lemgos Trainer Volker Mudrow Torhüter Martin Galia vom Feld und brachte den ehemaligen Großwallstädter Carsten Lichtlein. Der Nationaltorwart hielt besser und brachte damit seine Mannschaft zurück ins Spiel.

Zuschauer: 3800

Strafminuten: 2/8

Die zweite Halbzeit war nichts für Leute mit schwachen Nerven. Der TVG lag bis zwei Minuten vor dem Ende immer vorne, konnte sich aber nie mit mehr als drei Toren absetzen. Selbst ein 23:20 acht Minuten vor dem Ende schien nicht für den Sieg zu reichen, denn nur 48 Stunden nach dem Auswärtsspiel in Minden schwanden die Kräfte. Lemgo konterte eiskalt, traf viermal in Folge und führte 100 Sekunden vor Schluss zum ersten Mal überhaupt. Stefan Kneer erzielte 70 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Es war längst die große Zeit von Markus Rominger. Die „Nummer zwei“ zwischen den Pfosten des TVG hatte den diesmal nur vor der Pause starken Mattias Andersson 13 Minuten vor dem Ende abgelöst und parierte die letzten beiden Würfe des TBV. Und so reichte der Treffer von Rechtsaußen Michael Spatz zum Sieg.

Quelle: op-online.de

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