SC 1960 Hanau - TSG Neu-Isenburg

Abbruch nach Attacke auf Schiedsrichter

Hanau - In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost kam es bei der Partie zwischen dem Meister SC 1960 Hanau und der TSG Neu-Isenburg am gestrigen Abend zu einem Eklat:

Nach einer Attacke auf Schiedsrichter Johannes Frohnapfel (SV Welkers/Fußball-Kreis Fulda) brach dieser die Begegnung nach 75 Minuten beim Stand von 1:0 für Neu-Isenburg ab. Zunächst verlief die Partie noch in geordneten Bahnen. Favorit und Verbandsliga-Aufsteiger Hanau hatte die etwas größeren Spielanteile, Neu-Isenburg wirkte aber zielstrebiger und gefährlicher. „Wir hatten in der ersten Halbzeit ein Chancenplus von 5:1“, sagte TSG-Sprecher Günter Gottschalk. Folgerichtig und fast noch zu niedrig führten die Gäste zur Pause daher mit 1:0. Mario Surano hatte nach 18 Minuten getroffen.

„Nach und nach wurde die Partie härter“, sagte Gottschalk. Besonders nachdem Hanaus Benjamin Braus die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (61.). In der 75. Minute dann die Eskalation: Nach einem Foul an Sebastian Frank sprach Referee Frohnapfel, der auch Spiele in der Hessenliga leiten darf, den Neu-Isenburgern einen Elfmeter zu. Semih Aydilek beleidigte Frohnapfel nach Angaben von Gottschalk und TSG-Trainer Elmar Stroh. Frohnapfel zückte die Rote Karte - und Aydilek wollte dem Unparteiischen die Karte aus der Hand schlagen, wie auch Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari bestätigte. Direkt nach dieser Attacke brach der Schiedsrichter die Begegnung ab.

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Für den SC 1960 Hanau sagte Sari: „Mit diesem Schiedsrichter hatten wir in der vergangenen Saison schon mal eine Verhandlung - im Spiel gegen die KV Mühlheim hat er drei Spieler von uns vom Platz geschickt. Auch diesmal hat er von der ersten Minute an alles gegen uns gepfiffen. Trotzdem darf Semih so etwas natürlich nicht machen und hat sich nach dem Spiel auch beim Schiedsrichter entschuldigt.“ Der TSG dürften die drei Punkte in einigen Tagen per Urteil des Regionalgerichts zugesprochen werden.

Immer wieder kommt es aufgrund aggressiver Spieler, Trainer oder Zuschauer zu Spielabbrüchen in den unteren Fußballklassen der Region: Erst Ende April war das Spiel zwischen Italsud Offenbach und Kickers Obertshausen II abgebrochen worden. In der Kreisoberliga Offenbach brach der Schiedsrichter im Oktober des vergangenen Jahres die Partie zwischen der Spvgg. Seligenstadt und dem FC Fortuna Offenbach ab. (jd)

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Quelle: op-online.de

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