Offenbacher Gruppenligist: „Werden im neuen Jahr auf keinen Fall schwächer“

SG Rosenhöhe träumt von der Verbandsliga

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Patrick Ihlefeld, seit zehn Jahren Abteilungsleiter Fußball der SG Rosenhöhe.

Offenbach - „Wir sind zufrieden“, sagt Patrick Ihlefeld und zwinkert mit dem Auge. Klar, dass der 47 Jahre alte Abteilungsleiter Fußball der SG Rosenhöhe damit leicht untertreibt. Die Offenbacher, Tabellendritter der Gruppenliga Frankfurt Ost, haben eine der besten Halbserien der Vereinsgeschichte gespielt. Von Holger Appel 

Die SG Rosenhöhe ist mit 40 Punkten aus 20 von 36 Saisonspielen in die Winterpause gegangen - das sind nur zwei Zähler Rückstand auf Primus JSK Rodgau und schon jetzt drei Punkte mehr als zum Abschluss der vergangenen Saison. Damals retteten sich die Offenbacher als Tabellen-13. mit großer Mühe und nur dank des freiwilligen Rückzugs der Sportfreunde Seligenstadt aus der Hessenliga zum Klassenerhalt.

„Wir sind noch kein echtes Spitzenteam, fühlen uns da oben in der Tabelle der Gruppenliga aber verdammt wohl. Wir haben bisher noch keinen einzigen Gegner an die Wand gespielt, aber wahnsinnig viel gearbeitet“, zieht Ihlefeld, seit zehn Jahren im Amt und früher selbst für die SGR am Ball, nach zwölf Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen ein Zwischenfazit.

Gründe für den Erfolg kann er einige nennen: „Wir denken viel defensiver als in den vergangenen Jahren, sind hinten einfach besser organisiert - egal, wer auf dem Platz steht“, berichtet Ihlefeld. Ein Blick in die Statistik: Vergangene Saison kassierten die Offenbacher in 34 Spielen 51 Gegentore. Das macht einen Schnitt von 1,6 pro Spiel. In dieser Runde sind es noch 1,3. Wobei die Offenbacher bei ihren vier schwachen Auftritten in dieser Saison und entsprechenden Niederlagen alleine 15 der 26 Gegentreffer kassierten.

SGR-Torjäger Christian Rüger ist in dieser Saison laut Ihlefeld endlich einmal ohne Verletzungen durchgekommen und mit 13 der 36 Treffer zweitbester Schütze der Frankfurter Gruppenliga. In Zugang Veysel Gözcü überraschte ein aus der Kreisliga B gekommener Spieler. Der ehemalige Steinberger Stürmer traf bereits sechsmal. Und: Die SG Rosenhöhe erfreut sich seit einem Jahr über einen Kunstrasenplatz. „Wir haben optimale Möglichkeiten und können endlich einen geregelten Trainingsbetrieb für alle Mannschaften bei allen Wetterlagen anbieten - ich denke, das ist ein ganz wichtiger Faktor“, meint Ihlefeld.

Klingt alles sehr positiv. Was bedeutet das mit Blick auf den Rest der Saison? Ihlefeld und der erfahrene Trainer Tevfik Kilinc hatten einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel angegeben. „Die ersten sechs Mannschaften sind fast auf einem Niveau. Keine Ahnung, wer da Meister wird. Wir wollen jetzt aber zumindest in die Top fünf der Tabelle“, kündigt Ihlefeld an. Er ergänzt: „Wir sind gefestigt und werden im neuen Jahr auf keinen Fall schwächer.“

Punkteteilung zwischen Klein-Krotzenburg und Rosenhöhe: Bilder

Vermutlich muss die SGR aber auf Masato Nishida verzichten, der zurück in die japanische Heimat geflogen ist. Marvin Fröls wechselt wohl zum SV Wiesbaden. Dafür kehrt der lange verletzte Kapitän Fabian Curth zurück. Ebenso der hessenliga-erfahrene Angreifer Angelos Bellos nach seinem Kreuzbandriss sowie der ebenfalls lange ausgefallene offensive Außenspieler Dario Fazio. Zudem plant der routinierte Verteidiger Theo Zindros sein Comeback. Ihlefeld will zugleich den einen oder anderen Spieler aus der erfolgreichen A-Jugend (5. der Hessenliga) nach oben ziehen. „Da kommen im Sommer zwölf Mann zu den Aktiven. Die Jungs würden wir natürlich alle gerne halten, auch wenn das sehr schwierig werden wird. Sie können jetzt aber vorspielen, sobald sie in der A-Jugend die Liga gehalten haben“, berichtet er.

„Unsere Jugendabteilung ist super aufgestellt. Wir sind von der U14 bis zur U19 in hohen Ligen und mit richtig guten Trainern auf einem guten Weg. Mit Blick auf unseren starken Nachwuchs wollen wir mit den Aktiven diese Gruppenliga verlassen. Wir wollen hoch in die Verbandsliga, vielleicht nicht dieses Jahr, aber doch so schnell wie möglich“, sagt Ihlefeld. So forsche Töne waren von der Rosenhöhe schon lange nicht mehr zu hören.

Quelle: op-online.de

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