HESSENLIGA KSV Hessen Kassel kommt mit vielen Fans und Wut im Bauch

Hanau hofft auf volle Hütte

Hanauer Torjubel. Wie zuletzt gegen den KSV Baunatal wollen Kahaman Damar, Salvatore Bari und Enis Muratoglu (von links) am Samstag auch gegen Hessen Kassel gewinnen. Foto: scheiber

Offenbach – Dieses Spiel ist freilich ein Höhepunkt der Saison. Der FC Hanau 93 erwartet am Samstag (18 Uhr) im Herbert-Dröse-Stadion den KSV Hessen Kassel zum Hessenliga-Punktspiel und hofft im Duell zweier Traditionsvereine auf eine stattliche Zuschauerkulisse.

HFC-Abteilungsleiter Giovanni Fallacara spekuliert angesichts der Tatsache, dass der KSV bei Auswärtsspielen stets auch auf reisefreudige Unterstützer bauen kann, gar auf eine vierstellige Besucherzahl. Den Fans aus Kassel wird übrigens die gesamte große Stehtribüne im Stadion Wilhelmsbad reserviert, die neutralen Zuschauer und die Anhänger der 93er werden laut dem Sicherheitskonzept der Polizei gebeten, auf der gegenüberliegenden Sitztribüne Platz zu nehmen. Parkplätze und Zuschauereingänge sollen ebenfalls nach Fanlagern getrennt werden. Für aus Kassel anreisende Fans ist der Parkplatz am Bahnhof Wilhelmsbad vorgesehen.

„Das ist ein Spiel, das Zuschauer ziehen kann“, freut sich Fallacara auf einen Hanauer Festtag. Sportlich sieht er der Partie gelassen entgegen, denn für ihn sind die Gäste klarer Favorit. „Lediglich in der Tabelle sind beide Mannschaften auf Augenhöhe, in allen anderen Belangen ist uns Hessen Kassel total voraus“, meint der Macher des Aufsteigers. In der Tat kann der Start des KSV Hessen Kassel mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen allenfalls als durchwachsen bezeichnet werden. Der Aufstiegsaspirant wird in Hanau auf Sieg spielen müssen, will er an der Tabellenspitze die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (13 Punkte) und Regionalligaabsteiger Eintracht Stadtallendorf (11) nicht ent-eilen lassen. Die Gastgeber durften nach dem 2:1-Sieg gegen den KSV Baunatal tief durchatmen. Der erste Dreier nach zuvor überwiegend guten Leistungen und drei Punkteteilungen macht Laune auf mehr. Womöglich kann die Elf von Spielertrainer Michael Fink nun wieder einen nordhessischen Gegner mit prominentem Namen ärgern. Der Ex-Profi hat aktuell seinen kompletten Kader beisammen, es sind keine Verletzten zu beklagen. Metim Mezimi und Kevin Effiong sammelten am Mittwochabend im Kreispokalspiel beim KSV LangenBergheim (5:0) nach überstandenen Verletzungen erste nachhaltige Matchpraxis und werden womöglich alsbald auch für den Kader bei den Hessenliga-Partien infrage kommen. Die Nordhessen kommen nach dem 1:4 im Hessenpokal beim Verbandsligisten SV Weidenhausen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nach Hanau.

Der SC Hessen Dreieich steht bereits um 15 Uhr bei Aufsteiger TuS Dietkirchen, der als Zehnter drei Punkte mehr als die Schmidt-Schützlinge auf der Habenseite aufweist, auf dem Prüfstand. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Begegnungen wächst der Druck auf den Regionalliga-Absteiger, der mit dem zweiten Saisonsieg die Abstiegsplätze verlassen will.  fs

Quelle: op-online.de

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