Finalerfolg gegen SG Bruchköbel

Hallenmasters: Dörnigheim düpiert Favoriten

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Die Fußballer des FC Germania Dörnigheim feiern den ersten Sieg beim Hanauer Hallen-Masters. Der Kreisoberligist gewann im Finale gegen den Verbandsligisten SG Bruchköbel mit 6:3. Foto: Scheiber

Hanau - Die 21. Auflage des Hanauer Fußball-Hallenmasters endete mit einer großen Überraschung. Kreisoberligist Germania Dörnigheim sicherte sich in der August-Schärttner-Halle mit einem 6:3-Finalerfolg gegen die SG Bruchköbel erstmals in der Vereinsgeschichte den Titelgewinn. Von Frank Schneider

Die Überraschungssieger aus Dörnigheim freuten sich neben dem Wanderpokal über ein Preisgeld von 600 Euro beim Hanauer Hallenspektakel. Der unterlegene Finalist aus Bruchköbel nahm immerhin noch 400 Euro in Empfang. Im Neunmeterschießen um den dritten Platz setzte sich Gruppenligist Germania Großkrotzenburg mit 4:3 gegen Vorjahressieger SC 1960 Hanau durch. Der entthronte Verbandsligist stellte mit Baris Özdemir (12 Treffer) immerhin den besten Torschützen des Turniers. Die Wahl des besten Spielers fiel auf Emanuel Becker vom Turniersieger Dörnigheim, als bester Torwart wurde Jens Schlund (Germania Großkrotzenburg) ausgezeichnet. Die Zuschauerresonanz war mit 620 zahlenden Besuchern etwas schwächer als in den beiden vergangenen Jahren.

Für Verbandsliga-Spitzenreiter FC Hanau 93 verlief die Vorrunde nicht nach Wunsch. Nach einem Unentschieden gegen Germania Dörnigheim (3:3) und einer 1:2-Niederlage gegen die SG Bruchköbel schrammten die 93er gegen die Spvgg Langenselbold mit einem 3:2-Sieg nur haarscharf am Ausscheiden vorbei. Zudem sah Ahmet Rafaat die Rote Karte.

Die übrigen Favoriten ließen in der Vorrunde nichts anbrennen. Für die Kreisoberligisten VfR Kesselstadt, FC Hochstadt und Spvgg. 1910 Langenselbold sowie für den A-Ligisten SV Wolfgang war das Masters als Gruppenletzte nach dem ersten Tag vorbei. Kleiner Trost für die Zehner aus Langenselbold. Sie waren das einzige Team, das dem späteren Turniersieger im Verlauf des Masters eine Niederlage zufügte.

Bilder: Hallenmasters in Hanau

In der Zwischenrunde kam es zu einem ersten Höhepunkt im Stadtduell der beiden Verbandsligisten SC 1960 Hanau und FC Hanau 93. Der SC 1960 Hanau drehte einen 2:3-Rückstand durch Treffer von Ugur Erdogan und Baris Özdemir noch in einen 4:3-Sieg um und warf die 93er somit aus dem Turnier. „Sollen sie das Masters gewinnen, wir feiern dagegen die Meisterschaft“, sagte HFC-Sportchef Giovanni Fallacara nach dem Aus trotzig. Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch nicht wissen, dass der Stadtrivale im Halbfinale an Germania Dörnigheim scheitern sollte. Im besten Spiel des Turniers und nach einem hochdramatischen Spielverlauf hatte am Ende überraschend die Elf von Spielertrainer Hicham Abdessadki mit 6:5 die Nase vorn. Für das zweite Halbfinale qualifizierten sich die Gruppenliga-Topteams SG Bruchköbel und Germania Großkrotzenburg. Im direkten Aufeinandertreffen setzte sich Bruchköbel mit 5:3 durch. Im Finale machte Dörnigheim den frischeren Eindruck und setzte sich nach dem zwischenzeitlichen 1:1 auf 5:1 ab. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Die Treffer zum Finalsieg erzielten Daniel Hofmann (2), Abdessadki, Michael Roth, Luka Schäfer und Kevin Schmidt. Für Bruchköbel trafen Tobias Kühn, Felix Tugend und Maximilian Walter.

Quelle: op-online.de

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