Derbysieg

Babenhausen bestraft die Hanauer Arroganz

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Sieg gegen die ehemaligen Kollegen: Babenhausens Stefan Hollnack (links) versucht aufs Hanauer Tor zu werfen. Rekordschütze Andreas Neumann (20) und Yaron Pillmann blocken ihn.

Babenhausen - Das Derby in der Handball-Oberliga zwischen der SG Rot-Weiß Babenhausen und der HSG Hanau endete mit einer großen Überraschung: Die Gastgeber verbuchten mit dem 30:29 (15:11) im 15. Anlauf den zweiten Saisonsieg. Von Stefan Fay 

„Wir haben überragend gespielt, aber letztlich auch das nötige Glück gehabt. Alles andere als ein Sieg wäre aber nach dem Spielverlauf unverdient gewesen“, sagte Löwen- Trainer Stefan Böttcher. Babenhausen führte fast das gesamte Spiel über mit vier bis fünf Toren, erst in der Endphase wurde es knapp. In der 53. Minute stand es noch 28:24, doch dann kam Hanau auf und erreichte den Ausgleich zum 28:28. Postwendend gelang den Löwen aber wieder die Führung.

„Unsere Arroganz wurde bestraft, wir haben erst in den letzten zehn Minuten richtig Handball gespielt“, sagte der im fünften Spiel erstmals geschlagene Hanauer Trainer Patrick Beer, „eine solche Leistung wird es mit mir nicht mehr geben.“

In der Schlussminute überschlugen sich die Ereignisse. Babenhausen führte 30:29, Hanau hatte den Ball und erzielte auch den vermeintlichen Treffer zum Ausgleich, doch der Schiedsrichter hatte auf Foul von Babenhausen erkannt, versagte dem Treffer die Anerkennung und es gab Freiwurf für Hanau. „Der Schiedsrichter entschuldigte sich nach dem Spiel dafür, doch dafür kaufen kann man sich nichts“, sagte Beer. Der Freiwurf brachte nichts ein und Babenhausen gewann.

Bilder zum Spiel zwischen Babenhausen und Hanau

Babenhausen gewinnt Derby gegen Hanau

Stefan Hollnack, der während der Saison von Hanau nach Babenhausen zurückgekehrt war, zeigte sich zufrieden: „Es hat Spaß gemacht, gegen die alte Mannschaft zu gewinnen. Es lag hauptsächlich daran, dass wir sehr gut ins Spiel gekommen sind und immer weiter gekämpft haben.“

Tore für Babenhausen: Erk (10), Hollnack (4), Gotta (5/4), Dobler (4), Küchler (6), Lang (1)

Hanau: Christoffel (4), Brüggemann (1), Siegmund (2), Appel (1), Neumann (12), Schäffter (2), Pillmann (5), Etzel (2)

Quelle: op-online.de

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