Starke Leistung von Hannes Geist

Handball: Aufsteiger Hanau geht im Endspurt Kraft aus

Elsenfeld - Nach erneut großem Kampf unterlagen die Handballer der HSG Hanau in der 3. Liga Ost beim Altmeister und Aufstiegsaspiranten TV Großwallstadt mit 22:26 (11:14). Beim 21:21 in der 49. Minute war noch alles offen, dann aber gelang dem Aufsteiger zehn Minuten lang kein Treffer.

Mit 4:12 Punkten bleiben die Grimmstädter 13. der Tabelle, Großwallstadt kletterte wieder auf den zweiten Rang. „Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Sie hat bis aufs Blut gekämpft und handballerisch alles gegeben, gerade in der Abwehr. Wenn wir im Heimspiel gegen Groß-Umstadt eine solche Leistung zeigen, ist mir nicht bange“, sagte HSG-Trainer Patrick Beer. „Das war eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorwoche.“ Da hatte die HSG gegen Nieder-Roden klar mit 24:30 den Kürzeren gezogen. Hannes Geist zeigte seine bisher beste Saisonleistung, sowohl in der Abwehr als auch am Kreis. Jannik Ruppert überzeugte mit sechs Treffern. „Irgendwann waren wir einfach platt“, bedauerte Beer.

Großwallstadt legte mit einer 4:1- und 6:2-Führung gleich furios los, doch beim 6:6 waren die Hanauer wieder im Spiel und ließen sich auch von einem Drei-Tore-Rückstand zur Pause nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Seitenwechsel kämpften die Grimmstädter verbissen, Großwallstadt gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Unterfranken führten mit 21:19, dann glichen Marius Brüggemann und Jannik Ruppert mit ihren beiden Toren zum 21:21 nach 49 Minuten aus. Großwallstadt wankte, doch dann waren die Gäste mit ihrem kleinen Kader kräftemäßig am Ende.

Großwallstadt zog bis auf 26:21 davon, auch zwei Timeouts brachten die Gäste nicht mehr ins Spiel zurück. Mit dem 26:22 vier Sekunden vor Spielende betrieb Björn Christoffel lediglich noch ein wenig Ergebniskosmetik, nachdem die Hanauer zuvor zehn Minuten lang nicht das Tor getroffen hatten. „Wenn man bedenkt, dass es bis zur 50 Minute unentschieden stand und wir drei Siebenmeter verworfen haben, schmerzt diese Niederlage schon sehr. Aber auf diese Leistung können wir aufbauen, wichtig ist, dass wir uns jetzt konzentriert auf die nächste Aufgabe vorbereiten“, erklärte Beer.

Nach Hildesheim, Springe und Nieder-Roden war Großwallstadt für die Hanauer der vierte dicke Brocken hintereinander, zumal der Aufsteiger bis auf die Partie gegen Nieder-Roden dreimal auswärts ran musste.

Spielfilm: 4:1 (9.), 6:2 (12.), 6:6 (18.), 12:9 (25.), 14:11 - 17:15 (39.), 21:19 (46.), 21:21 (49.), 26:21 (60.), 26:22

Zeitstrafen: 2:3 - 7m: 6/6 - 1/4

HSG Hanau:  Eul, Schermuly, Ritter (2/1), Enskat (n.e.), Eisenhuth (n.e.), Werner (3), Appel, Siegmund (n.e.), Bergold, Brüggemann (2), Pillmann (2), Geist (4), Christoffel (3), Ruppert (6)

(Leo)

Quelle: op-online.de

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