die Aufstiegsrunde zur Fußball-Hessenliga

93er mit „voller Kapelle“ gegen Dietkirchen

Am Ende der Saison 1985/1986 stieg der FC Hanau 93 als Tabellenletzter aus der Oberliga Hessen ab. 33 Jahre später klopfen die Grimmstädter wieder ans Tor zu Hessens höchster Amateurklasse.

Hanau – Mit dem Heimspiel gegen die TuS Dietkirchen, Tabellenzweiter der Verbandsliga Mitte, steigt der FC Hanau 93 am Sonntag (17 Uhr) in die Aufstiegsrunde zur Fußball-Hessenliga ein. Dietkirchen hatte am Donnerstag das erste Spiel gegen den Nord-Verbandsligisten SV Neuhof mit 0:2 verloren. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft“, sagt Hanaus Sportlicher Leiter Giovanni Fallacara, der einen offenen Schlagabtausch erwartet. Denn um seine kleine Chance auf den Aufstieg zu wahren, muss Dietkirchen in Hanau gewinnen – mindestens mit 3:0.

Soweit schaut Fallacara noch nicht. „Wichtig ist, dass wir gewinnen“, sagt er. Unabhängig vom Ergebnis. Denn dann hätten die Hanauer schon mal den zweiten Platz sicher, der bei einem eventuellen Aufstieg von Bayern Alzenau in die Regionalliga Südwest reichen würde, um in der kommenden Saison fünftklassig um Punkte zu spielen.

Die Hanauer erwarten den Turn- und Sportverein mit „voller Kapelle“, alle Spieler sind fit. Nun soll sich auszahlen, dass Interimstrainer Michael Fink zuletzt angeschlagene Spieler wie Khaibar Amani, Feta Suljic oder Michel Gschwender schonte. „Aber die jungen, die derzeit spielen, wie Elmir Sekeric, Dennis Gogol oder Lennox Crew, machen das sehr gut“, lobt Fallacara, „sie alle hören auf das, was Michael Fink sagt. Er lebt die Spiele emotional mit, sorgt mit seiner Stimme für Ruhe oder macht Dampf. Letztlich ist es auch egal, wer auf dem Platz steht, entscheidend ist die Einstellung“, erklärt der Sportliche Leiter der 93er.

Der bekannteste Dietkirchener dürfte der Trainer sein. Thorsten Wörsdörfer (51) wechselte 1990 von der Spvgg. 05 Bad Homburg zum FC Bayern München, spielte für dessen Amateure und absolvierte in der Saison 1991/1992 24 Erstliga-Partien für die Stuttgarter Kickers. Der starke Torhüter Raphael Laux und Verteidiger Marvin Rademacher sammelten unter anderem bei der U23 des SV Wehen Wiesbaden Hessenliga-Erfahrung. Robin Dankhof erzielte mit 15 Toren in der abgelaufenen Punktrunde die meisten Treffer für die Kicker aus dem Limburger Stadtteil.

Da am Sonntag keine Konkurrenz herrscht, rechnen die Hanauer mit 1200 bis 1500 Zuschauern. „Wer höherklassigen Fußball in Hanau sehen will, sollte kommen“, sagt Fallacara. Die Zuschauer können sowohl auf der Kastanienallee als auch auf der Burgallee parken. Auch der Parkplatz der Otto-Hahn-Schule steht den Fußballinteressierten zur Verfügung. (leo)

Quelle: op-online.de

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