MAINPOKAL A-Ligist gegen den Gastgeber nur Außenseiter

Hainstadt will Mainflingen im Halbfinale ein Bein stellen

Stefan Ernst, Trainer der Spvgg. Hainstadt. Foto: eyßen

Mainflingen – Sportfreunde Seligenstadt, TSG Mainflingen, Teutonia Hausen und ein Hainburger Klub. Eigentlich erscheint mit Blick auf die Halbfinal-Besetzung beim Fußball-Mainpokal-Turnier in Mainflingen alles normal. VON PATRICK LEONHARDT

Allerdings handelt es sich bei dem Hainburger Vertreter nicht um den Gruppenligisten Germania Klein-Krotzenburg, sondern um den A-Ligisten Spvgg. Hainstadt.

Denn während die Klein-Krotzenburger in der „Giganten“-Gruppe A mit Gruppenliga-Aufsteiger Sportfreunde und dem ambitionierten Kreisoberligisten Mainflingen nur den dritten Platz erreichten und damit das Halbfinale verpassten, sicherten sich die Hainstädter in der Gruppe B aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches gegen Teutonia Hausen den Gruppensieg.

Stefan Ernst, seit 2017 Trainer der Sportvereinigung, verfolgte die beiden letzten Gruppenspiele nur aus der Ferne, er war zu einem Kurztrip nach München gefahren. Nach den beiden Auftaktsiegen gegen Hausen (2:1) und Klein-Welzheim (2:0) „war ich nach dem Seligenstadt-Spiel sehr ernüchtert, da wurde mir nicht Gutes zugertragen“, meinte Ernst mit Blick auf die 1:3-Niederlage gegen die „Blauen“. Umso zufriedener zeigte er sich, als er nur einen Tag später vom 2:1-Sieg gegen den SV Zellhausen und den damit verbundenen Halbfinal-Einzug erfuhr. „Da war ich schon sehr stolz“, gab Ernst zu.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Hainstädter am Halbfinale – das erstmals im Jahr 2012 in Klein-Krotzenburg ausgetragen wurde – geschnuppert, waren aber letztlich im direkten Vergleich an Klein-Krotzenburg, den Sportfreunden und Teutonia Hausen gescheitert. „Vom Papier her war das damals eine viel schwerere Gruppe“, blickt Ernst zurück. Die Qualifikation für die Runde der besten vier in diesem Jahr ist somit auch ein bisschen Wiedergutmachung für das unglückliche Scheitern im vergangenen Jahr in Froschhausen.

Gegen Gastgeber Mainflingen sind die Hainstädter heute Abend im zweiten Spiel (19.30 Uhr) nur Außenseiter. „Für einen langjährigen A-Ligisten ist das Halbfinale eine sehr schöne Sache. Es ist zwar nur ein Vorbereitungsturnier, aber aufgrund der besonderen Fußball-Situation im Ostkreis eines mit einer schönen Brisanz“, sagt Ernst, „Mainflingen wird als Gastgeber alles versuchen, um vor eigenem Publikum das Finale zu erreichen. Die TSG hat eine starke und hochkarätig besetzte Mannschaft. Aber wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir an einem guten Tag auch einen Großen ärgern können. Das wollen wir auch gegen die TSG versuchen. Wenn man die Chance hat, in ein Finale zu kommen, will man das auch erreichen. Wir wollen Mainflingen ein Bein stellen.“

Und dennoch handelt es sich „nur“ um ein Vorbereitungsturnier, das noch keine gute Punktrunde garantiert. „Mein Bruder Alexander kann davon ein Lied singen“, sagt Stefan Ernst. Alexander Ernst gewann 2018 als Spieler mit der Spvgg. Seligenstadt den Mainpokal – und stieg anschließend mit den „Blauen“ aus der Kreisoberliga ab.

Heute spielen: SF Seligenstadt - Teutonia Hausen (18.15 Uhr), Spvgg. Hainstadt - TSG Mainflingen (19.30 Uhr)

Quelle: op-online.de

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