Absoluter Ausnahmejahrgang

A-Junioren der HSG Preagberg sind Hessenmeister

Hessenmeister: Die A-Jugend-Handballer der HSG Preagberg. Hinten von links: Trainer Dirk König, Moritz Elfert, Paul Stober, Niklas Sagorski, Julius Schmidt, Arne Hestermann, Co-Trainer Swen Ruppert. Mittlere Reihe von links: Fitnesstrainer Sören Ruppert, Johann Adam, Luca Specht, Jon Gashi, Max Dehn, Dominik Hohenbrink, Betreuer Hans Brosi. Vorne von links: Peer Kreuzkam, Moritz Brosi, Oliver Zarbock, Jan Specht, Simon Schleiden. Es fehlt: Linus Krause.
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Hessenmeister: Die A-Jugend-Handballer der HSG Preagberg. Hinten von links: Trainer Dirk König, Moritz Elfert, Paul Stober, Niklas Sagorski, Julius Schmidt, Arne Hestermann, Co-Trainer Swen Ruppert. Mittlere Reihe von links: Fitnesstrainer Sören Ruppert, Johann Adam, Luca Specht, Jon Gashi, Max Dehn, Dominik Hohenbrink, Betreuer Hans Brosi. Vorne von links: Peer Kreuzkam, Moritz Brosi, Oliver Zarbock, Jan Specht, Simon Schleiden. Es fehlt: Linus Krause.

Zu den wenigen Handballteams, die ohne Wenn und Aber den Gewinn einer Meisterschaft feiern können, zählen die A-Junioren der HSG Preagberg. 

Hanau – Denn die Mannschaft von Trainer Dirk König hat den Titelgewinn in der Oberliga Hessen bereits zwei Wochen vor dem durch die aktuelle Corona-Krise bedingten vorzeitigen Saisonabbruch rechnerisch perfekt gemacht.

Mit 15 Siegen bei nur einem Unentschieden und ohne Niederlage ist das Team der HSG Preagberg fast aus dem Nichts zur Hessenmeisterschaft marschiert, gleich im Premierenjahr in der A-Jugend-Oberliga. Die vorangegangene Saison hatten die A-Junioren der Spielgemeinschaft aus Großauheim und Großkrotzenburg nur auf dem dritten Tabellenplatz der Bezirksoberliga abgeschlossen und dabei fünf ihrer 15 Spiele verloren. „Damals waren uns zwei Leistungsträger lange verletzt ausgefallen“, erklärt der langjährige Co-Trainer Swen Ruppert, „und im Sommer hatten wir dann das Glück, dass sich uns vier gute Spieler der HSG Maintal angeschlossen haben, die in dieser Saison keine eigene A-Jugend mehr zusammenbekam, und dass diese sich perfekt in unser Team integriert haben.“

Neben den vier Maintalern zählen acht Großkrotzenburger und fünf Großauheimer zu dieser Mannschaft, die zum Großteil schon unter Trainer Dirk König seit der E-Jugend zusammengespielt haben. Souverän meisterten sie die Qualifikation zur Oberliga und starteten im September gleich mit drei souveränen Siegen mit jeweils mehr als 40 Toren optimal in die Punktrunde. „Ein Faktor war, dass wir fitter waren als alle anderen Teams der Liga. In den letzten Minuten jeder Halbzeit haben wir unheimlich viele Tore erzielt“, berichtet Ruppert, dessen Sohn Sören als Student der Sportwissenschaften und Personaltrainer für Fitness und Athletik verantwortlich war. Durch den in diesem Jahr ausgeglichener besetzten Kader wurden zudem verletzungsbedingte Ausfälle besser kompensiert.

So zog das Team von Sieg zu Sieg und durfte ausgerechnet nach dem einzigen nicht gewonnenen Spiel am ausgelassensten jubeln: Mit dem 23:23 bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim wurde schon am 29. Februar der Gewinn der Meisterschaft perfekt gemacht.

Mit dem Saisonende aber bricht die Mannschaft auseinander. Zehn Spieler wechseln altersbedingt in den Herrenbereich. Julius Schmidt, Luca Specht und Moritz Brosi kehren zur HSG Maintal zurück, die anderen sieben wollen trotz verschiedener Angebote aus Niederrodenbach, Kahl oder Obernburg bei der HSG Preagberg bleiben. Dort gab es in den letzten Wochen langes Rätselraten, in welcher Klasse die Herrenmannschaft kommende Saison spielen wird. Nach dem vorzeitigen Saisonende musste man zunächst vom Abstieg aus der Bezirksoberliga ausgehen. Doch der Verband hat seine umstrittene Entscheidung inzwischen revidiert, so dass die HSG Preagberg nächste Saison in der Bezirksoberliga spielen kann.

Co-Trainer Swen Ruppert wird mit fünf verbleibenden Spielern um Kapitän Niklas Sagorski die neue A-Jugend aufbauen, allerdings unter einem neuen Chef: Adrian Schild, viele Jahre bei der SG Hainburg aktiv, wird Dirk König ablösen, der mindestens ein Jahr pausieren möchte. Gehen wird auch das aus Maintal stammende Torwarttalent Jan Lars Specht, der mit seinem Wechsel zur HSG Hanau um die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga spielen möchte.

Bei der HSG Preagberg dagegen werden künftig wieder kleinere Brötchen gebacken. „Unsere B-Jugend ist nicht ganz so stark, ist Fünfter der Bezirksoberliga. Mit der neuen A-Jugend wollen wir den Klassenerhalt in der Oberliga schaffen“, sagt Ruppert, „die aktuelle A-Jugend war für uns ein absoluter Ausnahmejahrgang. Eine Hessenmeisterschaft werden wir in den nächsten 15, 20 Jahren wohl nicht noch einmal erleben.“

A-Junioren der HSG Preagberg

Tor: Jan Lars Specht (15 Einsätze/0 Tore), Oliver Zarbock (13/0), Linus Krause (5/1)

Rückraum links: Arne Hestermann (16/112), Max Dehn (15/17)

Rückraum Mitte: Niklas Sagorski (16/125), Luca Specht (16/64)

Rückraum rechts: Simon Schleiden (15/83)

Linksaußen: Julius Schmidt (16/64), Moritz Elfert (14/12), Paul Stober (8/2), Silas Neyer (1/0), Felix Jüttner (1/0)

Rechtsaußen: Peer Kreuzkam (12/56), Dominik Hohenbrink (12/3), Hendrik Spelz (1/0)

Kreis: Moritz Brosi (15/25), Johann Adam (15/19). Jon Gashi (10/4)

Trainer: Dirk König – Co-Trainer: Swen Ruppert – Athletiktrainer: Sören Ruppert

VON STEFAN MORITZ

Quelle: op-online.de

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