FC Hanau 93 gelingt ein Coup

Daniyel Cimen: Doch kein Karriereende

Lufthoheit: Ex-Profi Daniyel Cimen (schwarzes Trikot, gegen Bruchköbels Kim Werner) bleibt den 93ern nun doch als Spieler erhalten. J   Foto: Scheiber
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Lufthoheit: Ex-Profi Daniyel Cimen (schwarzes Trikot, gegen Bruchköbels Kim Werner) bleibt den 93ern nun doch als Spieler erhalten.

Hanau - Im Hinblick auf die am Wochenende beginnende Verbandsliga-Saison ist dem FC Hanau 93 eine spektakuläre Rückholaktion gelungen: Ex-Profi Daniyel Cimen machte einen Rückzieher vom verkündeten Karriereende und wird auch in dieser Runde für die 93er auflaufen.

Natürlich nur dann, wenn der von ihm als Trainer betreute Hessenligist FC Gießen nicht zeitgleich spielt. In 13 der 19 Verbandsligaspiele bis zur Winterpause würde Cimen zur Verfügung stehen.  In den ersten Wochen der Vorbereitung hatten sich beim ambitionierten Verbandsligisten Probleme auf den zentralen defensiven Positionen abgezeichnet. „Wir haben nur drei Innenverteidiger, brauchen aber vier. Wir sind sehr glücklich, dass wir Daniyel überreden konnten, uns noch ein Jahr auszuhelfen. Er ist auf dieser Position unser absoluter Wunschspieler“, berichtet der Sportliche Leiter Giovanni Fallacara.

Diese Personalie darf ganz gewiss als besonderer Coup gewertet werden. Der ehemalige Bundesligaspieler ist in der Mannschaft der beiden Trainer Christoph Prümm und Slavisa Dacic hoch angesehen und wird keinerlei Eingewöhnungszeit benötigen. Aufgrund seines Trainerengagements in Gießen wird der 33-Jährige überhaupt keine Eingewöhnungszeit brauchen. Entsprechend groß war auch die Freude innerhalb des Kaders, als Fallacara das Team unmittelbar vor dem Finale des Energie-Cups in den Katakomben des Großkrotzenburger Oberwaldstadions über die neueste personelle Entwicklung informierte.

Trainieren, das ist klar, wird Daniyel Cimen an der Hanauer Kastanienallee so gut wie nie, doch das war auch in den vergangenen Spielzeiten kaum der Fall. Für den früheren Junioren-Nationalspieler, dessen Heimatverein die SG Nieder-Roden ist, genießt die frühzeitig eingeschlagene Trainerkarriere nach wie vor höchste Priorität. Cimen arbeitete bereits bei Rot-Weiß Frankfurt erfolgreich in der Hessenliga und soll nun den frisch aus der Taufe gehobenen FC Gießen in die Regionalliga Südwest führen.

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Körperlich fit genug für die Verbandsliga ist Cimen mit seinen 33 Jahren zweifellos, der Erfahrungsschatz als ehemaliger Profifußballer tut sein Übriges. Laut Fallacara wird es mit dem FC Gießen keinerlei Probleme geben. „Sie haben uns ja kurzfristig den Michael Fink noch abgezockt, da haben wir noch was gut“, schmunzelt der Sportliche Leiter. Fink, der in der vergangenen Saison für die Hanauer im defensiven Mittelfeld die Fäden zog, tat dies am Samstag im altehrwürdigen Gießener Waldstadion im Trikot seines neuen Vereins im Mittelhessen-Derby gegen Waldgirmes, das 1:0 für den FC Gießen endete. (fs)

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