SG Egelsbach enttäuscht im Derby

Handball-Landesliga: Babenhausener drehen in Hanau spät auf

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Babenhausens achtfacher Torschütze Simon Brandt setzt sich gegen die Hanauer Leif Hendrik Steiner und Frederik Stengel durch. Babenhausens Martin Geist schaut gespannt zu, der Hanauer Julian Seidenspinner ist machtlos.

Offenbach - In zwei Derbys traten die vier Teams aus der Handball-Landesliga Süd am letzten Spieltag dieses Jahres gegeneinander an. Während Rot-Weiß Babenhausen in der Schlussviertelstunde mit einem 13:3-Lauf die Partie gegen die HSG Hanau II drehte, feierte die HSG Rodgau Nieder-Roden II einen klaren Erfolg über die SG Egelsbach.

HSG Hanau II – SG Rot-Weiß Babenhausen 23:30 (12:13)

Bis 15 Minuten vor Spielende lagen die Gastgeber mit 20:17 vorne, verspielten diese Führung allerdings noch in der Schlussphase. „Die Babenhausener haben bewiesen, dass sie der absolute Titelfavorit sind. Wir haben bis zur 45. Minute ein richtig gutes Spiel gemacht. Danach haben wir Babenhausen mit unnötigen Fehlern zurückgebracht“, erklärt HSG-Betreuer Jörn Schmitz. Babenhausens Trainer Oliver Schulz sah es ähnlich: „Es war lange Zeit eine ausgeglichene Partie, doch dann haben wir uns gesteigert und die Fehler erzwungen. Wir haben einen unglaublichen Siegeswillen gezeigt, man hat gemerkt, dass wir keinen Bock hatten zu verlieren. In der Schlussphase haben wir bei 13:3 Toren einen Rückstand gedreht. Das war bombastisch“, freut sich Schulz und ergänzt: „Für uns kam der Sieg jetzt zum richtigen Zeitpunkt, die Leidenschaft hat mich sehr beeindruckt. Hanau war echt gut, hatte aber auch recht viele Zeitstrafen, dennoch war es insgesamt ein faires Spiel.“ Auch Schmitz empfand etwas zu viele Strafen für sein Team, das vom dritten auf den sechsten Tabellenplatz abrutschte: „Wir bekamen diverse strittige Zeitstrafen und Siebenmeterentscheidungen gegen uns. Das Ergebnis ist am Ende aber einige Tore zu hoch ausgefallen und spiegelt die Kräfteverhältnisse nicht ganz wieder.“

Spielfilm: 1:0, 1:2, 3:2, 5:6, 9:11, 10:13, 12:13 - 16:13, 18:16, 20:17, 20:22, 23:24, 23:30 Zeitstrafen: 7-2 – 7m: 4/5 - 7/9

HSG Hanau II: Gronostay, Heuser; J. Kegelmann, Staab, D. Kegelmann (7/4), Popiolek (4), Stengel (3), Niederhüfner, Steiner (4), Just, Kulka (3), Plitzko (1), Seidenspinner (1)

SG Rot-Weiß Babenhausen: Goder, Hildebrandt; Geist (1), Brandt (8), Horikawa (1), Kirchherr (3), Hollnack (5/1), Lang, Geißler (2), Sillari (1), Toscano (3/3), da Silva (5/2), Ratley, Lehmberg (1/1)

HSG Rodgau Nieder-Roden – SG Egelsbach 38:27 (14:13)

Lange Zeit war die Partie der Nieder-Rodener gegen die SG Egelsbach ausgeglichen. Mit dem Erfolg kletterten sie noch vor der Winterpause auf den fünften Tabellenplatz. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft für den gelungenen Abschluss der guten Hinrunde. Wir hatten zunächst Probleme auf der linken Abwehrseite, nachdem wir dann aber im Mittelblock umgestellt haben, und Stefan Seitel dort die Löcher stopfen konnte, ist Egelsbach nichts mehr eingefallen. Wenn dennoch was auf unser Tor kam, hat Maverick Weiss hervorragend gehalten“, lobte Trainer John Meincke. Und er machte ein weiteres Plus für sein Team aus: „Wir konnten Gegenstöße laufen und Egelsbach konnte das Tempo nicht mitgehen.“

Die SG Egelsbach rutscht hingegen weiter den Abstiegsrängen entgegen, hat aktuell ebenso viele Pluspunkte auf dem Konto wie der TV Glattbach, der den ersten Abstiegsplatz belegt. „Eine Dreiviertelstunde haben wir gut mitgehalten, danach wurden wir gnadenlos von Nieder-Roden ausgekontert, da hat die Kondition einfach nicht mehr gereicht“, sagte Co-Trainer Sadri Syla, der in Tim Brandscheidt, Nicolai Winn, Jan Möllenhecker und Nik Himmel auf vier Stammkräfte verzichten musste: „Zudem haben wir nach 22 Minuten aufgrund eines groben Foulspiels auch noch Patrick Pachert verloren. Das soll keine Ausrede sein, aber wir waren doch arg dezimiert. Elf Tore sind dennoch schon eine Hausnummer, das tut schon weh“, meinte Syla, der auch von der gesamten Hinrunde „sehr enttäuscht“ ist: „Wir sind nicht da, wo wir sein wollten. Nun möchten wir die Auszeit nutzen, um Kräfte frei zu machen, auch mental. Damit wir in der Rückrunde mehr Punkte holen als bisher.“

Spielfilm: 1:0, 2:3, 4:3, 4:6, 9:8, 13:11, 14:13 - 17:16, 19:19, 23:20, 26:22, 34:24, 38:27

Zeitstrafen: 3-2 – 7m: 3/3 - 4/4

Rote Karte: Pachert (23., Egelsbach)

Nieder-Roden II: Höschler (1), Weiss; Schopper (7), Hoddersen (5), Kiefer (1), Probanowski (5), von der Au (6), Schultheis (4), Wade (3/3), Meincke, Annasar (2), Neuß, Specht, Seitel (4)

Egelsbach: Hamas, Eberhardt, Bär; Syla (1), Sonntag (4), Pasincevs (3), Meinelt (1), Leptich (1), Zecher (7), Hupfer (2), Gärtner (7/4), Pachert (1)

mag

Quelle: op-online.de

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